Sollte man auf einen Crash warten bevor man mit Wertpapieren langfristig investiert wenn diese aktuell einen hohen Kurs haben?

7 Antworten

Wenn Du erst in 2 Jahren mit dem Anlegen anfangen willst, ist es heute wirklich noch zu früh, sich Gedanken über die Aktien zu machen in Du anlegen willst.

Allerdings könnte Deine Hoffnung auf den großen Crash und die dann angeblich so ideale Einstiegsmöglichkeit ohnehin ein Warten auf Sankt Nimmerlein werden. Wer so denkt wagt in der Regel niemals den Einstieg. Gerade die von Dir zitierte Apple-Aktie ist da ein schönes Beispiel. Die ist in den letzten 10 Jahren zwar nicht kontinuierlich aber doch stetig gestiegen. Zauderer hätten davon nichts gehabt.

Wenn jemand langfristig in Aktien investieren will, sollte er m.E. ohnehin besser auf Fonds als auf Einzelwerte setzen, der besseren Risikostreuung Willen.

Ich habe vor in über 15 verschiedene Aktien zu investieren, da sollte die Risikostreuung doch eigentlich recht gut sein, wenn es Unternehmen sind die alle in verschiedenen Branchen und teilen der Welt sind. In Fonds wollte ich ursprünglich investieren aber die Gesamtrendite ist da wesentlich kleiner als ein Direktinvestment in Aktien. Klar, Fonds mindern das Risiko, aber da die Zukunftschancen von Apple, Google, Amazon und Co. quasi "gesichert" sind und die keine nennenswerten Konkurrenten haben, denke ich nicht, dass die insolvent werden. Welchen Fonds würdest du mir denn vorschlagen der eine hohe Gesamtrendite und mittleres Risiko hat? Biotechnologie-Fonds haben zwar gute Renditen, aber viele von denen sind noch neu und haben nicht mal nennenswerte Gewinne gemacht.

Nein, ich wollte eigentlich eher wissen ob man rein gewinntechnisch viel rausholen kann wenn man in Aktien investiert die astronomisch hohe Kurse haben. Ich kann mir z.b. bei Apple oder Google kaum vorstellen, dass die in den nächsten 10-20 Jahren genauso ansteigen werden wie in den letzten 10. Oder ist diese Befürchtung falsch? 

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@FragendeFrage

 In Fonds wollte ich ursprünglich investieren aber die Gesamtrendite ist da wesentlich kleiner als ein Direktinvestment in Aktien. Klar, Fonds mindern das Risiko ....

Ob bei Fonds die Gesamtrendite und dafür auch das Risiko kleiner ist. als im eigenen Depot mit Direktanlage kann man so pauschal nicht sagen. Es gibt gute und schlechte Fondsmanager, aber auch gute und schlechte Privatanleger.

Junge und dynamische Anfänger müssen auf jeden Fall erst mal viele Jahre lernen und Lehrgeld zahlen.   

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man weiß nie, ob und wann ein Crash kommt. Den 100%-richtigen Ein- oder Ausstieg in Aktien kann man sowieso nicht kennen.

Ich persönlich ziehe Aktienfonds (möglichst solche ohne Ausgabeaufschlag) vor: zwar etwas geringere Gewinnchancen, dafür aber auch niedrigere Risiken.

Du kannst ja in nächster Zeit den Markt etwas beobachten, um dann, wenn es für dich gilt, alles richtig zu machen.

Mit der Denke "Größe Macht Eindruck" sollte man nicht in den Aktienmarkt einsteigen. Weder Stabilität, noch Renditen sind deshalb vielversprechender, weil ein Unternehmen groß oder marktdominant ist. Wenn du vor hast, Vermögen einfach nur mit guten Renditen lange liegen zu lassen, ohne ständig das Geld von einer Aktie in die nächste zu investieren, dann solltest du dich nach guten, gemanagten Fonds umschauen.


Aktien sind eher geeignet, um kurzfristige Rendite zu erzielen, d.h. zu günstigen Zeitpunkten zu kaufen, dann aber täglich beobachten und zur richtigen Zeit auch schnell wieder abzustoßen. Aktien sind aber definitiv nichts, wo man getrost sein Geld investieren kann und sich daraufhin auf sicheren Dividenden auszuruhen.


Wenn ich Aktien über ein Jahr besitze, dann ist das schon eine sehr lange Zeit. Meistens liegen zwischen Kauf und Verkauf eher 1-3 Monate.

"Wenn du vor hast, Vermögen einfach nur mit guten Renditen lange liegen zu lassen, ohne ständig das Geld von einer Aktie in die nächste zu investieren, dann solltest du dich nach guten, gemanagten Fonds umschauen."

Ich glaube du hast mich ein wenig missverstanden. Ich will kein Trader, bzw. Spekulant sein, der bei einem Tief schnell verkauft, sondern ich möchte wirklich die Strategie Buy&Hold umsetzen. Ich wollte nur wissen, ob das mit möglichst breit diversifizierten Aktien Sinn macht. 

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@FragendeFrage

Die Strategie "Buy and Hold" funktioniert seit einigen Jahren nicht mehr. Das, was man einst als "konservative Aktien" bezeichnet hat, d.h. Aktien, die regelmäßig Dividenden ausschütten; dabei aber kaum Kursschwankungen haben - so etwas gibt es nicht mehr. Selbst Aktien von Unternehmen, die ihr Produktportfolio kaum verändern müssen und deren Marktanteil sich kaum ändert, gehen mittlerweile hoch und runter. Der Aktienkurs spiegelt nur indirekt einen Unternehmenswert wieder, sondern richtet sich in erster Linie nach Angebot und Nachfrage bezüglich der Aktie als solche. Dabei muss zunächst bedacht werden, dass aufgrund der niedrigen Zinsen die Leute ihr Geld lieber an der Börse investieren. Dadurch ist die allgemeine Nachfrage an Aktien gestiegen, was sich unter dem Strich positiv auf viele Kurse auswirkt. Im Falle einer größeren Leitzins-Erhöhung würden die Indices samt ihrer Papiere nach unten gehen. Zu dem wirken sich tagesaktuelle Nachrichten - im positiven wie im negativen - auf die allgemeine Laune der Aktionäre aus. Passieren Dinge wie Fukushima, haut das die Kurse nach unten. Da kann eine Firma noch so gut dastehen. Sie ist gegen solche Ereignisse nicht immun; auch dann nicht, wenn Fukushima für sie eigentlich garnicht zur Sache tut.

Eine Alternative zu Aktien sind Fonds wie der Kapital Plus von der Allianz oder Tausende Andere. Sind Diese gut geführt, dann bekommt man genau das, was man möchte: Ein Papier, das sich zum Langfristigem Investment eignet, regelmäßig Dividenden ausschüttet und ein geringes Verlustrisiko hat.
Das Prinzip dabei ist, dass ein Finanzinstitut ein Wertpapier ausgibt und das Geld im Hintergrund von einem Fondsmanager in wechselnde Papiere investiert wird. Der Wert eines Fonds-Anteiles entwickelt sich dabei analog zum Fondsvermögen auf Basis der Aktien, in die das Kapital im Hintergrund investiert ist. Viele Direktbanken bieten auf zahlreiche Aktienfonds 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag, sodass der Kauf von Aktienfonds dann auch nicht mit höheren Gebühren behaftet ist, wie der direkte Aktienkauf.

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@GoaSkin

Deine Ratschläge sind nicht verkehrt, allerdings sehr auf Deine persönliche Einstellung zugeschnitten, die nicht jeder haben muss.

Ich bin anderer Meinung, was das Ende von "Buy and Hold" betrifft. Man muss zwar sorgfältiger hinsehen als "früher" und es kann, wie bei allen anderen Strategien auch mal daneben gehen. Bei mir hat es mit einigen Werten sehr gut funktioniert.

Man muss dann eben nur langfristig auf das Kapital verzichten können, damit man Kurdellen aussitzen kann.

Die Börsen sind auf Grund der Digitalisierung natürlich viel hektischer und beeinflussbarer geworden, aber die großen Grundregeln sind sind immer noch die gleichen.

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@FragendeFrage

Gerade diesen Finanzinstituten traue ich nicht. Ich tu mich da schwer ihnen die Verwaltung meines Geldes zu überlassen. 
Ich glaube am sichersten sind Investments in Ratingagenturen wie Moody's oder besser noch Schattenbanken wie Blackrock. Das sind die Akteure die den Weltmarkt in unglaublich drastischer Weise beeinflussen und Krisen bisher immer überstanden haben. Ich glaube es wäre nicht unklug verstärkt in diese zu investieren. Der Weltmarkt reagiert stark auf diese ganzen Ratingagenturen und seltsamerweise erschüttern Krisen nie diese Unternehmen. Das dürfte sich nicht nur als rentabel, sondern auch als sicher erweisen. Ich werde mir aber zunächst ein Musterportfolio bei Wikifolio erstellen und das Aktieninvestment die nächsten zwei Jahre über testen. Geld habe ich momentan sowieso nicht genug aufgrund meiner Ausbildung...

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Student: Nebenjob (20h) + Nebengewerbe = Steuern und Krankenversicherung?

Hallo,

kurz zu meiner Person und Situation: Ich bin Student und arbeite nebenbei 20h in der Woche. Das Einkommen uebersteigt den Steuerfreibetrag, ich zahle also Lohnsteuer. Auf Grund der Wochenarbeitszeit von (nur) 20h, kann ich mich aber weiter ueber eine studentische Krankenversicherung versichern, was ja nicht nur mir sondern auch meinem Arbeitgeber Vorteile bringt.

In den letzten Tagen scheint sich mir eine Moeglichkeit zu eroeffnen nebenbei auch noch eine kleine Software fuer eine groessere Firma zu entwickeln und zu warten. Noch gibt es keinerlei Details wie die auftraggebende Firma dies vergueten moechte, aber ich gehe mal davon aus, dass ich das Projekt als freier Mitarbeiter bzw. ueber ein Nebengewerbe ausfuehren werden muesste.

Hierdurch ergeben sich fuer mich vor allem zwei Fragen: Wie wirkt sich dies auf meine zu zahlenden Steuern aus und wieviel von den Einnahmen durch die nebengewerbliche Taetigkeit muss ich etwa ans Finanzamt abfuehren? Was passiert mit der Krankenversicherung? Ich gehe davon aus, dass in einem Vertrag mit der auftraggebenden Firma keine Arbeitszeiten, sondern lediglich Ziele formuliert sind. Dennoch ist ja klar, dass ich Zeit investieren muss um diese Ziele zu erreichen. Andererseits zwingt mich ja niemand dies unter der Woche zu erledigen, und die Arbeitszeit am Wochenende hat soweit ich weiss ja keinen Einfluss darauf ob ich in die studentische Krankenversicherung falle oder mich voll krankenversichern muss.

Um ein wenig die Rahmenbedingungen zu erklaeren: Ja ich studiere wirklich, und ja ich schaffe dass trotz der "Arbeitsbelastung" wohl sogar in Regelstudienzeit - mir geht es also nicht darum hier einen Studentenstatus auszunutzen. Problem was ich sehe ist, dass mein derzeitiger Arbeitgeber der nebengewerblichen Taetigkeit evtl. nicht zustimmt, wenn ich auf einmal mehr fuer ihn koste (auf Grund des Arbeitgeberanteils bei der Krankenversicherung) und ausserdem wird der Ertrag aus dem Nebengewerbe auch nicht soo riesig sein, so dass auch der finanizielle Nutzen bei zusaetzlichen Abgaben fragwuerdig ist.

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150.000 EUR anlegen

Hallo, ich stehe vor einem kleinen Problem. Hier die Ausgangssituation:

Ich bin 30 Jahre und studiere derzeit ohne nebeneinkünfte. Mein Studium habe ich durch eine Erbschaft bereits finanziert 150.000 EUR sind übrig geblieben. Ich besitze KEIN Wohneigentum, dh. ich zahle derweil ca. 400 EUR Miete.

Da es mir irgendwie nicht in den Sinn kommen will, dass ich 150.000 EUR auf dem (Giro)Konto habe die unter 1% verzinst sind und ich noch Miete zahlen muss, muss ich mich wohl oder übel mal Gedanken machen ob ich nicht Wohneigentum erwerben möchte und somit das Geld zumindest halbwegs vor der drohenden Inflation schützen kann.

Ich habe auch schon mit meinen Eltern gesprochen, die mir ein Betrag bis MAX 120.000 EUR zur Verfügung stellen würden. Diesen würde ich ich dann mit 3% pa effektiv bekommen (es ist eine freiwillige Zinszahlung meinerseits... daran möchte ich auch nichts ändern).

Mein Studium endet in ca. 2 Jahren und ich wohne in der näheren Kölner Umgebung.

Nun meine Fragen:

  1. Ist es derweil Sinnvoll in Immobilien zu investieren wo durch die derzeitigen Krisenzeiten die Preise (gerade in Großstadtnähe) doch recht stark angestiegen sind? (wir reden über eine selbstnutzung)

  2. Falls nicht, wie würdet ihr an meiner Stelle das Geld anlegen? Ich hab leider keine große Ahnung worin man am besten investiert. Aktien, Fonds, Staatsanleihen oder doch Gold? Langfristig gesehen möchte ich schon eine Wohnimmobilie kaufen (am liebsten ein Haus und keine Wohnung), aber die Frage ist halt, ob ich nicht 5 Jahre warten soll und hoffen soll, dass sich der Immobilienmarkt etwas entspannt. Weil ja momentan alle Leute Kredite durch die günstigen Zinsen aufnehmen und die Häuser direkt verkauft werden.

Da ich keinen Kredit von der Bank benötige und meinen Eltern nur einen Inflationsausgleich zahlen möchte, ist der Leitzins für mich absolut egal. Ich denke eben, dass es besser ist wenn der Zins hoch ist und die Immobilienpreise wieder runtergehen, da hoffentlich die Nachfrage sinkt.

Ich weiss nur eins, ich möchte keinem wildfremden Finanzberater mein Geld anvertrauen ohne zu wissen, dass er sich auch 100%ig mit der derzeitigen Lage auskennt. Dann les ich mich selbst in die Materie rein. (was ich auch schon zum Teil gemacht habe)

Vielleicht hat ja jemand eine Idee, die ich so noch nicht kenne.

Danke Mfg Michael

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