Spesen abrechnen als Freiberufler - wie enthaltene USt behandeln und selbst ausweisen?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Thema hatten wir schon x-mal hier.

Warum will der deine Belege sehen? Was will er damit?

Willst du beim Bäcker auch die Mehlrechnung ansehen oder die Fahrtkostenberechnung zur Mühle? Oder kaufst du das Brötchen zum vereinbarten Preis?

Alles wenig Hilfe für den Fragesteller! Siehe bei der Antwort von Meandor, wie es hilfreich wäre.

Es geht nämlich nicht um die Mehlrechnung für Brötchen, da der Bäcker kein Freiberufler ist, sondern allenfalls um die Bäckerrechnung, wenn Du als Unternehmer bei ihm 30 belegte Brötchen (für € 2,50/Stück) für Deine Geschäftsfreundetreffen bestellt hast und ihm zusätzlich die nachgewiesenen Auslagen für das (Bäcker)Taxi zahlen sollst.

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@LittleArrow

da der Bäcker kein Freiberufler ist

Also welche Einkunftsart der Bäcker erzielt, dürfte wohl völlig unerheblich sein für seine Kalkulation. Ob der Fragesteller Freiberufler ist, ist ja auch ebenso ungewiss wie egal.

Die Pizzadienste hier in der Gegend bieten Dienstleistungen. Beispielsweise bieten sie an, mir eine Pizza ins Haus zu liefern, wenn ich beispielsweise 10 Euro dafür bezahle.

Da braucht mir der Pizzamann weder Fahrtenbuch noch Tankrechnung zu zeigen.

Wenn der Kunde des Fragestellers also eine Dienstleistung bestellt, dann ist es Sache des Dienstleistenden, seine Preise zu kalkulieren. Am Ende kommt ein Preis heraus, der der Umsatzsteuer zu unterwerfen ist, ohne dass der Dienstleister seine Kalkulation offenlegen muss.

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@EnnoBecker

Der Pizzamann kalkuliert und quotiert eben anders als der Bäcker, Dolmetscher oder Unternehmensberater.

Die Offenlegung der Kalkulation oder Teilen davon kann doch ganz einfach ein Vertragsbestandteil sein. Solche Regelungen kommen in der Realität vor und sollten nicht einfach (aus Unkenntnis?) als Unsinn bezeichnet werden.

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@LittleArrow

Was in der Realität vorkommt und was richtig ist, ist nicht immer deckungsgleich.

Wenn einer fragt, ob es erlaubt ist, in der 30er Zone 70 zu fahren und der Antworter aus dem Bußgeldkatalog zitiert, dann hat er nicht deshalb unrecht, weil der Fragesteller nicht erwischt wurde. Aus diesem überspitzten Gedanken heraus fällt es mir schwer zu antworten, dass eine Weitergabe von Belegen zur Abrechnung statt zu Beweiszwecken korrekt sei, nur weil es gemacht wird.

Es bleibt dabei: Der Auftraggeber zahlt ein Honorar und behandelt es steuerlich entsprechend. Aus die Maus.

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@EnnoBecker

Ich hatte bereits gestern geschrieben "Der Freiberufler berechnet lt. Dienstleistungsvertrag für seine Leistung z. B. € 500/Tag plus Auslagen (Fahrtkosten, Hotel, steuerliche Tagespauschale). Die Fremdkosten (z. B. Hotel, Bahnfahrkarte, Taxi, Flugticket) sind üblicherweise durch Belegkopien nachzuweisen, aber dies ist kein steuerliches Problem!". Für Dich hätte ich natürlich noch schreiben müssen "zuzüglich MWSt"; mir war das klar. Die genannten Originalfremdbelege bleiben beim Dienstleister und nicht beim Auftraggeber.

Die umsatzsteuerliche Behandlung (Ausweis der Umsatzsteuer) auf der Dienstleisterseite in der Rechnung hat Meandor schon gestern in der Antwort beschrieben. Das steht daher gar nicht mehr zur Debatte.

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@LittleArrow

Ich weiß gar nicht, warum du so auf Krawall gebürstet bist. Je länger wir schreiben, desto näher kommen wir uns.

Lass mal die Emotionen raus, die interessieren den Fragesteller ohnehin nicht. Der braucht eine Handlungsempfehlung.

Wie lautet die?

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@EnnoBecker

ich habe hier auch andere Fragen zu dem Thema gelesen. Jetzt ist es mir klar.

Danke!

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@studiNfree

Super! Ziel erreicht und Frage beantwortet. Viel Glück und Erfolg bei Deinen Aktionen.

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Wie rechne ich Fahrtkosten und Spesen als Kleinunternehmer und GbR ab?

Nehmen wir an A und B haben zusammen eine GbR gegründet.

Diese GbR stellt eine Dienstleistung an Unternehmen C. Im Zuge der Dienstleistung entstehen Fahrtkosten (30ct/Kilometer) insgesamt 100€ und zudem fallen Verpflegungskosten insgesamt 11,9€ Netto an. Die GbR stellt dem Unternehmen C nun eine Rechnung i.H.v. 1110€ +19% MwSt.(1000€ für die Dienstleistung + 10€ Bruttobetrag der Verpflegungsaufwände und 100€ Fahrtkosten.). Da alles von Gesellschafter A geleistet wurde, möchte dieser das Geld von der GbR zurückbekommen. Er nimmt die Kleinunternehmerregelung in Anspruch und stellt seine Leistung über 1000€ zzgl der 11,90€ Verpflegung in Rechnung. Dabei wird natürlich keine MwSt. ausgewiesen und die Originalbelege der Verpflegung gehen an die GbR. Die GbR reicht die Belege für einen Vorsteuerabzug beim Finanzamt ein und zahlt die 190€ USt. für die Dienstleistung an das Finanzamt. Damit sollte bis auf die Fahrtkosten alles steuerlich korrekt abgegolten sein. Liege ich damit richtig?

A ist zu diesem Auftrag 333,3 km mit seinem Privatwagen gefahren und hat lt. der Kilometerpauschale von 30ct insgesamt einen Aufwand von 100€. Wie wird das ganze jetzt steuerlich geltend gemacht. Rein logisch gäbe es für mich hier 2 Möglichkeiten.

1. Die GbR macht die Kosten beim Finanzamt als Fahrtkosten geltend und A bekommt 119€. In diesem Fall würde A 0,357€/km bekommen. Die Frage hier ist, wer zahlt die Steuern, Ist es damit abgegolten, dass A bereits bei Sprit, Kfz.Steuer etc gezahlt hat.

2. Die GbR zahlt auch davon 19% an das Finanzamt, wodurch A nur 30ct bekäme. Bei dieser Variante würde das Finanzamt aber doppelt kassieren, da für die Fahrt ja o.g. Steuern (Sprit etc.) bereits gezahlt wurden. Welche der zwei (oder welche weiter Möglichkeit) wäre steuerrechtlich korrekt?

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