Steht mir Bezahlung zu?

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3 Antworten

Da hast also fristlos, schriftlich gekündigt?

Enthielt dein Arbeitsvertrag nicht auch eine Kündigungsfrist innerhalb der Probezeit? Wenn ja, hast Du die eingehalten oder wurdest Du vom Arbeitgeber für diese Zeit freigestellt?

Wenn nicht, könnte der Arbeitgeber sogar Schadenersatz von DIR fordern.

Die Argumentation des Arbeitgebers, es wären ihm Kosten für Steuerberater und Visitenkarten entstanden, ist bei einem Arbeitsprozeß sicherlich nicht stichhaltig.

Trotzdem solltest Du dir genaustens überlegen, ob es nicht cleverer wäre, nicht auf die Bezahlung zu bestehen - der Schuß könnte, wenn o.g. Annahme zutrifft, nach hinten losgehen.

Bedenke auch, dass jede Partei in der 1. Instanz vorm Arbeitsgericht, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens, seine eigenen Kosten zu tragen hat.

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Kommentar von hildefeuer
18.08.2017, 16:02

"seine eigenen Kosten zu tragen hat" oder man hat eine Versicherung, die das zahlt.

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"ihr seien Kosten für Visitenkarten und dem Steuerberater entstanden."

Aber das sind doch betriebliche Kosten und sie sind nicht konkret sondern nur angedeutet. Bitte doch mal um Zusendung einer Kostenaufstellung, damit Du die bei Deiner Versicherung einreichen kannst (auch wenn keine Versicherung vorhanden ist).


"Weiter meinte sie, dies wäre keine Arbeitszeit, sondern nur eine Einweisung in die Abläufe des Büros."

Ja hat sie denn das zuvor bei der Einstellung so angekündigt und gefordert? Ist das Bestandteil des Arbeitsvertrages?
Was würde ich machen? Ich würde mit Klage vor dem Arbeitsgericht drohen. Schließlich habe ich ja eine Rechtschutzversicherung, der ich den Schaden schon einmal gemeldet habe (auch wenn keine vorhanden ist).

Kostenerstattungen für Aufwendungen sind nicht im Arbeitsvertrag enthalten und eine Einweisung in Büro-Abläufe als kostenlose Arbeitszeit ebenfalls nicht.
So oder ähnlich würde ich das formulieren, wenn ich die Kündigungsfrist des Arbeitsvertrags während der Probezeit eingehalten habe.
Meist ist keine Kündigungsfrist vorgesehen, aber bitte genau nachschauen. Die gesetzliche Regelung ist genau so, keine Kündigungsfrist. Wenn nix dazu drin steht gilt die gesetzl. Regelung.


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Hallo,

ich gebe Impact hier durchaus recht ! 

Verbuche diese 96,- € unter der Erfahrung " Dumm gelaufen " ab !

Du kannst arbeitsrechtlich nur das verlangen, was schwarz auf weiß im Arbeitsvertrag steht ! 

Immerhin weißt du jetzt, worauf du beim nächsten AG betr. Vertragsunterzeichnung ganz besonders achten musst. 

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