Steht mir Trennungsunterhalt zu?

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2 Antworten

Mit Trennung der Eheleute endet die bisherige ökonomische Basis der Lebensführung beider Eheleute. Aus dem Gedanken der gleichwohl noch bestehenden ehelichen Bindung gewährt der Gesetzgeber über § 1361 BGB dem wirtschaftlich schwächeren Ehegatten einen Unterhaltsanspruch. Der Bedarf des getrennt lebenden Unterhaltsbedürftigen orientiert sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Wenn und soweit es sich um gut situierte Eheleute handelt, wird auch der Unterhaltsanspruch entsprechend gehoben sein und auch entsprechend umgekehrt. Die Höhe des Unterhaltsanspruchs richtet sich, soweit es sich bei dem Unterhaltsverpflichteten um einen Alleinverdiener handelt, nach dem Erwerbseinkommen des Unterhaltspflichtigen. Sofern beide Erwerbseinkommen beziehen, steht dem Unterhaltsbedürftigen ein 3/7-tel Anteil des Differenzeinkommens zu. (In Deinem Fall der Differenz zwischen 920 und 1500 Euro.) Zu beachten ist, dass der Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen nach Abzug der oder des Unterhaltsbetrages gewahrt ist. Nach Maßgabe der seit 01.01.2008 in Kraft getretenen Düsseldorfer Tabelle beträgt der Selbstbehalt gegenüber dem getrennt lebenden und dem geschiedenen Berechtigten monatlich 1.000 Euro und zwar unabhängig davon, ob der Unterhaltspflichtige erwerbstätig ist oder nicht. Zu den Schulden: Schulden, die noch aus der Ehezeit stammen und die im Einverständnis mit dem anderen Ehepartner gemacht wurden, sind absetzbar, d.h. sie minimieren meiner Meinung das unterhaltsrelevante Einkommen. Gleiches gilt für Schulden, die bereits aus der Zeit vor der Ehe stammen. Übernimmt bei einem gemeinsamen Kredit ein Ehegatte auch den Anteil des anderen Ehegatten, so kann er diese Zahlungen nur dann mit dem Unterhalt verrechnen, wenn der unterhaltsberechtigte Ehegatte damit einverstanden ist.

(Teile entnommen aus: http://www.sozialleistungen.info/unterhalt/trennungsunterhalt.html)

Catsy 10.01.2011, 20:10

Danke für die Antwort! Also wenn ich das richtig verstanden habe kann er noch mehr Schulden machen was meinen Unterhaltsanspruch schmälern würde. Diese Kredite hat er ja auch im alleingang gemacht, ich erfuhr ja erst später davon. Kann ich denn dann wenigstens darauf drängen daß er das Haus verkauft bevor er das jemandem überschreibt? Kann ich überhaupt etwas tun?

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vwzicke 11.01.2011, 19:51
@Catsy

Wieso sollst du überhaupt einen Unterhaltsanspruch haben, du musst eben mehr arbeiten, wenn dein Geld nicht reicht. Ihr habt doch keine Kinder und seit 2008 ist jeder Geschiedene für sich selbst verantwortlich. Ich finde es einfach nur unverschämt, als erwachsene Frau ohne kinder unterhalt vom ex zu beanspruchen. Unglaublich!!!

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Familienvater hat schon eine sehr gute Antwort gegeben: Dir steht höchst wahrscheinlich kein Unterhalt zu. Der Unterhalt ist dazu da:

  • den Partner der auf kariere zugunsten der Ehe verzichtet hat einige Zeit zu unterstützen
  • und den Lebenstandard hei hohen einkommensdifferenzen für einige Zeit auszugleichen

die mit Deiner Einverständnis gemachten Schulden des partners schmälern seine Leistungsfähigkeit, so dass kein Ausgleichsanspruch mehr bestelt. Neue Schulden zählen nicht dazu, es sei denn Du wärst damit auch einverstanden. einzige chance: die Immobile wirft gewinn ab und erhöht damit das Einkommen des partners, dann müsste man genau nachrechnen, ob es wenige Euros ausgleich geben könnte.

PS: Ansonsten bleibt in einem solchen falle nur, die Ausgaben zu kürzen (kleiner Wohnung wenn man nun wieder alleine ist) ...

Catsy 13.01.2011, 21:36

Diese Kredite hat er nicht mit meinem Einverständnis gemacht und ganz sicher auch nicht für mich!!! Ansonsten hätte ich diese Frage überhaupt nicht gestellt.

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