Spekulationssteuer/privatesVeräußerungsgeschäft bei Verkauf eines (über die Lebenspartnerin unseres Vaters) geschenkten Ackers (aus seinem Erbe an sie)?

1 Antwort

Bezüglich der Spekulationssteuer gilt nach Erbschaften/Schenkungen das Erwerbsdatum des Vererbenden, das ist die Fußstapfentheorie. Damit sind 10 Jahre also weit überschritten und es sollte keine Steuer auf den Veräusserungsgewinn anfallen..

Für die Schenkungssteuer gilt der Wert zum Schenkungsdatum und ein Freibetrag von 20.000. Aber das sollte doch nach 4 Jahren schon erledigt sein. Der Notar muss die Schenkung dem FA gemeldet haben, und das FA konnte dann zu einer Schenkungssteuererklärung auffordern. Kam da nichts? Ich weiss leider nicht, wann die Verjährung eintritt.

Vererbt wurde ja nicht direkt, sondern geschenkt durch die Lebenspartnerin 2017. Diese hatte es geerbt 2015 von unserem Vater.

In 2017 kam nichts bzgl. Schenkungssteuer.

Jetzt 1/2022 wird der in 2017 geschenkte Acker nun von mir veräußert.

Also 4 1/4 Jahre nach Schenkung. Und insgesamt 6 Jahre nachdem die Schenkende, es von unserem Vater geerbt hatte. Läuft die 10 Jahresfrist also ab 2015 wo die Schenkende es geerbt und 2017 mir geschenkt hat? Oder wo der ursprüngliche Erblasser es erworben hat ?

Oder ist der Gewinn eh gleich Null, da der Wert zum Zeitpunkt der Schenkung = dem jetzigem Verkaufswert ist. ( Schenkungsfreibetrag wären ja aber nur 20.000€). Die Schenkung wurde 2017 vom Notar mit Grundbucheintragung dem Finanzamt angezeigt und keine Schenkungssteuer erhoben.

Aber wenn die Schenkung jetzt für 150.000 verkauft wird?

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@HiHPetra

Ja, das hatte ich schon verstanden.

1. Es gilt das Kaufdatum Deines Vaters für die Haltefrist bzgl. der Spekulationssteuer. Dieses hat er seiner LG mitvererbt und sie hat es an Dich mitverschenkt. Seit seinem Kauf sind mehr als 10 Jahre vergangen, also keine Einkommensteuer auf Veräusserungsgewinn.

2. Warum Du nun damit die Schenkungssteuer in Verbindung bringst, verstehe ich nicht. Die Schenkung war in 2017 und ist damit doch schon lange abgewickelt.

Ob der damalige Wert der Schenkung ( der ja offenbar mit unter 20.000 angegeben wurde, sonst wäre Schenkungssteuer erhoben worden) nun noch nach über 4 Jahren vom FA anders bewertet wird und nach über 4 Jahren noch eine Schenkungssteuererklärung für 2017 verlangt werden kann, weiss ich nicht.

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@Privatier59

Ich wusste doch, dass sich noch jemand zur Verjährung äussern wird. Die gilt ja vermutlich auch, wenn das FA von dem geringen Wert ausgegangen ist, der im Notarvertrag genannt wurde? Immerhin hatten sie 4 Jahre Zeit, das zu überprüfen. Oder greift eine Änderungsvorschrift in der AO?

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@Andri123

Den Notarvertrag erhält die für die Grunderwerbsteuer zuständige Stelle der Finanzbehörde. Die für die Schenkungsteuer zuständige Stelle wird davon nur Kenntnis bekommen wenn die Sache an die weiter geleitet wird.

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@Privatier59

Das FA wurde 2017 durch den Notar von der Schenkung informiert. Ein Wert der Schenkung wurde im Vertrag nicht benannt. Es war damals Bauerwartungsland und ist es heute. Durch die geänderte Bausituation der Stadt ist jetzt ein Verkauf lukrativ Danke für die Antworten

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@Privatier59

Da die notarielle Schenkung in 2017 vom Notar angezeigt wurde, kann also 2022 keine Schenkungssteuer mehr kommen. Wenn der Schenkende aber bis 2027 verstirbt (10 Jahresfrist) ?

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