Spekulationssteuer - Hälfte des Hauses von Partner abkaufen?

1 Antwort

ES gibt kein Spekulationssteuergesetz, also auch keine Spekulationssteuer.

Theoretisch könnte Einkommensteuer bei Deinem ExPartner anfallen, wenn er für seine Hälfte einen Gewinn beim Verkauf an Dich erzielt.

Bei einem Verkauf innerhalb eines Jahres, dürfte das aber kaum der Fall sein, denn Notargebühren, Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragung, alles hat die Anschaffungskosten anteilig erhöht und nur auf die vermieteten Anteile ist Abschreibung vorgenommen worden.

Das teuerste an dieser Aktion dürfte die Grunderwerbsteuer sein.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Leider steht ja nicht dabei, ob die beiden ein Ehepaar sind. Sowas steht nur immer dort, wo es wuppe ist.

Falls nicht, sollten sie vorher rasch noch heiraten.

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@EnnoDerDritte

Ich weiß, man sollte nie etwas unterstellen, schon Hajo Thyen sagte immer, wenn einer einen Satz mit "ich unterstelle" anfingen, passen sie bloß auf, wenn sie unterstellen, denn wenn das Kind noch auf dem Topf sitzt nimmt es das übel, wenn die den Topf unter das Bett stellen.

Bei der Formulierung "Partner" ging ich nicht von "Ehepartner" aus.

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@EnnoDerDritte

Ob es aber so sinnvoll wäre, nur aus diesem Grund zu heiraten, wenn das Paar gerade dabei ist, sich zu trennen... :-)

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@Eifelia

Na ja, je nach Wohnort können es bis über 450.000,-*6,5 %= 29.250,- Euro werden. Wenn man da mit einem Scheidungsanwalt eine Pauschale vereinbaren kann, sind da locker über 20.000,- Ersparnis drin.

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@Eifelia
nur aus diesem Grund zu heiraten

Welche Gründe gäbe es denn noch?

Ich hab das Experiment schon hinter mir, und meine inzwischen verstorbene Gefährtin hätte ich geheiratet, um vom Splitting naschen zu können, aber leider waren ihre Schulden hoch und mein Einkommen auch, so dass ich über § 1601 BGB letztlich ihre Schulden bezahlt hätte.

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Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Wir sind tatsächlich noch verheiratet.
Bedeutet das, dass keine Grunderwerbssteuer anfällt?

Der Auszahlungsbetrag beläuft sich ja auf den Wert der Immobilie minus der Restschuld, korrekt?
Bedeutet das, dass er Kaufvertrag auch nur genau diese Summe widerspiegelt?

Wie beschrieben werde ich das Darlehen übernehmen. Wurde bereits mit der Bank geklärt.

Vielen Dank und Grüße

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@Indefinit
Der Auszahlungsbetrag beläuft sich ja auf den Wert der Immobilie minus der Restschuld, korrekt?

Nicht korrekt. Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer ist der Wert der halben Immobilie, also 450.000,- Euro ggf. + Grunderwerbsteuer und andere Anschaffungskosten, die der Partner hatte. Die Übernahme der Schulden ist die Bezahlung.

Es gäbe, wegen der kurzen Zeit seit dem Kauf und dem vermutlich geringen Wertzuwachs die Möglichkeit zu prüfen, ob der Wert der halben Immobilie abzüglich der Schulden relativ gering ist. Dann könnte er Dir seine Hälfte nicht verkaufen, sondern schenken. Da wären die ersten 20.000,- Euro Steuerfrei udn auf den REst der Differenz zwischen Wert der halben Immobilie udn den übernommenen Schulden, 30 % Schenkungssteuer.

Kommt auf Euer Bundesland an. Hat es einen geringen, oder hohen Satz für die Grunderwerbsteuer.

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@wfwbinder

Dennoch die Frage - fällt Grunderwerbssteuer an wenn wir noch verheiratet sind?

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@Indefinit

Keine Grunderwerbsteuer unter Eheleuten. § 3 Nr. 4 GrdErwStG. Wenn ihr verheiratet seid, warum steht es nicht im Sachverhalt?

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@wfwbinder

Entschuldige, dass ich das nicht spezifiziert hatte. Irgendwie bin ich davon ausgegangen.

Noch eine kurze Frage. Sie schreiben „die Übernahme der Schulden ist die Bezahlung.“ Wird das dann vom Notar im selben Kaufvertrag auch festgehalten?
Kaufpreis - Restschuld (Übernahme) = Abzahlung/2 (in „bar“). Stimmt das so?

Kann man Dinge wie die Badsanierung usw. einfach untereinander verrechnen, sodass sich der Notar nicht noch daran bereichert?
Und kann man theoretisch auch eine eigenen Kaufpreis definieren?

Grüße und danke

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@Indefinit

Mit der Angabe, dass Ihr Verheiratet seid, ist doch aus dem Ganzen Fall die Luft raus. Alle Überlegungen die hier die Antworter gemacht haben nur noch Makulatur.

Keine Grunderwerbsteuer, für eventuelle Differenzen Schenkungssteuerfreibetrag von 500.000,- Euro.

Die ganze Schreiberei hier für die Katz.

Ob @Eifelia, @EnnoDerDritte, oder ich wir hätten es uns sparen können. Eine Antwort und alles erledigt.

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@wfwbinder

Sei nicht traurig. Dafür steht die Tatsache, dass jemand verheiratet ist, meistens in den Fragen, wo es nun wirklich wurscht ist, beispielsweise bei Umsatzsteuer.

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@EnnoDerDritte

Ich bin nicht traurig, eher etwas enttäuscht, dass so eine wichtige Tatsache nicht im Sachverhalt steht. Das Ehe im Steuerrecht wichtig ist, weiß jeder, der eine gemeinsame Steuererklärung gemacht hat.

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@wfwbinder

Im Einkommensteuerrecht und für Befreiungs- und Freibetragsfälle bei der Schenkung, dem Erbe und der Grunderwerbsteuer. Sonst wüsste ich nicht wo noch.

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