Sparkassen Anlageberatung wahrgenommen - Frage zu Fonds

2 Antworten

Vergiß dieses Erlebnis so schnell wie nur möglich. Sparkasse empfiehlt Produkte von Deka, da das keine Berater, sonder Verkäufer sind. Hätte Deka Milchkühe im Angebot, würdest Du die auch angeprisen bekommen... für 5% steuerfreie Milchrendite pro Jahr.

Die Idee, mit Fonds zu sparen, ist gut. Das ist nämlich der einzige Weg, an der Wirtschaft langfristig zu partizipieren und durch die Diversifikation in Fonds, d.h. das Investment in viele Einzeltitel, außerdem Deine Risiken zu reduzieren. Natürlich werden Aktien rauf und runter gehen, aber im langfristigen Trend steigen sie. Daher sind Kursrückgänge für einen langfristigen Investor keine Panikmomente, sondern schlicht potentielle Kaufgelegenheiten.

Deka hat sehr viele unterirdische Fonds, die praktisch keine Erträge abwerfen, wohl aber durch die fondsinternen Werbungskosten oder kleinen Erträge Steuern kosten. Deka wäre nicht auf der Liste von Fondsgesellschaften, die ich berücksichtigen würde.

Mit 21 kannst Du schwerpunktmäßig in Aktienfonds investieren. Das könnten z.B. 25% Aktien Europa, 25% Aktien Industrieländer weltweit, 25% Aktien Emerging/Frontier Markets sein. Die restlichen 25% würde man vielleicht in einen ausgewogenen Mischfonds stecken, der Aktienmarktrückgänge noch etwas puffert. Also könntest Du vier Fonds aus den genannten Bereichen, jeweils mit 25 EUR alle zwei Monate besparen. Die restlichen 25 EUR legst DU mal auf die Seite und kaufst nach, wenn die Kurse mal wieder etwas purzeln. Oder Du legst noch ein paar EUR in weiteren Monaten per Sparplan an. Das sind dann 900 EUR im Monat, d.h. mit der Zeit kommt da schon etwas zusammen.

Einen Immobilienfonds würde ich auf keinen Fall nehmen! Schau Dir mal den hausinvest von Commerz Real oder grundbesitz Europa von RREEF an.

PS: Zu den Steuervorteilen: Immobilienerträge von außerhalb Deutschland werden nicht voll besteuert und bieten damit einen Steuervorteil gegenüber anderen Fonds mit vergleichbaren Ausschüttungen. Es gibt als mehr Netto vom Brutto. Das ist für Dich jedoch recht irrelevant, da Du nicht von den Ausschüttungen der Fonds leben willst, sondern Vermögen aufbauen möchtest.

PPS: Finger weg von der Spaßkasse.

Der Hausinvest läuft ja hin und wieder mal in der Werbung. Der macht ja unterm Strich auch Minus wenn ich das jetzt richtig sehe. Auf der Internetseite steht es ist einer der zwei erfolgreichesten Immobilienfonds. Warum machen die dann Verluste und wieso wird einem dann so etwas empfohlen? Hast Du Fondsbeispiele zum anschauen für die oben aufgeführten Fondsgruppen? Wo kann ich mir ordentliche Beratung zu diesem Thema holen?

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@anleger2014

Immobilienfonds können Bausteine in einem gut sortierten Portfolio sein. Du baust dieses erst auf. Daher solltest Du Dich nicht mit vielen Fonds verzetteln, sondern erst mal einen Kern eines Vermögensaufbaus begründen.

Der hausinvest wurde durch die Finanzkrise nicht getroffen und ist noch einer von den zwei oder drei empfehlenswerten offenen Immobilienfonds im deutschen Markt. Wieso ist der im Minus? Er schüttet aus und wenn Du einen reinen Preischart siehst, dann sieht das aus, als wäre er im Minus. Ich habe den Fonds seit einigen Jahren und er steht definitiv im Plus.

Du findest hier im Forum ähnliche Fragen wie Deine. Dort finden sich teils auch Fondsbeispiele. Eine konkrete Fondszusammenstellung muß jedoch vor allem Deine Interessen, Empfindungen und Absichten berücksichtigen. Daher sollte das von einem erfahrenen Berater erstellt werden. Solche gibt es durchaus - auch unabhängige.

Ansonsten solltest Du Dich auf jeden Fall selbst schlau machen, damit das Gebrabbel mancher Berater irgendwie zu interpretieren und kritisch zu hinterfragen ist. Niemand weiß, wohin die Entwicklungen gehen. Erfahrene Berater können jedoch Strategien zur Risikominderung empfehlen, die zu Deinem Anlageprofil passen. Risikominderung heißt dabei übrigens nicht, alles aufs Sparbuch zu tun, denn da wäre der Verlust vorprogrammiert. Das Sparbuch ist ein Risikopapier.

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