Spekualtionssteuer - gleiche Höhe wie persönlicher Steuersatz?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Für Hoeneß gilt zum Teil noch die alte Regelung des § 23 EStG.

Da war es so: Es galt der persönliche Steuersatz mit Progression. Spekulationsgeschäfts nur ausgleichsfähig mit anderen Spekulationsgeschäften.

Die neue Regelung ab 2009: Kapitalerträge und Spekulationsgeschäfts mit Wertpapieren, Finanzprodukten, Aktien usw. werden zusammen mit den Kapitalerträgen der Abgeltungssteuer mit pauschal 25 % + SoLi + ggf. Kist unterworfen.

Altverluste waren noch bis einschl. 31. 12. 2013 ausgleichsfähig.

§ 23 gilt nur noch für Immobilien und andere private Veräußerungsgeschäfte (auch Gold und andere Edelmetalle, Edelsteine usw.)

es kommt auf die Produkte an, mit denen er gehandelt hat. Bis 2008 kann dann auf den Gewinn oder auch den halten Gewinn (Halbeinkünfteverfahren) mit diesen Geschäften dem persönlichen Steuersatz unterliegen (Progressionssicht).

Ab 2009 ist es dann je nach Produkt die sog. Abgeltungssteuer bzw. der persönliche Einkommensteuersatz.

Ob Hoeness nun ein spezielles Vehikel für die Geschäfte zwischengeschalten hat, was die Besteuerung ändern könnte, bis die Gewinne bei ihm ankommen, weiss ich nicht - zu vermuten ist es nicht.

Wie verhält es sich mit der Steuererklärung in USD und der Steuerzahlung?

Ich bin gerade dabei über einen Steuerberater die Erklärungen meiner Internet-Einkünfte für 2013 nachzureichen. Alle meine Umsätze sind in USD und wurden mir auch in USD gutgeschrieben. Die Zahlungen auf das Paypal-Konto wurden automatisch in EUR umgewandelt. Den größten Teil habe ich aber einfach in USD auf einem anderen Konto gelassen. Meine Geschäfte liefen zu 95% über die Währung USD ab (Umsatz in USD und Investitionen in USD).

Mittlerweile ist der Unterschied des EUR-USD Kurses ja schon groß. 2013 war der Kurs ja ca. 1,3 und jetzt 2016 1,1. Nach etwas Recherche habe ich das hier gefunden http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Umrechnungskurse/2014-01-22-umsatzsteuer-umrechnungskurse-2013.html

Wie wird nun die Höhe der Steuernachzahlung ermittelt? Nach dem aktuellen Tagessatz des EUR-USD Kurses oder nach dem Durchschnittssatz von 2013 anhand der Tabelle da? Der Unterschied wäre schon groß. Bei $40.000 Gewinn, wäre das 2013 31.000€ Gewinn, während es aktuell 36.000€ wären.

Mein Stb ist gerade im Urlaub, weshalb ich hier nachfrage. Und wichtig ist die Frage nun auch nicht so, da man eh nichts ändern kann, egal was die Antwort ist.

Ich freue mich auf Antworten und bedanke mich!

...zur Frage

Kapitalertragsteuern wiederbekommen?

Folgende Fakten.

In 2016 wurden 8000 € Gewinn bei einer Aktie gemacht und die Bank hat 2000 € Kapitalertragsteuer beim Verkauf einbehalten. => soweit ganz normal.

Nach dem Verkauf wurde eine Aktie an ein Fremddepot übertragen, welche Totalverlust gemacht hat und seit 2-3 Jahren nicht mehr gehandelt wurde. Der Verlust entsprach in etwa 2000 €. Statt die 2000 € Kapitalertragsteuer wiederzubekommen, wurden mir beim 2. Verkauf auf den Kaufpreis, 30 % berechnet und davon 25% Abgeltungssteuer(600€) von meinem Konto eingezogen. Im Fremddepot wurde aber die Aktie mit 0.01 USD pro Stück eingebucht (3000 Stk = 30 € ). Die 30 € habe ich vom Depotinhaber per Überweisung auf mein Konto bekommen. Dieser Kurs ist der zuletzt gehandelte Wert von vor 3 Jahren.

Folgendes habe ich im Internet gefunden. Muss die Bank Abgeltungsteuer von den verschenkten Kapitalanlagen einbehalten, berechnet sie die Steuer anhand eines fiktiven Veräußerungsgewinns. Dazu wird als Veräußerungserlös der niedrigste Börsenkurs am Tag der Übertragung angesetzt zuzüglich erhaltene Stückzinsen (§ 43a Abs. 2 Satz 8 EStG); als Anschaffungskosten gelten diejenigen des Schenkers. Existiert kein Börsenkurs, wird Abgeltungsteuer auf einen fiktiven Gewinn in Höhe von 30 % der Anschaffungskosten fällig. Die Abgeltungsteuer fordert die Bank von Ihnen als dem Schenker ein, da kein Veräußerungserlös vorhanden ist, vom dem die Steuer einbehalten werden könnte.

Kann ich  beide Kapitalertragsteuern per Jahresausgleich zurückholen ? Welche Nachweise sind dafür notwendig. ( die Bank wird dies nicht im Detail angeben) Wie macht man das am besten ?

gruß Thomas

...zur Frage

Ehegatten GbR - wie ist die sinnvolle Aufteilung wenn der Ehemann ein (recht) hohes Brutto-Jahres-Gehalt hat und die Ehefrau ohne sonstiges Einkommen ist?

Seit etwa zwei Wochen schlage ich mich mit Fragen wie: - (Klein) Gewerbe - GbR ---> mit o. ohne Umsatzsteuer - anfallenden Steuern - Pflichten und Rechten - Steuerberatersuche- und Kosten usw. rum. Inzwischen bin ich, dank Mr. Google, Finanzfrage.net, diversen anderen Seiten und einem netten aber kurzem Steuerberatergespräch (etwas!) schlauer.

Zum Hintergrund und die Frage, ob ich das alles richtig verstanden habe...

Ich habe in diesem Monat ein (Klein) Gewerbe für einen Direktvertrieb bestimmter Produkte, angemeldet. Nun hat sich mein Ehemann zu einer GbR mit mir als Gesellschafter einverstanden erklärt.

  • erste, fast wichtigste Frage: Der Gewinn aus der GbR, bezieht der sich aus den Einnahmen (bezahlten Rechnungen meiner Kunden + meiner Provision) oder sind die Einnahmen inkl oder exkl. meiner Provision aus diesem Direktvertrieb gemeint? Fazitfrage: Was wird in der Einkommenssteuer (=Lohnsteuer?) des Manes unter der Anlage N (?) eingetragen? Bzw. wird der Betrag vor oder nach EÜR eingetragen? Grund: Mein Mann hat, verständlicherweise, Angst wegen zu hoher Nachzahlungen.

---> daraus ergibt sich die Frage nach der Aufteilung (anteiligem %-Satz) für beide Gesellschafter

  • Die GbR soll ohne Umsatzsteuer, also als Kleinunternehmerregelung bestehen, da der Gewinn (ergibt sich ja dann aus obiger Frage) (wahrscheinlich) nicht die 17.500€ jährlich übersteigen wird.

  • ist bei der Kleinunternehmerregelung eine EÜR überhaupt notwendig oder reicht tatsächlich eine formlose Einnahmen-Ausgaben Aufstellung? (Extra Blatt? Excel-Tabelle?)

  • soweit ich verstanden habe, bräuchte ich keine extra Buchhaltung für das Finanzamt. Allerdings ergibt die sich ja auch aus der EÜR und/oder Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (?) Außerdem möchte "Frau" ja auch Überblick über ihre Finanzen haben ;-)

  • wie funktioniert das mit der Gewerbesteuererklärung wenn ich jährlich unter 24.000 € bleibe? Ich habe gelesen, dass trotzdem eine abgegeben werden muss. Und fällt dann tatsächlich keine Gewerbesteuer an, wenn ich unter dieser Grenze bleibe? Bzw. wo wird die Gewerbesteuer angegeben (extra Ausfüllbogen oder in der Einkommenssteuererklärung)?

  • was ist, mit diesem Hintergrund (oder fehlt noch etwas?) beim Steuerberater zwingend notwendig?

  • Zusätzliche Gewinnermittlung (1x jährlich)?
  • Jahresbelegserfassung?
  • Einkommenssteuererklärung (Lohnsteuererklärung für meinen Mann und mich, zusammen veranlagt)
  • Gewerbesteuer?
  • EÜR und/oder Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (kann ich die nicht aus selbst machen?)? und was bedeutet: "Bescheid für die spätere Bescheidprüfung und Archivierung?

Habe auch schon ein recht günstiges Steuerberatungs-Honorar, allerdings nur auf Post-Mail- und Telefon Weg, von einem Online-Steuerberater erhalten. Bin mir allerdings nicht sicher, ob das ausreicht oder ein (wahrschenlich teurerer) ortsnaher Steuerberater nicht doch besser wäre.

Viele Fragen.... und schonmal vielen, vielen Dank für´s Antworten. LG

...zur Frage

Wann wirkt sich eine Betriebsaufgabe in der Krankenversicherung aus?

Ein Unternehmer beendet oder verkauft sein Unternehmen. Nicht vollkommen, aber z. B. statt ein Autohauses mit Vertragswerkstatt vermittelt er noch gelegentlich Gebrauchtwagen (kein Gewinn). Steuerlich ist es eine (Teil-)Betriebsaufgabe.

Das Ganze ist in 2010 über die Bühne gegangen. Da gab es auch ein ordentliches Einkommen. Ab 2011 lebt er vom Vermögen, also ein paar Immobilien, die unter dem Strich keinen steuerpflichtigen Gewinn bringen und vielleicht 25.000 €/Jahr Einkünfte aus Kapitalvermögen. Die Rente kommt dann erst in gut 10 Jahren.

Die Gewerbe- und die Einkommensteuervorauszahlung ist ab 1.1.2011 0 aber wie ist das bei der gesetzlichen Krankenversicherung?

Er hat jetzt von seiner Krankenversicherung die Einkommensanfrage bekommen. Bis 2010 zahlte er den Höchstbetrag aber muss er den weiterzahlen, bis er den Steuerbescheid für 2011 bekommt oder gibt es bei (Teil-)Betriebsaufgabe eine Sonderregelung? Wirkt sich der Wegfall des Einkommens vielleicht früher aus, wenn er die Betriebsaufgabe erklärt?

Zusatzfragen: die Einkünfte aus Kapitalvermögen mindern sich bis 2011 steuerlich um einen Verlustvortrag von vor 2009. Gilt das auch für die Krankenversicherung? Allerdings wird er ab 2012 mindestens 25.000 € abgeltungssteuerpflichtige Verkaufserlöse haben. Ist das voll krankenversicherungspflichtiges Einkommen?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?