Sollte man sich vorm Arbeitsgericht Unterstützung eines Anwalts holen?

5 Antworten

Ich würde mir auf jeden Fall einen Anwalt besorgen wenn es vor Gericht geht. Schau doch mal hier, da solltest du auch gerade bezügl. Arbeitsrecht einen passenden Rechtsanwalt finden: http://www.rechtsanwaltsuche.de/

Kommt auf den Fall an.

Wenn es um rückständigen Lohn geht, kann man vermutlich auf den Anwalt verzichten.

Bei einem Kündigungsschutzprozess würde ich bestimmt einen Anwalt nehmen.

Bist Du in einer Gewerkschaft? Dann vertreten die Dich.

"Sollte man" ist schon eine sehr allgemeine Frage. Wer ist denn "man"? Und, worum geht es? Gewiß, es gibt vor der Arbeitsgericht (also der 1.Instanz) keinen Anwaltszwang und wenn man sich einen Anwalt nimmt muß man die Kosten selber zahlen:

http://dejure.org/gesetze/ArbGG/12a.html

Das ist also anders als vor den Zivilgerichten.

ABER: Nur wenige Menschen kennen sich in der Materie des Arbeitsrechts wirklich aus und wissen, was man durchsetzen kann. Da muß jeder selber wissen, ob er es um der Ersparnis willen darauf ankommen lassen will, sich auf ungünstige Vergleiche einzulassen oder gar die falschen Anträge zu stellen. Auf die Hilfe des Gerichts kann man sich nur bedingt verlassen. Das Gericht darf nach der Prozeßordnung nur Anregungen geben, nicht aber einer Partei die Prozeßführung abnehmen. Würde der Richter dagegen verstoßen, könnte er von der Gegenpartei wegen Befangenheit abgelehnt werden.

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