Spread bei Anleihen - wie interpretieren?

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2 Antworten

der Spread ist sehr hoch. Das weist auf mangelnde Liquidität hin bzw. auf die Risiken, die der Markt sieht.

Nimm doch mal eine Staatsanleihe zum Vergleich. Dort ist der Spread minimal.

Nimm den Spread und schau dir den Kupon an. Bei Anleihen guter Bonität würde es Jahre dauern, die 4,75% über Kuponzahlungen auszugleichen.

Der Spread ist der Unterschied zwischen Kauf und Verkaufkurs. Bei liquiden Anleihen liegt der um die 20 Cent bis zu 50 Cent. Also 0,20% bis 0,50%. D.h. ein Spread über 1% ist schon viel, ein Spread über 4,75% ist gigantisch und nur bei sehr illiquiden bzw. spekulativen Anleihen möglich. In der Regel versucht man hier ein Kauf / Verkauf irgendwo in der Mitte zu fixieren. Auf dem Spread würde ich persönlich nichts kaufen und nur mit Limit arbeiten. Ich bin davon überzeugt, daß hier die Rendite weit über 7% liegt und es sich um Spekulative Anleihen handelt. Zu bedenken ist, wenn man solche Anleihen mal wieder verkaufen will, es nur mit einem sehr hohem Abschlag überhaupt möglich ist. Sollte sich die Qualität der Anleihe noch dazu verschlechtern liegt man sehr schnell 10 bis 15% oder auch mehr schief. Ich würde mir ein Investment ( es kann man nicht Investment nennen, sondern eher Sepkulation) in solchen Anleihen sehr überlegen, denn solche Anleihen sind sehr gefährdet und eine Pleite nicht ausgeschlossen. Nichtsdestotrotz kann man hier ein Schnäppchen machen, wenn jemand mit Abschlag verkaufen möchte und man selbst ein Kauflimit platziert hat und das Unternehmen gut kennt, so daß man persönlich nicht an eine Pleite glaubt.

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