Sollte man Geldanlage in Swap-ETFs vermeiden, auch wenn deren Performance gut ist?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
  1. Unabhängig von der Performance (bzw der historischen Wertentwicklung) sollte man Swap-basierte ETFs dann meiden, wenn man entweder die speziellen Risiken dieses Anlageinstruments nicht versteht oder diese Risiken schlicht nicht eingehen möchte.

  2. Deine Frage läßt sich unterteilen: a) In welchen Markt möchte ich investieren und b) welches Anlageinstrument wähle ich dafür aus.

  3. Es nützt dem Anleger nicht viel wenn er zwar in den richtigen Markt investiert ist, aber wegen bestimmter Ereignisse einen Totalverlust auf Grund der Wahl seines Anlageinstruments erleidet.

  4. Gutes Beispiel der Vergangenheit sind Lehmann-Zertifikate: Die zu Grunde liegenden Indizes haben teilweise gut performt, aber die Pleite der Bank war für viele Zertifikate-Anleger trotzdem mit einem Totalverlust verbunden.

  5. Das Anlageinstrument Swap-ETFs weißt vor allem zwei Risiken auf. Erstens das Kontrahentenrisiko und zweitens das Risiko der Besicherung.

  6. Das Kontrahentenrisiko entsteht dadurch, dass der Anbieter eines Swap-basierten ETFs sich die Wertentwicklung des Indexes von einer Gegenpartei (Kontrahent) mittels eines Swaps (Tauschgeschäft) zusichern läßt. Zahlungsunfähigkeit von Kontrahenten (meist Investmentbanken) kann zu Verlusten bei ETFs führen. Der Swap-Anteil von ETFs ist gemäß UCITS III auf 10% des Fondsvermögens begrenzt.

  7. Das Risiko der Besicherung basiert darauf, dass der ETF-Anbieter gemäß UCITS III Sicherheiten im Wert von mindestens 90% des Nettoinventarwerts (NAV) des ETFs hinterlegen muss. Bei einer Insolvenz des ETF-Anbieters muss der Anbieter die Sicherheiten so schnell als möglich liquidieren. Je nach Umfang und Qualität der Besicherung können dabei Wertverluste entstehen.

  8. Im Rahmen des Risikos der Besicherung von Swap-basierten ETFs KANN es zu Verlusten kommen, die deutlich oberhalb der vom Gesetzgeber ursprünglich vorgesehen max. 10% Verlust liegen.

  9. Obwohl die Risiken berücksichtigt werden sollten, sind Swap-basierte ETFs nicht grundsätzlich schlechte Anlageinstrumente. Sie weisen durchaus auch Vorteile auf, die zu würdigen sind.

  10. Wie so oft bei der Geldanlage: Es kommt drauf an ... ;)

Diese Antwort ist einfach sehr gut! Ergänzen möchte ich noch: Als Anleger, der Investor (und nicht Spekulant) sein möchte, würde ich eher keine Swap-ETFs kaufen - denn das Fondsvermögen kann ja in etwas ganz anderes investiert sein als das, worauf man dem Namen nach schließen würde (z. B. Aktien eines Indexes). Theoretisch können ganz andere Wertpapiere gekauft worden sein - die Performance wird über den Swap realisiert. Zumindest würde ich mir den Verkaufsprospekt daraufhin genau anschauen, denn indem ich Aktien oder Fondsanteile kaufe, stelle ich mein Geld Unternehmen zur Verfügung. Als Investor ist mir wichtig, wem.

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Wenn die Performance stimmt, kann man das durchaus auch als Investment nehmen. Man sollte nur nicht einen zu großen Anteil an Swap-ETFs haben, um Emittenten- und Kontrahenten-Risiken zu reduzieren. Der Swap-Anteil bei ETFs beträgt normalerweise max. 10%, d.h. der Rest ist (wennn auch nicht unbedingt auf den ETF bezogenes) Sondervermögen. Das ist also dennoch nicht gleich riskant wie ein entsprechendes Zertifikat auf den gleichen Basiswert, das bei Emittentenausfall wertlos wird.

Es sind viele gute Hinweise hierzu geschrieben worden und ein Hauptunterschied von sogenannten Synthetischen EFT wie Swap EFT ist dass keine Wertpapiere im Sondervermögen bei einer Depotbank hinterlegt sind. Dafür ist der Tracking Error, also der Verlauf zum gewünschten Index besser, da sich keine Synchronisierungsprobleme bei der Körperschaftssteuer bzw den Dividendenausschüttungen ergeben.

Wie führt man ein Rebalancing bei einem Sparplan-Portfolio durch?

Hallo,

ich bespare ab Februar ein Portfolio das aus zwei ETFs und einem Rentenfonds besteht.

Mein Budget habe ich nun prozentual auf drei Töpfe aufgeteilt: 45%, 30% und 25%.

Durch die unterschiedliche Kursentwicklung werden die realen Anteile der drei Fonds am Portfolio dieser gewünschten Gewichtung nicht entsprechen.

WIe geht man hier das Rebalancing an?

Ich habe mir vier mögliche Strategien überlegt:

  1. Alle x Monate berechne ich die realen Portfolioanteile der drei Fonds. Daraufhin passe ich die monatlichen Raten so an, dass nach y Monaten die Balance wieder hergestellt wäre (natürlich unter einem gleichbleibenden Kurs).

Z.B. x = 12 Monate und y = 6 Monate

  1. Ich lasse die monatlichen Raten immer gleich. Ich berechne alle x Monate die realen Portfolioanteile und schieße durch Einmalkäufe frisches Geld nach um die Balance wiederherzustellen. Ggf. müsste man das bei zu großen Zukäufen splitten, so dass man nicht zu viele Anteile zu einem Zeitpunkt kauft.

Das setzt viel Geld zum Nachkauf voraus. Wäre bei mir aber ganz gut machbar, da ich mehrfach im Jahr Zusatzeinnahmen habe (UG, WG, Bonus, Steuerrückerstattung).

  1. Ich verkaufe Anteile der zu starken Fonds und kaufe dafür von den zu schwachen Fonds.

Die dritte Option gefällt mir gar nicht. Ich möchte ein Verkauf vermeiden, falls es irgendwie geht.

  1. Man könnte natürlich auch alle drei Stategien fahren und bei jedem Rebalancingzeitpunkt sich die attraktivste aussuchen.

Um nochmal auf meine Frage von oben zurück zu kommen, wie geht ihr das Rebalancing an bzw. wie würdet ihr für solch ein Sparplan-Portfolio das Rebalancing gestalten?

Danke.

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Sparen mit wenig Geld?

Folgende Problemstellung. Davor sei gesagt, dass ich noch nie wirklich gut mit Geld umgehen konnte.

Ich habe meine Ausbildung als Mechatroniker erfolgreich abgeschlossen und bekomme (nur?) 10,50 pro Stunde. Ich habe in der Ausbildung nicht gut gewirtschaftet, habe also keine Rücklagen.

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Summe: 1022,- Differenz: 228,.

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