Soll man als Prokon-Anleger im allgemeinen Interesse sei Geld derzeit nicht zurückfordern?

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7 Antworten

Hier ein aktueller Auszug aus der FAZ:

An diesem Montag nun hat die Dramatik der Ereignisse zugenommen. Prokon, das schon seit längerer Zeit keine Medienanfragen mehr beantwortete, war auch telefonisch nicht mehr erreichbar. Gegen Mittag wurde bekannt, dass der Staatsanwaltschaft Lübeck mehrere Strafanzeigen vorliegen und diese prüft, ob ein Anfangsverdacht wegen Betruges und weiterer Wirtschaftsdelikte besteht. Ermittlungen waren noch nicht aufgenommen worden.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/drohende-insolvenz-prokon-anleger-im-dilemma-12749726.html

Hast Du immer noch Fragen bezüglich des abziehens Deiner Gelder?

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So wie sich die Geschäftslage von Prokon allgemein gestaltet, habe ich nicht viel Hoffnung, dass ein zeitweiliger Verzicht auf Forderungen ausreicht um die Situation merklich zu entschärfen. Das Unternehmen ziert sich ja offenbar, endlich mal den Jahresabschluß für 2012 zu erstellen. Was insofern gerüchtehalber an die Öffentlichkeit dringt, verheißt aber nichts Gutes. Der Verlust ist erheblich und nimmt offenbar immer weiter zu. Bei dieser Ausgangslage erscheint die Insolvenz früher oder später zwangsläufig. Da sollte an sich jeder Anleger sich selbst der nächste sein. Womöglich ist es dafür aber ohnehin schon zu spät. Ich hege großen Zweifel daran, dass Prokon überhaupt noch Zahlungen an die Genußrechtsinhaber leisten wird.

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Das wäre mir zu riskant, dass da zu viele andere nicht "im allgemeinen Interesse" handeln. Sei Dir sicher, dass bei der derzeitigen Berichterstattung zu Prokon ein Großteil der Noch-Kunden versucht gerade ihr Geld zurückzubekommen. Und das ist wahrscheinlich schon zu spät...

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Prokon erwirtschaftet keinen Gewinn sondern macht Verlust. Das war in der Vergangenheit so. Die Zinsen haben die in der Vergangenheit offensichtlich von den Einlagen neuer Anleger bezahlt. So etwas nennt man Scheeballsystem. Solche Systeme sind in Deutschland nicht zulässig. Die werden so oder so in Insolvenz gehen. Zusehen das man sein Geld bekommt, oder einen Teil bevor alles weg ist. Was glaubst Du warum die nie Zahlen veröffentlicht haben?

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Das ist eigentlich die Frage, was ist besser Pest oder Cholera.

Prokonanleger, die kündigen, bekommen trotzdem ihre Einlage zurzeit nicht zurück, Prokon bietet höchstens Ratenzahlung an. Im Insolvenzfall muss man auf jeden Fall klagen, mit wenig Aussichten, bei einem sog. Urkundprozess ist die Beweispflicht immer beim Kläger. Außerdem muss man die Kosten für den Anwalt selbst bezahlen.

Und der Anleger, der auf Prokon vertraut, ist im Insolvenzfall seine Einlage ebenso verlustig, weil seine Forderung mit Sicherheit nachrangig ist und mangels Masse nichts übrig bleiben wird.


Wer dern Versprechungen nach 8% Rendite geglaubt hat, und das Risiko nicht kannte, der hat nun auf der ganzen Linie verloren.

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Was soll das Gefasel von allgemeinem Interesse. Wenn ich Anleger bei Prokon wäre, dann wäre ich der Meinung das mein Geld der " Allgemeinheit " nichts angeht. Ich hätte es so früh wie nur irgend möglich abgezogen bzw. erst garnicht investiert.

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roland53 13.01.2014, 20:19

Die Entscheidung liegt letztendlich bei Dir. Du mußt entscheiden, welches Hemd Dir am nächsten ist. Das Risiko ist relativ hoch, drauf zu zahlen.

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vortex 13.01.2014, 20:56
@roland53

Bei den Geschäftspraktiken von Prokon ist der Konkurs im allgemeinen Interesse.

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ich hätte schon längst abgezogen, weil mir die Zahlen schon seit Jahren nicht klar sind und spanisch vorkommen.

Aber nehmen wir an, ich hätte investiert und hätte nun Winterschlaf seit langer Zeit. Nun würde ich geweckt und mir würde diese Frage gestellt.

Wie du richtig sagst, das klingt nach Erpressung. Ich denke, ich würde abziehen, denn die Chancen sind so oder so schlecht, dass man sein Geld a) bekommt bzw. b) behalten darf.

Ich vermute, das Kind ist schon im Brunnen, denn Anleger sind scheu. Und wieso sollten sie es hier nicht sein.

Nehmen wir also an, ich kann noch abziehen, bekomme mein Geld. Dann beginnt das Zittern, denn wenn Prokon pleite geht, dann kommt da ein netter Herr oder eine nette Dame, die sicherlich diese Genussrechte wieder einfordern werden. Daher würde ich das abgezogene Geld irgendwo parken.

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