Sterbegeld Bezugsberechtigung?

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3 Antworten

Da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten und man weiß auch nicht, was Dein Ziel ist.

Das befreundete Ehepaar hat Dir vertraut und wollte durch diese Regelung wohl sicherstellen, dass Du Dich um die Bestattung kümmerst. Das hast Du offenbar nicht getan, warum auch immer.

Bei 2000,-€ Bestattungskosten wird es sich nun wohl eher um eine vom Ordnungsamt veranlaßte Bestattung handeln? Ob das Ehepaar sich das so vorgestellt hat, ist eine andere Frage.

Jedenfalls könntest Du erstens die Versicherung nach dem Auszahlungsbetrag fragen (wohl eher schriftlich)und 

zweitens mit der Betreuerin sprechen und 

drittens den Betrag einfach auf Dein Konto auszahlen lassen, dann die Bestattungskosten von nur 2.000,-€ bezahlen und den Rest für Deine eingesetzte Mühe und das viele Kümmern behalten.

Viertens könntest Du natürlich auch die Ehefrau als Bezugsberechtigte angeben, damit dieser ein eventueller Überschuß zugute kommt.

Oder wollte das Ehepaar, dass Du profitierst von dieser Regelung? Was man ja noch verstehen könnte, wenn Du Dich darum gekümmert hättest.

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Brigi123 12.05.2017, 23:30

Bei 4. aber unbedingt vorher mit der Betreuerin sprechen. Sie hat evtl. Gründe dafür, dass der Bestatter die Versicherungssumme direkt erhalten soll.

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Apolon 20.05.2017, 18:15

Sorry Brigi123,

deine Hinweise sind falsch.

1. wissen wir beide nicht, aus welchem Grund das befreundete Ehepaar die Bezugsberechtigung im Todesfall so formuliert hat.

2. steht das Geld aus der Sterbegeldversicherung dem Bezugsberechtigten im Todesfall zu, ohne Einschränkungen.

3. hat die Auszahlung der Sterbegeldversicherung nichts mit dem Erbe zu tun.

4. hat die Betreuerin kein Recht von der Bezugsberechtigten im Todesfall, solches zu fordern.

5. was die Bezugsberechtigte mit dem ausgezahlten Betrag macht ist allein ihre Entscheidung.

Gruß Apolon

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Du könntest eventuelle anfallendes Restgeld auch für die Grabpflege anlegen sofern es sich nicht um eine Bestattung auf die grünen Wiese handelt.

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Die Bezugsberechtigung einer Lebens- oder Sterbegeldversicherung im Todesfall hat mit der Erbschaft nicht das geringste zu tun und setzt auch nicht voraus, dass du die Kosten der Beerdigung zahlen musst.

Richtig ist, du kassierst die Sterbegeldversicherung.

Und die Erben zahlen die Beerdigung.

Die Betreuerin will dich abzocken.

Einfach nicht darauf reagieren.

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Brigi123 20.05.2017, 19:03

1. Wenn ich einer Freundin Geld nach meinem Tod zukommen lassen will, nenne ich das nicht “Sterbegeldversicherung“. Alleine schon dieser Begriff läßt darauf schließen, dass das Ehepaar die Finanzierung der Bestattung sicherstellen wollte, evtl. sogar für zwei Bestattungen.

2. Es kann durchaus sein, dass in dem Versicherungsvertrag eine Zweckbestimmung verankert war. Ansonsten hättest Du recht und die Fragestellerin könnte den Betrag für sich behalten. Das hatte sie aber gar nicht gefragt.

3. Die Fragestellerin will sich sehr wohl um die Bestattungskosten kümmern laut ihrer Frage. Oder sie muß es, weil im Versicherungsvertrag eine entsprechende Klausel vorhanden ist.

Sie fragt sich nur, was mit einem eventuellen Überschuß geschehen würde.

4. Stelle Dir doch einfach mal vor, Du hättest eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen und einen Freund als Bezugsberechtigten eingesetzt. Dein Freund nimmt dann das Geld - um die Bestattung kann sich ja das Ordnungsamt kümmern...

5. Keiner hier kennt den Versicherungsvertrag und die persönlichen Verhältnisse. Vielleicht meinte die Fragestellerin es auch gut und sorgte sich nur darum, dass der Bestatter zu Unrecht den Überschuß  erhält.

6. Die Fragestellerin ist mit der Ehefrau befreundet. Diese hat eine Betreuerin, die ihre Interessen wahrnimmt. Warum sollte diese “abzocken“ wollen? Das gehört nicht zu dem Beruf.

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Apolon 26.05.2017, 11:40
@Brigi123

@Brigi123,

wie du das siehst, spielt keine Rolle.

Richtig ist, dass Lebensversicherungen und Sterbegeldversicherungen gleichermaßen behandelt werden.

Und dafür ist maßgebend was in dem Bezugsrecht im Todesfall vereinbart ist.

Für was die Bezugsberechtigte im Todesfall das Geld ausgibt, ist alleine ihre Sache.

Wenn sie der Meinung ist, dies für die Beerdigung zu verwenden, kann sie dies natürlich tun.

Möglich wäre natürlich auch, dass im Bezugsrecht im Todesfall folgendes steht.  die Versicherungssumme soll an Frau XX ausbezahlt werden, die dafür meine Beerdigung bezahlt. 

Nur ist uns hier im Forum der genaue Wortlaut nicht bekannt.

Gruß Apolon

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Apolon 26.05.2017, 11:43
@Brigi123

Diese hat eine Betreuerin, die ihre Interessen wahrnimmt. Warum sollte diese “abzocken“ wollen? Das gehört nicht zu dem Beruf.

Richtig es gehört nicht zu ihrer beruflichen Tätigkeit.

Aber selbst Feuerwehrleute haben Brände gelegt, oder Bankangestellte haben Banken überfallen und somit besteht auch die Möglichkeit, dass eine Betreuerin Geld unterschlägt, bzw. andere über den Tisch zieht.

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