Stehe vor großen Problemen, wie gehe ich weiter vor?

4 Antworten

und das im bestem alter

heißt plus minus 50?

ich werde wohl irgendwann wieder fit

noch mal 2 Jahre? oder 4?

so wie es sich anhört, solltest Du Dich auf Harz4 vorbereiten.

Ich würde ein lückenloses Haushaltsbuch erstellen und die "Betriebskosten" sofort so weit wie irgend möglich senken. Auto weg, ggf günstigere Wohnung suchen, Abos küngigen, Strom- und Telefontarife prüfen, Versicherungen prüfen, keine Fertigprodukte essen, usw. Den lebenstil einzuschränken fällt nicht leicht.

Dann solltest Du vielleicht noch ein paar vorrausschauende Käufe tätigen, solange noch Cash vorhanden ist, als da wären Kleidung, Schuhe, Zahnersatz, Waschmaschine. Die bereits existierenden Schulden kannst Du im Zweifel erst mal an die Wand fahren lassen.

Und dann die Schuldnerberatung.

Guten Morgen !

danke für die Antwort.

ja Logo das Auto werde ich in den nächsten Monaten dann verkaufen müssen.

ich habe derzeit noch die Hoffnung einen Job zu finden. Ich bin erst 32 war topfit und zufrieden bis diese Infektion kam.

es kann gut sein dass ich nach einer noch ausstehenden OP schon wieder deutlich fitter bin. Die wurde aber dank der pandemie auch verschoben. Aber gut das ist ein anderes Thema.

Waschmaschine etc. Ist alles neu.

die Wohnung ist denke ich klein genug mit 52 m2 und die Miete für heute echt günstig, zweifele das ich was günstigeres finde so schnell.

würde eher einen Kumpel einziehen lassen denke ich, als das ich das jetzt auch noch mache.

ich bin auch am überlegen ob ich dann einfach die Family anpumpe..

wie kann man denn so ein P-Konto bekommen?

ich hoffe ja immer noch dass ich was finde was gut machbar ist. noch hab ich ein bisschen Zeit aber ich muss trotzdem für den schlimmsten Fall mich vorbereiten..

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Ich würde wohl das Auto bereits jetzt verkaufen. Während des ALG-II-Bezuges kann das sonst zu unnötigen Komplikationen führen (Anrechnung von Einkommen z.B. bei Erstattung der Versicherung?). Und Du sparst ja auch Kosten wie Versicherung, Steuer etc..

Im worst case kannst Du dann ab Oktober keine/kaum Raten bedienen, wandelst Dein Konto in ein P-Konto um und verhandelst evtl. mit den Gläubigern über Kleinstraten bzw. Stundung.

Du solltest Dich mit einer Schuldnerberatungsstelle in Verbindung setzen.

Ja du hast recht, werde das Auto jetzt noch für die Vorstellungsgespräche und Arzt Fahrten nutzen und dann muss es eh weg. Wird vor alg 2 passieren.

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Tricky die ganze Situation, zumal sich der Arbeitsmarkt in drei Punkten gerade erheblich zuspitzt:

1.) Die Anzahl der Arbeitslosen wird drastisch steigen.

2.) Es strömem viele gute qualifizierte Fachkräfte als vakant auf den Markt, die sich in einer starken Konkurrenzsituation befinden, die in der Wirtschaftsblüte vor Corona bei Weitem nicht so intensiv war.

3.) Unternehmen und Öffentlicher Dienst sparen in/nach der Pandemie gezielt und vehement Personalkosten und verhindern Neueinstellungen.

In der Folge entwickeln sich Jobaussichten für Bewerber mit Handicaps negativ. Versuche bereits jetzt einen Minijob (450,00 €) zu ergattern. Die Freigrenze liegt mit ALG 1 bei 165,- € Selbstbehalt. Ein Schwerbhindertenausweis ist ratsam.

Eine Schuldnerberatung bei Trägern wie Diakonie, Caritas und Co. ist kostenlos aber mit sehr langen Vorlaufzeiten verbunden. Zum Teil wartet man mehrere Monate auf einen Termin.

Hier findest Du differenzierte Hilfe: https://www.forum-schuldnerberatung.de/

Es ist sehr positiv für Dich, dass Du finanziellen Probleme frühzeitig angehst. Denn viele Leute rasseln in die Schulden, weil sie alles verdrängen wollen. Und wichtig: aktuell bitte keine neuen Schulden aufbauen (Ratenkäufe, Online-Handel etc.).

Alles Gute für Dich! :-)

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@Maerz2019

Es wäre auch noch zu klären, inwieweit eine Erwerbsminderungsrente bzw. eine Teilerwerbsunfähigkeit geprüft werden soll/kann/muss. Eigentlich erfolgt doch so ein Verfahren automatisch nach Aussteuerung aus dem Krankengeldbezug, oder?!

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Zu Wohnungsgröße und P-Konto habe ich Dir ja schon in einem Kommentar geantwortet.

Du schreibst, dass Du Dir überlegst, Deine Familie anzupumpen. - Weil Du Dich für den Notfall auf Hartz IV vorbereitest, muss solch ein Geldeingang auf jeden Fall vor dem Monat auf Dein Konto geflossen sein, in dem Du Hartz IV beantragst. Anderenfalls könnte es kompliziert werden. Wird es doch später, dann mach einen Darlehnsvertrag, so wie ich ihn hier als Muster erstellt habe:

https://www.finanzfrage.net/frage/dispositionskredite-auf-bank-ausgleichen-lassen-von-der-mutter#answer-1349199

Dein Auto dürfte maximal 7.500 Euro wert sein. (Sogar jemand, der für wenig Geld mal eine Schrottkiste kaufte und in jahrelanger liebevoller Eigenarbeit ein Schmuckstück daraus machte, musste laut Urteil sein geliebtes Auto als Hartz IV-Bezieher verkaufen, weil sein Schmuckstück sehr viel an Wert gewonnen und mehr als die erlaubten 7.500 Euro wert war.)

Schonvermögen - Freibeträge auf Vermögen bei Hartz IV

https://www.hartziv.org/was-zaehlt-als-vermoegen.html

Als Hartz IV-Bezieher kannst Du Dich von der GEZ befreien lassen (Formular gibt es beim Jobcenter, nur auf Nachfrage, von selbst nicht). Und frage dann beim Öffentlichen Nahverkehr, ob es für Hartz IV eine Ermäßigung gibt (auch dafür dann Formular beim Jobcenter auf Nachfrage).

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Wenn Du Hartz IV beziehst und etwas dazuverdienst, sind die ersten

  • 100 Euro frei
  • von 101 bis 1000 Euro 20% und
  • ab 1001 Euro 10%

(so als Single)

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Wenn Du aus eigener Kraft mindestens 80% das an Einkommen hast, was Hartz IV ausmachen würde (Kosten der Unterkunft = Kaltmiete + Nebenkosten + Heizung) plus Regelsatz (derzeit 432 Euro), könntest Du Wohngeld beantragen. Für den Fall google mit

Wohngeld Wikipedia (die Seite ist gut)

und mit

geldsparen wohngeld rechner (das ist der, den ich empfehle; die Worte genau so)

Wohngeld ist deutlich angenehmer als Hatz IV.

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Stell rechtzeitig vor Beendigung des Alg1 den Antrag für Alg2. Wenn möglich, sechs Wochen vor Ablauf des Alg1, damit keine Finanzierungslücke entsteht. Das ist wegen der Sache mit den Pferden: Wer die Wahrheit sagt (besonders in der gegenwärtigen Zeit), braucht oftmals ein schnelles Pferd, bei Behörden gehen oft lahme, langsame Gäule).

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Vorsorglich meine Hinweise für Arbeitslose (ALG 1 und ALG 2 / Hartz IV) und Aufstocker sowie Grundsicherungsbezieher. Hier gehe ich auch auf das Thema Ämterlotsen ein. - Du wirst leicht erkennen, was auf Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. Dazu schreibe auf das Doppel dort, wo Platz für Stempel usw. ist: "Schreiben unterschrieben erhalten:" (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird - sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen. (Achtung! Anlagen immer als Kopie einreichen. Falls ausnahmsweise mal ein Original verlangt wird, dann davon für die eigenen Unterlagen eine Kopie machen.) - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit

jobcenter unterlagen verloren

und lies auch dies:

Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

und

Die häufigsten Hartz IV Fehler der Jobcenter

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/die-haeufigsten-hartz-iv-fehler-der-jobcenter.php

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Deinen ePersonalausweis musst Du nicht kopieren lassen, alles Wichtige kann davon abgeschrieben werden:

Wann ist das Kopieren des Personalausweises erlaubt

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/wann-ist-das-kopieren-des-personalausweises-erlaubt/

und

LDI NRW: Personalausweis kopieren oftmals nach DSGVO verboten!

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/ldi-nrw-personalausweis-kopieren-oftmals-nach-dsgvo-verboten/

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Deine zur Bearbeitung Deiner Sache erforderlichen Bankbelege legst Du vor - sie werden eingesehen, aber NICHT fotokopiert - lies dazu dies:

Hinweise zur datenschutzgerechten Ausgestaltung der Anforderung von Kontoauszügen bei der Beantragung von Sozialleistungen

https://www.datenschutzzentrum.de/artikel/1109-Hinweise-zur-datenschutzgerechten-Ausgestaltung-der-Anforderung-von-Kontoauszuegen-bei-der-Beantragung-von-Sozialleistungen.html

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Immer wieder kommt es vor, dass Jobcenter / Sozialämter eine aktuelle Mietbescheinigung vom Vermieter verlangen, obwohl Mietvertrag und letzte Mietanpassung eingereicht sowie Bankbelege mit den Mietezahlungen vorgelegt wurden - dazu:

Jobcenter Regensburg: Vermieterbescheinigungen verstoßen gegen Datenschutz

https://kanzlei-hhs.de/jobcenter-regensburg-vermieterbescheinigungen-verstosen-gegen-datenschutz/

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand / Ämterlotsen als Begleitung mitzunehmen. Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

  • Ämterlotsen
  • Behördenlotsen
  • Behördenbegleiter
  • Hartz IV Mitläufer

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

In Hamburg z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

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A C H T U N G ! - sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir eine der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative / Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung wurde das Gesetz für Hartz IV-Bezieher krass verschärft, und das kann sehr schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

Das Jobcenter kann dann ihren "Kunden" berechnen, was das Jobcenter hätte sparen können, hätte der "Kunde" die Anweisung befolgt und dadurch Arbeit gefunden - und das nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für künftige Jahre. (Das ist also ein Schauen-wir-mal-in-die-Glaskugel-Gesetz, völlig gaga, leider aber real.) Und das kann sehr, sehr, sehr teuer für den "Kunden" werden.

U n d :

Sollst Du im Jobcenter eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) unterschreiben, unterschreibe sie nicht dort, nimm sie mit nach Hause!! - Geh auf YouTube und gib dort ein: Eingliederungsvereinbarung. - So bekommst Du viele wertvolle Infos zu diesem Thema.

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