Spielt es im Erbfall eine Rolle, dass Haus von einem Elternteil eingebracht wurd? Grundbuch Beide!

3 Antworten

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die, die im Grundbuch stehen, sind die Eigentümer. Und sollte die Mutter sterben, dann erbt der Mann allein, wenn Berliner Testament, oder eben auch die Kinder.

Es könnte einen Unterschied bei der Vermögensteilung machen im Scheidungsfalle. Dann gehört das Haus zum Anfangsvermögen der hier genannten Mutter. Nur ist das ein ganz anderer Fall und hat mit dem Erbe per se nichts zu tun.

Spielt es im Erbfall eine Rolle, dass Haus von der Mutter eingebracht wurde?

Nein. Der grundbuchliche Miteigentumsanteil der Immobilie von 1/2 ginge mit 1/4 auf dem Ehemann und 1/4 anteilig gleichmäßig auf all ihre (!) Kinder automatisch über, wenn diese gesetzliche Erbfolge nicht durch Testament abweichend geregelt würde..

G imager761

Die Zugewinngemwinschaft funktioniert so, dass das am Ende der Ehe das Anfangsvermögen den einzelnen Ehepartnern wieder zugeschlagen wird. Was übrig bleibt wird geteilt.

Wenn das Anfangsvermögen nur aus dem Haus bestand, würde der Mutter hier zunächst ein satter Anteil zufallen. Die Frage ist natürlich, aufgrund welchen Rechtsgeschäfts die Eintragung des Mannes ins Grundbuch erfolgte. Handelte es sich um eine Schenkung der Haushälfte, so spielt das Einbringen in die Ehe natürlich keine Rolle mehr.

Hier ist nach Erfolgeregelung gefragt, nicht nach Zugewinn :-O

Ihr Vermögen, egal wann erworben oder wie eingebracht, verteil sich hälftig auf den Ehemann und hälftig auf all ihre Kinder. So wie der Miteigentumsanteil demnach allen Hinterblibenen zufällt: Sie würden automatisch anteilig Hauseigentümer.

G imager761

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@imager761

Genau, und um ihr Vermögen erstmal festzustellen, muss die Zugewinngemeinschaft aufgelöst werden.

Während der Zugewinngemeinschaft gibt es nur gemeinsames Vermögen.

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@Mikkey
Während der Zugewinngemeinschaft gibt es nur gemeinsames Vermögen.

Eben nicht: Die Vermögen der Eheleute im gesetzl. Güterstand bleiben getrennt vorneinander wie sie vor der Eheschliessung waren:-O
Sie können sich währemnd der Ehe unterschiedlich stark entwickeln, (Hausfrau, Erbe, Lottogewinn) und deswegen berechnet jeder Eheparner seinen Zugewinn für sich und bei Auflösung der Ehe durch Scheidung bekäme derjenige, der weniger ehel. Zugewinn erzielte, die Hälfte der Differenz der beider Zugewinne.

Bei der Auflösung der Ehe durch Tod wird hintegegn garnichts berechnet: Hier bekommt der Witwer pauschalierten Zugewinn in gkleicher Höhe seines gesetzl. Erbrechts von 1/4 dazu.

Genau, und um ihr Vermögen erstmal festzustellen, muss die Zugewinngemeinschaft aufgelöst werden.

Falsch. Ehemann und Kinder teilen sich im Erbfall der Ehefrau und Mutter hälftig das, was von dem Vermögen der Verstorbenen abzügl. ihrer Beerdigungskosten und (gemeinsamen) Schulden verbliebe: Den grundbuchlich (hälftigen?) Miteigentumsanteil am umgebauten Haus und ihre sonstigen Nachlassgegenstände.

G imager761

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