Steht mir Geld aus dem Hausverkauf zu?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Ich schließen mich den beiden Mitstreitern an, denn die Frage beginnt schon mit einer Fehleinschätzung:

Wir,mein Ex-Partner und ich hatten ein Haus in Deutschland.

Stimmt nicht, denn:

Leider habe ich nicht im Grundbuch gestanden.

Damit gehörte das Haus dem Lebensgefährten.

Die meisten Menschen, die sagen "den Papierkram einer Ehe brauchen wir nicht (oder wie die Begründung dagegen auch lauten mag)," übersehen dabei, dass sie sehr viel mehr "Papierkram" brauchen, als mit Ehe. Hier hättest Du beim Kauf auf eine Aufnahme in den Kaufvertrag achten müssen, oder eine andere Vereinbarung zur Sicherung Deiner Recht abschließen müssen.

So ist aus meiner Sicht da absolut nichts zu machen.

Die Tatsache, daß Dein Geld in die Finanzierung des Hauses geflossen ist, stellt eine Regelung der Lebensführung innerhalb der Partnerschaft dar. Dein Partner hat wahrscheinlich andere Ausgaben übernommen und damit ist das irgendwie im Rahmen dessen, wie Ihr Euch organisiert habt, ausgeglichen. Es wurde kein Schuldvertrag abgeschlossen.

Du stehst nicht im Grundbuch, d.h. hast auch kein Teileigentum an der Immobilie.

Eine eheähniche Gemeinschaft begründet bei Trennung keine gegenseitigen Ansprüche wie im Falle einer Scheidung (Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich), da die Aufteilungen zu Finanzen, Lebensführung, Pflichten und Rechten innerhalb der Partnerschaft letztendlich im Einvernehmen privat geregelt werden.

Damit ist klar, daß Du keinen Anspruch auf den Erlös des Hausverkaufs geltend machen kannst. Es gibt weder über die Partnerschaft, noch über Deine Finanzierungsmitwirkung, noch über die Trennung einen Anspruch.

Ich denke schon das Dir Geld aus dem Hausverkauf zusteht, befürchte nur Ansprüche geltend zu machen wird sehr sehr schwierig. Die Angaben aus der Fragestellung sind äusserst dürftig um Dir helfen zu können. Versuch mit einem Anwalt gemeinsam die Puzzlesteine der letzten 15-20 Jahre noch einmal zu sammeln, zu ordnen und Nachweise dafür zu erbringen wie Deine Einkünfte verwendet wurden. Tut mir Leid aber mehr fällt mir im Moment auch nicht ein. Vielleicht kommt ja noch jemand mit einem Geistesblitz um die Ecke.:)))

Die Rückabwicklung von Vermögensverfügungen nach Ende einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gehört zu den Themen die die Rechtsprechung schon oft beschäftigt haben und die viele Probleme aufwirft. Als ersten Einstieg gebe ich Dir mal dazu einen Link:

http://www.rasmp.de/familienrecht-berlin/lebensgemeinschaft-vermoegensauseinandersetzung

Deine Sachverhaltsdarstellung ist leider so knapp geraten, dass Dir niemand die Chancen einer Rechtsverfolgung prognostizieren kann. Das dürfte im Rahmen eines Forums ohnehin nicht möglich sein, denn da ist Detailarbeit gefragt. Man müßte über den gesamten Zeitraum des Zusammenlebens eine Übersicht der wechselseitig geflossenen Zahlungen und anderen Zuwendungen machen. Eins muß Dir dabei klar sein: Man kann keine isolierte Betrachtung anstellen sondern muß sich ein Gesamtbild machen.

Wenn Dir überhaupt jemand helfen kann, dann ein entsprechend versierter Anwalt. Ich rate Dir daher, einen solchen zu beauftragen.

Es gibt einige wichtige Punkte, die sinnvoller Weise geregelt werden sollten, wenn nicht verheiratete Paare gemeinsam eine Immobilie erwerben.

Gesetzlich sind die Rechtsverhältnisse von unverheirateten Paaren im Grunde nicht berücksichtigt worden. Es gibt speziell für sie keine gesetzlichen Regelungen betreffend der gemeinsamen Sachen und deren Nutzung, so wie es sie für Ehepartner oder die eingetragene Partnerschaft gibt.

Daraus folgt für den Fall einer Trennung und rechtlichen Auseinandersetzung zumindest die Gefahr, dass einer der Partner auf der Strecke bleibt und finanzielle Verluste hinnehmen muss.

Leider sieht es für Dich nun genau so aus.

Gesetzlich sind die Rechtsverhältnisse von unverheirateten Paaren im Grunde nicht berücksichtigt worden.

Stimmt nicht ganz. Die Regelung gibt es seit über 100 Jahren und steht in den §§ 705 - 740 BGB.

Das Problem der nichtehelichen Gemeinschaften ist ganz einfach wann fängt sie an und wann endet sie, wobei sich das Ende leichter bestimmen läßt, denn das ist ja häufig mit Krach verbunden.

Man sehe nur auch die Regelungen beim Jobcenter. "Einstehensgemeinschaft" usw.

3

@Primus: Niemals auf Ihrem Mist gewachsen.... wie so oft vergessen die Quelle anzugeben ?! Sicherlich nur ein Versehen ;-)

3
@muellerina

@muellerina: viellleicht kannst du dich dran erinnern, dass du mir mal geschrieben hast, dass du jemanden am Schreibstil in einem anderen Forum erkannt hast?

Du kannst dich nennen wie du willst- mir ergeht es mit dir ebenso.

0
@Primus

???????????? Ich habe Sie noch nie gesehen und geschrieben habe ich nur hier. Aber glauben Sie was Sie wollen - und eine Bitte: Ich möchte nicht geduzt werden. Mache ich auch nicht - auch wenn das so üblich scheint. Vielen Dank.

1
@muellerina

Sicher nur ein Versehen ;) - , ja, ja … kommt mir irgendwie bekannt vor. :)))

0
@billy

Das glaube ich Dir gerne, denn Du hast ja die meiste Erfahrung darin ;-)

0

Vielleicht solltest du grundsätzlich mit deinen persönlichen Daten etwas vorsichtiger umgehen!?

Einen Anspruch auf Verkaufserlös sehe ich nicht.

Was möchtest Du wissen?