Statt Beitragsrückerstattung Altersrückstellung erhöhen ?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wäre eigentlich logisch. Nur gehen ja viele wegen der Rückerstattungen zu den Privaten. Ohne Rückerstattung und mit von Anfang an deutlich höheren Beiträgen würde sich ein faires Produkt ergeben, das wegen der fehlenden Familienversicherung auch noch etwas billiger sein könnte als die gesetzliche.

Nur fehlt dann vertrieblicherseits ein Großteil des Anreizes für den Verkauf (nämlich die deutlich niedrigeren Beiträge).

Glaubst du wirklich, das ein grosser Teil derer die freiwillig in einer PKV sind, dieses wegen der Beitragsrückerstattung machen und nicht wegen der anderen Leistungsbreite ?

Das mit der Famileinversicherung ist ja eine ganz ander Geschichte, es geht ja darum, dass ich ja eigentlich nicht auf eine BRE bauen kann, da ich die Erkrankungen eines Jahres ja nicht absehen kann. Somit muss ich erst einmal davon ausgehen, dass mein Jahresbeitrag kommplett weg ist. Sollte ich nun ein Jahr gesund bleiben und weiß super nun fliesst eine BRE in meine Altersrückstellung und ich habe später weniger an Beitrag zu zahlen, tut es mir nicht weh, denn es ist ja eigentlich schon weg gewesen. Zudem haben die PKV statt eines Auszahlungsbetrages einen Anlagebetrag.

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@silberheim

Ich habe schon geschrieben, dass das nicht unlogisch ist.

Versicherungen haben leider die etwas andere Logik, nach der jemand der erst mal privat versichert ist nur schwer zurück kommt. Es ist deshalb weniger wichtig, wie teuer die Versicherung im Alter wird sondern wie interessant sie dann ist, wenn die Leute das Wechseln überlegen.

Beim Wechsel ist zwar auch die Leistungsbreite von Bedeutung, wenn du dir aber die Tarife genau anschaust, die verkauft werden, scheint das Thema nicht ganz so oder nur für einen Teil der Interessenten wichtig zu sein. Andere sehen die Ersparnis und sie sehen die Beitragsrückerstattungen.

Dein Problem existiert dagegen in der Praxis nicht, auch wenn die PKV bestimmt irgendwann - jedenfalsl bei Neuabschlüssen - dazu verdonnert werden. Du kannst die Rückerstattung schließlich selbst mit dem Geld anlegen, das du für zukünftige Beitragserhöhungen sowieso monatlich zurück legst. Besser als eine Versicherung sollte man das hinbekommen.

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Die KalV bestimmt gesetzlich wie ein PKV Tarif zu berechnen ist. Und individuelle AR gibt es per Definition nicht. Auch ist die Preisfindung eine PKV ist nicht willkürlich, sondern unterliegt strengen Anforderungen des VAG Gesetzes.Die Kopfschadenpauschalen die ein Mensch für die Absicherung in seinem Leben benötigt sind für alle Versicherer gleich. Das ist von der Geburt bis zum Tode etwa 350.000 Euro. Wenn man nun Leistungen herausnimmt, SB einführt etc dann ergibt sich der kalkulatorische Preis einer PKV. Da ist wenig Spielraum für Hütchenspielertricks.

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In jeder Antwort liegt ein bisschen Wahrheit. Die Berechnung eines Tarifes mit Beitragsrückerstattung ist nun mal so festgelegt und wird dementsprechend auch so gehandhabt. Wenn Du Erstattungen zurück erhältst, dann kannst Du diese entweder verbrauchen, einen schönen Urlaub o.ä., oder du sparst dieses Geld für was auch immer. Kommt ja sicher nicht regelmäßig, weil jeder Mal irgendwas hat. Wichtiger ist aber die Überlegung, lohnt sich für mich überhaupt die PKV. Es gibt mittlerweile viele Beispiele, wie Kunden "zur PKV überredet wurden" mit niedrigen Beiträgen, geringer Selbstbeteiligung und guten Leistungen. Vielen wird mittlerweile Himmelangst (und das scheint mir bei der bangen Frage auch so zu sein), dass die Beiträge im Alter nicht mehr bezahlbar sind. Dazu kommt, man hat als Selbständiger keine Alternative und als über 55-jähriger überhaupt keine Chance mehr sich dagegen zu wehren und aus der PKV auszusteigen. Ich habe ein Beispiel, bei dem man davon ausgehen kann, dass sich die Beiträge in den letzten 20 Jahren aller 10 Jahren verdoppelt !!! hat. Wenn man als Selbständiger dann mit 57 feststellen muss den Betrieb aufzugeben oder die Einnahmen nicht mehr so fließt wie mit 35, was dann? Und noch was zur Zusatzleistung Altersrückstellung. Beitrag ca. 100,00? ergibt eine Zusatzleistung mit Renteneintritt von ca. 160,00€ In den Bedingungen steht aber, dass die Beiträge für diese Leistung weiter gezahlt werden! Es sollte sich jeder gut überlegen, ob er in eine PKV aus der GKV wechselt. Es kann keiner sagen was in 20 Jahren ist. Im Vertrieb allerdings verdient man damit gutes Geld. Junge Leute überzeugt man da noch mit niedrigen Beiträgen und gegen die Beitragserhöhungen kann man sich kaum wehren! Und spätestens mit 55 ist man Gefangener der PKV. Viele sind schon komplett ausgestiegen um nicht völlig zu verarmen, weil sie die Beiträge nicht mehr bezahlen können. Aber darüber redet man nicht.

Vollkommen korrekt. Zuerst steht immer die Prüfung GKV versus PKV. Die Motivation für eine PKV liegt in der Leistung und nicht in den Kosten. Die PKV ist kein Sparschwein. Reale Beitragsverläufe findet man bei der alten Oldenburger. Das man nach 55 nicht mehr in die GKV kommt ist so nicht richtig. Richtig ist, das Voraussetzungen zu erfüllen sind. Wenn mit 60 ein Finanzierungsproblem hat so wird dieses auch die GKV betreffen Nr in dem Konzept zum Vermögensaufbau bei der Altesvorsorge ist etwas schief gelaufen. Richtig, nicht jeder sollte in die PKV, der das dürfte. Wenn PKV dann bitte keine Einsteigertarife und erst Recht kein häufiger Wechsel. Denn dann ist Beitragsexplosion die logische Folge.

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