Steht Ehefrau mit einem Eintrag im Grundbuch sicherer da?


27.04.2020, 22:48

Es geht mir darum, das ich bei einer evtl Scheidung nicht mittellos auf der Straße stehe, da ich in meinem Alter und körperlichen Beschwerden seit längerem nicht arbeitsfähig bin.

Ich möchte für den Fall der Fälle abgesichert sein, da ich zukünftig nur eine kleine Rente erhalte.

Auch ist mir wichtig, das unsere gemeinsame Tochter für den Fall das ich vor meinem Mann versterben sollte, abgesichert ist und dann meinen Anteil am Haus erbt.

3 Antworten

Deinen Eheman würde ich nicht freiwillig haben wollen - für kein Geld der Welt!

Mein Mann macht in unseren 17 Jahren Ehe alles finanzielle alleine

selbständig über einen Verkauf des neu erworbenen Hauses bestimmen

und ich ja eh über den Zugewinn abgesichert

da er nicht möchte das ich arbeiten gehe

Du merkst es sicher selbst, oder?! Du sitzt wie ein hübscher kleiner Piepmatz in einem goldenen Käfig. Die Ehe als Falle, so könnte man das bizarre Konstrukt beschreiben.

Frau oh Frau! Da schlimmste daran ist, dass solche Ehefrauen über die Jahre regelrecht verdummen, nicht nur was finanzielle Verantwortlichkeiten angeht, sondern ganz allgemein an Lebenstauglichkeit, Widerstandskraft, Realitätssinn und vor allem Bildung immens einbüßen. Ich meine das ganz geradeaus und nicht beleidigend.

Furchtbar! Geiselhaft in Golschmuck und Pelz gehüllt an seiner "starken Schulter". Nach so einer Ehe stehst Du mit zwei kleinen Füsschen auf dem Boden der Tatsachen wie ein Schulabgänger, der gerade volljährig geworden ist. Unselbständig, aufgeschmissen, hilflos.

Wäre ich im Grundbuch ....? Wirst Du dich dann erst recht fragen.

Alles richtig, bis auf Goldschmuck und Pelz... Darum erhoffe ich mir ja auf diesem Weg Hilfe zu finden....

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@Fragezeichen60

Wenn Du ein bisschen Geld in eine Anwältin für zB Familienrecht investieren möchtest, es wäre sicher gut angelegt.

Frauenberatungsstellen arbeiten praktisch kostenlos, sind aber eher in der unteren Hälfte unserer Gesellschaftsschichten aktiv.

Du kannst meine Meinung zu dem Grundbuch bestimmt erahnen: insistiere beim Ehemann dafür, als loyale, langjährige Ehefrau und Mutter Eurer Tochter mit ins Grundbuch für das neue Haus aufgenommen zu werden. Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit!

Um einen Zugwinnausgleich überhaupt berechnen zu können, versuche an die Unterlagen, insbesondere an die Steuerbescheide und (Renten-)Versicherungs-unterlagen des Ehemanns zu gelangen. Mit der Anwältin alle weiteren Details besprechen.

Bleib tapfer & geb bitte nicht zu früh auf! :-) Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

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@Maerz2019

Danke für den Tipp, aber kannst Du mir evtl auch meine einzelnen gestellten Fragen beantworten? Oder muss ich zwingend zu einem Anwalt?

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Dein Wunsch, einen Teil des Hauses geschenkt bekommen zu wollen, ist in dem Fall eine fixe Idee. Es ist logisch, dass an einem Mann, der eine Scheidung hinter sich hat, die Idee abprallen muss.

Keine Ahnung, wer dir den Floh ins Ohr gesetzt hat, dass sich dein Mann dann, wenn ihr euch trennt, mit dir um das Haus streiten soll, das er alleine bezahlt hat. Natürlich geht es im Trennungsfall um den Zugewinnausgleich, nicht aber zwangsläufig auch darum, wem was gehört.

Es ist die auch bei uns gelebte Regel, nicht die Ausnahme, dass nicht gemeinsam finanzierte Immobilien auch nur einem gehören! Manche denken anders und nehmen das Rücken frei halten der Ehefrau als Argument, dass die Immobilie beiden gehört. Kind aus erster Ehe, Selbständig und hohes Einkommen spricht aber deutlich dafür, dass dein Mann dafür nicht dumm genug ist!!!

Solltet ihr euch scheiden, hast du den Zugewinnausgleich. Seine Kinder erben ohne Testament zu gleichen Teilen. Ihr Erbteil hängt vom Testament und davon ab, ob es noch eine Ehefrau gibt.

Du hast eine völlig falsche Vorstellung von der Ehe als Versorgungsgemeinschaft. Auch verheiratet bleiben die jeweiligen Vermögen unverändert und werden kein Gemeinschaftseigentum.

Der Zugewinn wird bei einer Scheidung dadurch verwirklicht, das die Hälte der Differenz von dem, was jeder Ehegatte vor seinem Ja-Wort besaß und dem, was er bei Tennung hat, demjenigen anfällt, der weniger ehel. Zugewinn erzielte. Bei Tod durch eine Erhöhung des Pflicht- oder Erbteils der/s Witwe/rs.

Warum sollte dein Mann dir da etwas schenken wollen, was dir nie gehörte, nie mit erarbeitet, finanziert oder mitgebaut wurde? Seinen Sohn von dessen Erbrecht auschliessen, nur um deine Tochter zu bereichern?

Es geht nicht darum den Sohn vom Erbe auszuschließen! Jedoch, wenn eine Ehe geschlossen wird und man innerhalb dieser Ehe ein Haus kauft, die Ehefrau aus steuerlichen Gründen nicht arbeiten soll, dann sehe ich das schon so, das die Ehefrau auch zu gleichen Teilen am Haus beteiligt werden soll...... Wie soll denn die Ehefrau Eigenkapital erwirtschaften???

Somit ist es doch sicher verständlich, das dann mein versterben der Frau, die gemeinsame Tochter, den Anteil der Frau am gemeinsamen Haus erhält!???

Da weitere Immobilien existieren, kann der Ehemann ja im Gegenzug die gemeinsame Tochter vom Erbe der weiteren Immobilien ausschließen, oder? Dann ist das doch gerecht.....

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@Fragezeichen60
Es geht nicht darum den Sohn vom Erbe auszuschließen!

Aber erheblich zu benachteiligen, wenn ihm das väterliche Haus nicht zu 1/2, sondern nur noch zu 1/4 gehören wpürde. Das nenne ich faktisch "enterben", wenn ihm noch die Pflichtteilsquote verbliebe.

Jedoch, wenn eine Ehe geschlossen wird und man innerhalb dieser Ehe ein Haus kauft, die Ehefrau aus steuerlichen Gründen nicht arbeiten soll, dann sehe ich das schon so, das die Ehefrau auch zu gleichen Teilen am Haus beteiligt werden soll...

Das sehe ich wie der Gesetzgeber eben anders: Auch in einer Ehe bleiben die Vermögen getrennt voneinander; jeder behält das, was er vor der Ehe hatte oder durch Erbe selbst erwürbe. Bekommt aber nicht das der Gatten hinzu.

Der Nachteil, als Hausfrau uind/oder Mutter keiner Vollzeiterwerbstätigkeit nachzugehen, wird eben bei Scheidung durch Zugewinn- und Versorgungsausgleich während der Ehezeit verwirklicht bzw. duch zusätzlichen pauschlierten Zugewinn zum Erbrecht beim Tod ers Partners, nicht aber durch hälftige Teilhabe am Gesamtvermögen der Ehegatten.

Lebzeitig ist jeder in der Verwendung seines Vermögens völlig frei.

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@ Imager: Es wurde vom Ehemann aus NIE erlaubt, selbst Einnahmen zu generieren oder verantwortungsvoll mit gemeinsamen Finanzen umzugehen. Das bitte mal nicht vergessen!

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@Maerz2019

Frauen brauchen keine Genehmigung ihres Ehemannes, ihrer eigenen Erwerbstätigkeit nachzugehen.

Noch zahlen sie etwas für Miete, Lebenshaltungskosten, Instandsetzungen, Betriebskosten, Urlaubsreisen, Kleidung ... unter dem Dach ihres Gatten, das sollte man auch nicht vergessen.

Und können als Hausfrau Taschengeld beanspruchen.

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