Sondertilgung oder Festgeldkonto?

3 Antworten

Also, das liegt sehr nahe an einander. Nun müßte man noch prüfen wie es mit der Steuer aussieht.

die Zinseinnahmen sind, soweit sie (ab 2009) 801,_ Euro übersteigen, Abgeltungssteuerpflichtig.

Ausserdem liegt der Darlehnszinssatz mit 5,25 % ganz nahe an den derzeitigen Spitzenfestgeldzinsen von ca. 5,4 %.

Also bei den Engen Verhältnissen, die sich dazu auch noch fast täglich ändern können, wäre ich für die stresslose Variante der Sondertilgung.

Also auf Deinem Festgeldkonto (welche Laufzeit?) ist schon ein hoher Betrag? Ja, dann dürfte Dein Steuerfrei-/Steuerpauschbetrag für 2008 etc. schon ausgeschöpft sein. Und Du hast als Lediger sicherlich ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von mindestens € 15.000.

Wenn Du - statt das Darlehn vorzeitig zu tilgen - das verfügbare Geld verzinslich bis zur jeweiligen Darlehnsfälligkeit anlegen willst, müßtest Du einen Guthabenzins von 7 % p.a. (= 5,25 / (1-0,25) bekommen, um nach Abgeltungssteuer mindestens die 5,25 % p.a. Zinsen (= Dein Darlehnszinssatz) zu verdienen.

Da dieser Guthabenzins unrealistisch ist, ist die vorzeitige Kredittilgung die sinnvollere Alternative.

Und vergiß nicht, dass meistens die Festgeldanlage nach Ablauf des Anlagedauer mit einem Zinsrisiko (also auch weniger Zinsen zu als vorher zu bekommen) verbunden ist.

Die Zinseinkünfte auf dem Festgelkonto musst Du versteuern. Die Zinsaufwendungen für den Kredit kannst Du (vermutlich) nicht von der Steuer absetzen. Somit müsste der Zinssatz des Festgeldkontos erheblich über Deinem Sollzinssatz liegen, damit sich die Festgeldanlage lohnt.

Es sei denn, Deine Kapitaleinkünfte sind insgesamt so gering, dass sie den Sparerfreibetrag nicht übersteigen. Dann musst Du nur die Zinssätze vergleichen. Ist der Zinssatz für den Kredit der höhere, dann solltest Du tilgen. Ist der Festgeldzinssatz der höhere, dann solltest Du anlegen.

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