Sorgen Lebensmittelaktien für Stabilität im Depot?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Lebensmittelaktien und Energiewerte sind keine Zykliker, da sie in praktisch allen Wirtschaftslagen benötigt werden. Daher kann man diese in einen Portfolio als Fonds oder als eine Beimischung von Einzelaktien durchaus aufnehmen. Allerdings haben Branchen immer das Problem, daß bei einem entsprechend negativen Ereignis die ganze Branche leidet. Also stellt die Fokussierung einer bestimmten Branche durchaus ein separates Risiko dar.

Inwiefern dies also nun in Deinen Portfolio passt (Nahrungsmittel-Fonds, Food & Beverage ETF), muss anhand der bestehenden Portfoliostruktur beurteilt werden.

Angesichts vieler unterbewerteter Aktien finde ich es wenig logisch, diese überbewertete Branche jetzt über zu gewichten. Das kann gut gehen aber Stabilität bringt das jetzt so wenig rein wie Finanzwerte.

Informationen, die alle haben, führen nicht zu outperformance und teure Werte haben schon deshalb, weil sie teuer sind ein erhöhtes Risiko, das in dem Fall den Effekt eines (nur relativ) wenig konjunktursensiblen Marktsegmentes ausgleicht.

Ein gutes (=risikoarmes) Depot zeichnet sich immer dadurch aus, dass das gesamt Risiko gering ist. Eine einzelne Aktie ist immer risikoreich/arm in einer gewissen Situation, die Kunst ist es ein Portfolio zu haben, welches einen Schalg für die eine Aktie durch Gewinn der anderen ausgleicht.

Sehr einfaches (und in der Praxis wenig hilfreches) Beispiel: Wenn zb Energie durch Braunkohle runtergeht dann geht vielleicht Energie durch Windkraft hoch.

Wenn man beide hat ist man immer bei Null und dass sollte das Ziel sein. Jedenfalls wenn man langfristig über Dividenen Gewinn machen will. Soll heißen, deine Aktien ist schon ok, aber ohne die richtigen anderen Aktien sind sie genauso risikoreich wie alle anderen...

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