Spekulationsgeschäft bei Verkauf von Teilgrundstück bei Eigentümergeselschaft?

3 Antworten

Was mit dem Geld aus dem Verkauf des Grundstück(steil)s gemacht wird, spielt für die Besteuerung keine Rolle. Es ist egal, ob du es in der linken Hosentasche trägst, in der rechten Hosentasche oder auf einem Konto bei der Hausverwaltung deponierst.

Für die Besteuerung wichtig ist, ob

  • sich das Grundstück im Privatbermögen oder im Betriebsvermögen befindet und
  • ob - beim Privatvermögen - einer der Ausnahmetatbestände zutrifft. Da hier die 10 Jahre noch nicht um sind, bleiben ja nur zwei Ausnahmetatbestände übrig.

Hier ist allerdings noch nicht einmal klar, wofür die gekaufte Wohnung genutzt wurde (eigene Wohnzwecke, eigene betriebliche Zwecke, fremde Wohnzwecke, fremde betriebliche Zwecke).

Ich denke nicht, Rz 17 des BMF-Schreibens 05.10.2000

"Von der Veräußerungsgewinnbesteuerung ausgenommen ist auch der Grund und Boden, der zu einem zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäude gehört."

Gut, und woher weißt du, dass die Wohung zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde?

In der Sachverhaltsdarstellung steht jedenfalls nichts davon.

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Ich kannte das schreiben bis eben nicht. Vielen Dank für den Tipp.

Aber der zweite Satz macht mich stutzig:

Die steuerfreie Veräußerung weiterer Flächen ist selbst dann ausgeschlossen, wenn diese im Veräußerungszeitpunkt als Hausgarten genutzt werden (vgl. BFH-Urteil vom 24.10.1996 – BStBl 1997 II S. 50). Dies gilt insbesondere, soweit Teilflächen parzelliert werden und dadurch ein verkehrsfähiges Grundstück entstanden ist, das in absehbarer Zeit einer anderen Nutzung, z.B. als Bauland, zugeführt werden kann.

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@wfwbinder

Der markierte Satz betrifft den Fall, wenn ein Nachbargrundstück bisher nur als Garten benutzt wurde und jetzt veräußert wird. Das ist dann steuerpflichtig i.S.d § 23 EStG.
Im Gegensatz zu dem Fall wenn ein Teil des Gartens veräußert wird...

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Sorry das habe ich vergessen zu schreiben. Die Wohnung wird vermietet.

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