Spesenzahlung - Steuerlich behandelt

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Ich wäre vorsichtig mit solchen Dingen. Hier in Minden gab es eine Firma die bundesweit Kläranlagen gebaut hat und die Mitarbeiter dorthin entsendet hat. Die haben alle natürlich jedes Wochenende die Heimfahrten vom Arbeitgeber bezahlt bekommen via Spesenabrechnung obwohl sie nicht gefahren sind. Das ging jahrelang gut bis der Chef angeklagt wurde wegen Bestechung. Er hatte in den neuen Bundesländern den Bürgermeistern große Klärwerke aufgeschwatzt und wohl auch bestochen. Dann kam die Steuerprüfung in den Betrieb. Der Oberbuchhalter wurde Kronzeuge und plauderte alles aus. Die betroffenen Mitarbeiter erhielten Steuernachzahlungen ins Haus. Aus meinem Bekanntenkreis war auch jemand dabei. Deshalb weis ich das so genau. Er hat die 1800€ gezahlt.

die Frage ist damit aber in keinster Weise beantwortet........

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@blnsteglitz

es geht hier nicht um Heimfahrten, es geht darum, dass man mehrere Tage von zu Hause weg ist, dafür Spesen bekommt. Dass man, wenn man in den freien Tagen zu Hause ist keine erhält, ist logisch.

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Steuerfrei sind Zuschüsse, soweit die die in § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 5 EStG genannten Pauschbeträge nicht übersteigen. Dort heißt es:

Mehraufwendungen für die Verpflegung des Steuerpflichtigen, soweit in den folgenden Sätzen nichts anderes bestimmt ist. 2Wird der Steuerpflichtige vorübergehend von seiner Wohnung und dem Mittelpunkt seiner dauerhaft angelegten betrieblichen Tätigkeit entfernt betrieblich tätig, ist für jeden Kalendertag, an dem der Steuerpflichtige wegen dieser vorübergehenden Tätigkeit von seiner Wohnung und seinem Tätigkeitsmittelpunkt a) 24 Stunden abwesend ist, ein Pauschbetrag von 24 Euro, ...

Vielleicht gehst Du nochmal in Dich und erinnerst Dich, wo Du etwas von dem doppelten Betrag gelesen hast?

@guterwolf

Das mag sein, aber aus dem §40(2) lese ich nicht das:

Der AG zahlt dann nur 25% pauschale Steuer für 50% der ausgezahlten Spesen

sondern, daß der AG 25% auf die gesamten Spesen zahlt. Damit könnte er aber auch den 24€ übersteigenden Betrag normal versteuern.

Vielleicht gibt's noch bereits gemachte Erfahrungen in dieser Hinsicht.

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Duales Stuidum: Kann man bei folgendem Sachverhalt einen Verlustvortrag geltend machen bzw. kann man in diesem Fall nur die Lohnsteuer geltend machen?

Guten Abend,

ich befinde mich momentan in einem Dualen Studium. Dadurch studiere ich, bin allerdings gleichzeitig in einem Arbeitsverhältnis.

Meine Lohnsteuern für 2018 sind ca bei 150€, da das Studentengehalt recht gering sind.

Diese kann ich per Pauschbetrag der 1000€ ja geltend machen.

Nun kommt allerdings folgendes hinzu:

Auslandssemester Singapur Spesen: 141 Tage * 53 = 7473€

Praxissemester in Indien: AG hat 50% Spesen gezahlt also noch: 66 Tage 18= 1188€

Dazu kommen noch Laptop, Weg in die Arbeit (teilweise dort zur Miete gewohnt 280€ pro Monat) + teilweise jeden Tag gefahren (60km pro einfache Fahrt / 120km pro Tag), Weg in die Hochschule, Druckkosten, etc.

Kann man bei diesem Sachverhalt einen Verlustvortrag machen? Oder kann ich nur die Lohnsteuer zurückbekommen?

Bruttolohn ist: 1130€ + insgesamt nochmal ca. 1000€ Urlaubs + Weihnachtsgeld

Vielen Dank für eure Hilfe!



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Spesen aufgrund Projekteinsatz erhalten?

Hallo zusammen,

ich werde mich demnächst im Projekteinsatz in einer anderen Stadt befinden und wollte Euch nun fragen, ob ich berechtigt bin, Spesen von meinem Arbeitgeber zu erhalten.

Zur Konstellation:

Ich bin Angestellter einer GmbH mit Hauptsitz in A. Hauptsitz A ist dabei gleichzeitig meine Arbeitsstätte (laut Arbeitsvertrag) als auch Wohnort. Projekteinsatz soll demnächst jedoch in einer anderen Stadt, B, sein. Das Unternehmen hat jedoch auch in B eine Geschäftstelle.

Mir wurde mir zugesichert, dass ich eine Projektwohnung erhalte und eine monetäre Entschädigung aufgrund der langen Hin- und Rückfahrzeiten.

Nun meine Frage:

Muss mir das Unternehmen den üblichen Verpflegungsmehraufwand bezahlen? Mich macht nämlich die Geschäftsstelle B stutzig.

Wenn Informationen fehlen sollten, ergänze ich diese.

Besten Dank für Eure Hilfe!

Achilles

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Dozententätigkeit nebenberuflich-freiberufler oder Gewerbe

Mein Schwiegersohn ist für die Bahn-AG nebenberuflich als Dozent tätig aber verdient über den Gewerbesteuerfreibetrag. Deshalb hat er auch seine Rechnungen als Freiberufler ohne Umsatzsteuer geschrieben. Nun hat ein Mitarbeiter vom FA ihm erklärt, dass er einer gewerblichen Tätigkeit nachgeht und deshalb Umsatzsteuerpflicht hat. Er übermittelt als Dozent (selbst Meister Elektrotechnik) bei von der Bahn-AG festgelegten Seminaren von der Bahn-AG festgelegte Themen und Inhalten zu Elektrotechnik speziell der Bahn-AG. Die Tätigkeit und auch Rechnungslegung beinhaltet ausschließlich "Lehrstoff zu vermitteln". Ich selbst bin als Buchhalterin tätig aber bitte Euch um Hilfe, wie ich dem FA klar machen kann , dass hier eine Freiberufliche Tätigkeit vorliegt. Beonders wende ich mich an wfwbinder, weil er hat mir 2013 schon einmal geschrieben, dass Dozent= Freiberufler. Sollte ich das durchsetzen können, wie ist dann weiter zu verfahren, denn alle Rechnungen 2014 sind natürlich mit UST. Kann man jetzt für 2015 die schon erstellten Rechnungen korrigieren und die UST an Rechnungsempfänger zurück zahlen, obwohl schon für 01-04/2015 eine Umsatzsteuervoranmeldung erfolgte. Für Eure hilfreichen Antworten bedanke ich mich im voraus.

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Spesen Sonderfall

Hallo, Ich frage hier im Auftrag meines Bruders.

Es geht um Spesen.

Situation:

-Arbeitsweg >5Stunden.

-häufig wechselnder Einsatzort

-beinahe Täglich länger als 24 Stunden unterwegs!

-Er hat keinen Arbeitsvertrag!(Ja ich weiß )

-Arbeitgeber bezahlt Unterkunft Wir haben das mal überschlagen, müssten locker 500€ Spesen sein.

Entscheidend ist, dass er ihm keine Spesen auszahlt, mit der Begründung, er würde für die Unterkünfte aufkommen.

Braucht mein Bruder eine Spesenabrechnung vom Arbeitgeber für seine Steuererklärung?

Ist es rechtens als Arbeitgeber Spesen einzubehalten, auch wenn die unter Umständen höher ausfallen als seine Ausgaben für Unterkünfte?

Woraus setzen sich Spesen zusammen? Sind Spesen dazu da die Unterkunft zu finanzieren oder die Mehrkosten zu decken? Ist Kilometergeld /Fahrtkosten mit enthalten?

Vielen Dank


Ein Fehler zu machen ist nicht schlimm. Zweimal den gleichen zu machen, spricht jedoch für Dummheit!

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Kann ich die Tätigkeit beim Kunden meines Arbeitgebers, dem Finanzamt als Dienstreise "verkaufen"?

Ich arbeite in der häuslichen Pflege bei einem Behinderten in seiner Wohnung. Meine Dienste dauern immer 24 Stunden. Ich habe ca. 2 Dienste pro Woche. Gerne würde ich Verpflegungsmehraufwand geltend machen. Ob dies anerkannt wird, steht scheinbar in direktem Zusammenhang mit der Frage nach der regelmäßigen Arbeitsstätte. Sollte der Ort meiner Tätigkeit (also beim Kunden) nicht als regelmaßige Arbeitstätte definiert sein, was ich mir nicht 100 prozentig beantworten kann, müsste ich doch jeden meiner Dienste als Dienstreise darstellen können und könnte dann den Verpflegungsmehraufwand geltend machen. Habe ich da Chancen? Das folgende Zitat macht mir Hoffnung:

Reisekosten – Langfristiger Kundeneinsatz führt nicht zu regelmäßiger Arbeitsstätte

Mit Urteil vom 9.7.2009 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass es sich nicht um eine regelmäßige Arbeitsstätte im Sinne des Einkommensteuergesetzes handelt, wenn der Arbeitnehmer beim Kunden seines Arbeitgebers tätig wird. Dies gilt selbst dann, wenn der Arbeitnehmer dort längerfristig eingesetzt wird.

Die Folge ist, dass der Arbeitnehmer die Kosten für die tatsächlich gefahrenen Kilometer zum Kunden steuerfrei erstattet bekommen bzw. als Werbungskosten geltend machen kann und nicht auf die Entfernungspauschale von EUR 0,30 pro Entfernungskilometer beschränkt ist. Der Bundesfinanzhof bestätigt mit diesem Urteil seine jüngere Rechtsprechung, wonach nur eine betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers eine regelmäßige Arbeitsstätte sein kann – nicht aber die betriebliche Einrichtung eines Kunden.

Die Finanzverwaltung hat sich dieser Auffassung inzwischen angeschlossen.

Außerdem steht bei Wikipedia folgendes unter Reisekosten:

„Reise“ ist als gleichzeitige Abwesenheit von der Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte definiert. Beruflich oder betrieblich veranlasst ist eine Reise, wenn die private Lebensführung den Zweck der Reise nicht oder nur unwesentlich berührt; Abgrenzungsfragen hierzu behandelt der Artikel Dienstreise.

Reisekosten umfassen Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand und Reisenebenkosten. Steuerlich voll anerkannt wurden sie bis Ende 2007 aber nur bis zu einer gewissen Dauer der Reise (deutsches Steuerrecht i. d. R. 3 Monate, österr. teilweise kürzer). Dauerte die Reise länger, nahm das Finanzamt im Regelfall an, dass der Mittelpunkt der Lebensführung an den Ort der Auswärtstätigkeit verlagert wurde. Der Ort der auswärtigen Tätigkeit wurde dann als neue regelmäßige Arbeitsstätte angesehen. Diese Auffassung wurde durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 9. Juli 2009 aufgehoben.[1] Damit sind Fahrten zum Kunden immer als Dienstreise anzusehen, egal auf welche Dauer sie angelegt sind.

Vielen Dank im Voraus!!!

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Azubi Werbungskosten / Fahrtkosten

Guten Tag!

Ich bin Azubi im 1. Lj und habe einige Fragen zum Thema Werbungskosten / Fahrtkosten etc. Leider habe ich keinen Überblick mehr.

Zu meiner Person: - Azubi erstes Lehrjahr (bis September ´13, dann im 2.) [meine erste Ausbildung] - Bruttogehalt: ca. 730,00€ - Nettogehalt: ca. 570,00€ - ledig - eigene Wohnung

Arbeitsort (Betrieb): Düsseldorf (Fahrten werden vom AG übernommen) Berufsschule: Köln (ca. 70 Km vom Wohnort entfernt) / Blockunterricht

Meine Frage bezieht sich auf die Fahrten zur Berufsschule, da dies so hohe Kosten sind. Leider kann ich nur mit dem Auto zur Berufsschule fahren, da ich mit öffentl. Verkehrsmitteln immer zu spät kommen würde (habe auch nachgefragt ob das schlimm sei, da ich einen Notenschnitt von 1-2 habe... leider nicht). Die Fahrt mit öffentl. Verkehrsmitteln beträgt zudem mit 1 Stunde 35 Min pro Strecke mehr als die Zumutbare Zeit (3 Std. Hin+Rückweg lt. Gesetz)

Nun meine Frage: Kann ich die mir enstehenden Fahrtkosten auf irgendeine Weise zurückbekommen? - Werbungskosten / Steuern?: Leider kenne ich mich auf dem Gebiet nicht aus, habe aber immer wieder davon gelesen: 0,30€ pro gefahrenem KM bei Berufsschulfahrten, da diese als Dienstfahrten gelten. Kann mir jemand sagen ob das stimmt? Wenn Nein wieso nicht? Wenn ja, wie gehe ich das an?

  • Arbeitgeber: Ist der Arbeitgeber eventuell verpflichtet mir die Kosten zu erstatten? Zumal mir diese Berufsschule zugewiesen wurde, obwohl ich den Wunsch geäußert habe auf eine nur 20km entfernte zu kommen (dort werden auch Azubis aus dem Betrieb ausgebildet)

Gibt es irgendwelche Möglichkeiten Geld zurück zu bekommen?

Da die Berufsschulblöcke immer 6-7 Wochen sind entstehen mir in dieser Zeit immer Kosten von über 500-750€.

Vorweg: - Zu den Eltern zurückziehen ist keine Option da ich nun seit 4 Jahren auf eigenen Beinen stehe und 23J alt bin) - Umziehen ist ebenso keine Option da die Mietpreise in Köln das doppelte und dreifache sind. Und ich weiß ja noch nicht wo ich nach der Ausbildung arbeite.

Ich hoffe ich habe alles ausführlich genug erläutert und einigermaßen übersichtlich geschrieben.

Bitte um Hilfe und VIELEN DANK im voraus.

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