Soll ich mein ganzes Geld schon jetzt ausgeben und verkonsumieren?

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11 Antworten

Bitte mach, ist dein Geld!

Finde die Aussage, dass Aktien per se alle überbewertet seien zwar falsch und auch nicht belegbar, aber bitte.

Man kann auch breit diversifizierter anlegen als dir klar zu sein scheint. Es gibt Fonds und ETFs für beinahe alles und wenn du nach Wertsicherheit/-erhalt suchst wären vielleicht Rohstoffe interessant.

Wenn man in Einzeltitel geht und die Fundamentaldaten analysiert kann das schon mal eine Weile dauern. Habe letztes Jahr 2 Titel die relativ unbekannt sind, deren Zahlen aber stimmen ins Portfolio aufgenommen, wohlgemerkt 2 von 38.000 Aktien, die ich durch den Screener gejagt habe. Beide Unternehmen entwickeln sich prächtig.

Ferner gibt es keine schlechten Zeitpunkte um Geld zu investieren genau wie es keine guten gibt. Es kommt immer darauf an welche Strategie man fährt und wo man investiert.

Langfristig gesehen tun Kurskorrekturen nicht weh. Diese kommen immer mal vor und sind dann ehr ein Grund mehr zu investieren um Anteile günstig zu erwerben.

Wenn das alles dir nicht zusagt, würde ich vielleicht das Geld in dich selbst investieren. So persönliche Weiterbildung und so. Human Kapital weißt du bescheid?

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Mach doch mit Deinem Geld was Du willst, ich würde mir erst einmal ein kleines Häuschen kaufen und dafür sorgen, dass genug zu essen da ist. Alles Andere wäre mir egal. Ich brauch keine Villa oder teure Autos. Den Luxus brauch ich nicht. Ich brauche nur en Dach überm Kopf, genug zu essen und en Auto, was mich von A nach B bringt. Denn irgendwann kann ich ja eh nix mitnehmen.

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Kommentar von Kevin1905
07.06.2015, 12:44

Mach doch mit Deinem Geld was Du willst, ich würde mir erst einmal ein kleines Häuschen kaufen und dafür sorgen, dass genug zu essen da ist.

Ein Eigenheim ist so ziemlich das größte Kapitalgrab, das es gibt. Wirft keine Erträge ab, verursacht aber Kosten, die ich nicht umlegen und auch nicht von der Steuer absetzen kann.

Die Lage-Thematik hatte ich ja schon angesprochen.

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Als ich diese Frage gelesen habe, musste ich grinsen. Warum?  Weil ich meinen Kunden schon lange die Glaubensfrage stelle: Woran glauben SIE?

Wer an Immobilien oder Gold als einzig wahre Geldanlage glaubt, tut sich oft schwer mit Fonds o.ä. und wer an die drohende Totalkrise glaubt, hat meistens keine Lust zu sparen.

Oft ist dieser Krisenglaube aber nur eine faule Ausrede, um sich vor der Verantwortung für die eigene Zukunft zu drücken. Dass Du hier fragst, deute ich mal als Zeichen für Letzteres.

Wir können dir Deinen Katastrophenglauben nicht ausreden, aber wenn Du selber unsicher bist, ob die große Krise wirklich kommt, dann solltest Du darauf hin sparen, dass Du doch möglicherweise glücklich alt wirst und dann immer noch Geld brauchst.

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Gute Idee, wenn viele so handeln würden, wäre die Krise schneller beendet.

Am Besten machst Du ausgiebig Urlaub in Griechenland. Das hilft Dir mit guter Erholung und der griechischen Wirtschaft.

Im Übrigen empfehle ich:

grichischen Schafs- oder Ziegenkäse

eine Spanische Immobilie (verringert deren Immobilienkrise)

ein deutsches Auto (sichert hier Arbeitsplätze)

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Das ganze Geld jetzt auszugeben und zu konsumieren ist für viele Leute gerade die optimale Lösung. Was ist aber, wenn alles anders kommt, als du denkst? Dann haste Dein Geld ausgegeben und kannst Dich voll auf die bevorstehende Altersarmut freuen. Wer heute weniger als 1.500 Euro verdient, geht in die Altersarmut. Mit dem momentanen Konsumgedanken (und dem Argument, ich bekomm ja keine Zinsen), geht einer ganzen Generation die Fähigkeit des Sparens verloren. Zins hin oder her - wenn jetzt nichts auf die Seite legst - dann wird das keine schöne Zukunft werden. Willst Du das wirklich so haben?

Geld kann man zu jeder Zeit anlegen - ich muss mich halt schlau machen und vor allem auf Versicherungen wie Riester, Rentenversicherungen und Produkte verzichten, bei denen nur der Vermittler Geld verdient und nicht Du!

Ein Tipp von vielen sagt, dass man sein Geld zu 33,33% in Aktien, zu 33,33% in Immobilien und zu 33,33% in Rohstoffe stecken sollte. Alles drei zusammen sind schlicht weg Sachwerte - egal welche Währung dann da ist - egal ob Krieg oder nicht egal was sonst - die Sachwerte werden einen Wert haben - egal ob das nun in Euro oder in einer neuen Währung bezahlt wird.

Schau Dir an, welche Länder wie wachsen oder schrumpfen und welche Auswirkungen es auf die jeweiligen Sachwerte haben wir, dann kannst Du überlegen, was dir persönlich "gefällt" und dann kannste handeln.

Das Geld zu verprassen ist zwar jetzt schön, aber es wird dir später einholen und du wirst dich an die Frage hier sicher erinnern.

Viele Grüße sendet Dir Harald

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Kommentar von Hans2416
07.06.2015, 20:55

Ich teile ja im großen und ganzen Deine Meinung, aber dass Aktien zu den Sachwerten gehören ist mir absolut neu.

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Kommentar von gandalf94305
08.06.2015, 09:55

Der Stil erinnert mich an einen anderen Teilnehmer hier. Hat etwas mit Wissen und Info zu tun. Lustig, welche Ansichten und welche Kommunikationsform ein Startup mit Gründung im Februar 2015 und irreführendem Namen so alles kund tut. Insbesondere die Arten der empfohlenen Sachwerte sind deutlich riskanter als hier suggeriert wird. Finger WEG!

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Ja, verkaufe Deine Vermögensgegenstände und kaufe dafür Ackerland (gerne auch bei Ingo im Urwald), idealerweise mit einem nutzbaren Brunnen und schön im Süden, damit Du solare Energie nutzen kannst. Weiterhin baust Du ein kleines Häuschen und etwas Viehhaltung wäre auch ok.

Selbstversorger sind von den konjunkturellen Bewegungen weniger betroffen. Damit hast Du Deine Naturaldividende aus Deiner eigenen Arbeit und selbst unter Kontrolle, was damit passiert. Ade Börse, ade Kapitalmärkte.

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Kommentar von microgeo
08.06.2015, 09:35

So ganz abwägig ist das nicht. Hat auch Vorteile so ein Leben.

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"Mögliche Währungsreform" ???. Die hat schon 2004 stattgefunden. Alle Politiker haben verkündet der Euro würde genauso stabil werden wie die DM. Es wurde freilich verschwiegen das Helmut Kohl Giscard d’Estaing den Verzicht auf eine starke stabile Gemeinschaftliche Währung schon zugesagt hatte. Wenn Du Dein Geld jetzt in Konsumgüter umsetzt sorgst Du für wirtschaftlichen Aufschwung. Sinnvoll ist es derzeit in Immobilen zu investieren, da diese auch bei den vergangen Währungsumstellungen ihren Wert behalten haben vielfach sogar im Wert gestiegen sind.

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Kommentar von Kevin1905
06.06.2015, 18:00

Sinnvoll ist es derzeit in Immobilen zu investieren, da diese auch bei den vergangen Währungsumstellungen ihren Wert behalten haben vielfach sogar im Wert gestiegen sind.

... und laufende Erträge (Mieten) abwerfen. Zumindest, wenn man es richtig macht.

Aber eine große Einschränkung haben Immobilien immer und das ist die gegen 0 tendierende Liquidität. Eine Schrott-Aktie kann ich verkaufen, Verlust realisieren, Mund abputzen und weitermachen. Dies geschieht meist innerhalb von 1 bis 2 Tagen.

Eine Schrott-Immobilie verursacht Kosten die ich trage, verliert Wert und ich kriege sie - wie Hundekot am Schuh - nur schwer wieder los.

Wer in Immobilien investieren will braucht absolut professionelle Unterstützung, freies Kapital, hohe Bonität und eine 100% passende Lage.

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Kommentar von Rolf42
07.06.2015, 23:21

Es wurde freilich verschwiegen das Helmut Kohl Giscard d’Estaing den Verzicht auf eine starke stabile Gemeinschaftliche Währung schon zugesagt hatte.

Was soll Kohl mit Giscard d’Estaing zu tun gehabt haben?

Giscard d’Estaing war bis 1981 französischer Staatspräsident, Kohl wurde 1982 Bundeskanzler.

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Kommentar von Rolf42
08.06.2015, 06:49

Und was soll 2004 gewesen sein?

Der Euro wurde bereits 1999 eingeführt, seit 2002 gibt es ihn auch als Bargeld.

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In der Tat kann niemand mit Sicherheit sagen, wohin sich z.B. die Aktienmärkte oder eine Gesellschaft entwicklen werden. Ich bin ebenfalls zunehmend skeptisch und sehe speziell für Normalverdiener, welche nicht der Erbengeneration angehören, im Geld ausgeben durchaus eine sinnvolle Option.

Die Alternativen sind nicht viel besser. Eine hohe Sparleistung wird mit Normalverdienst nicht möglich sein, besonders als Familie. Künftige Renten werden mies ausfallen ob mit oder ohne Sparleistungen. Im Pflegefall fällt ein Eigenheim schnell zu Opfer.

Sparen lohnt sich für die, die schon Substanz haben oder Erbe erwarten. Alle werden aber durch die Gesetzgebung der kommenden Jahre mehr und mehr belastet werden. Die schleichende Bargeldabschaffung wird es dem Staat in einigen Jahren noch leichter machen, Zwangsabgaben zu erheben. 

Und Einschnitte werden kommen um die stark steigenden Soziallasten zu schultern und eine verstärkte Ghettobildung durch Wegfall von Hartz4 etc. zu vermeiden. Diese starke Wählergruppe wird auch künftig stark alimentiert werden. Zu Lasten der Sparer, Angestellten und Arbeiter.


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Kommentar von jsch1964
08.06.2015, 09:55

Wenn Du der Meinung bist, dass staatliche und soziale Systeme Dich in Zukunft nicht retten werden, dann kann die Lösung nur sein, selber so vorzusorgen, dass Du Dich im Alter selbst finanzieren kannst. 

Je stärker Du davon überzeugt bist, desto stärker solltest Du Dich jetzt einschränken, um zumindest diesen Level ein Leben lang halten zu können.

Am Ende Deines Weges steht konsquenterweise der Freitod, nachdem du alles verkonsumiert hast und dann irgendwann die Wartungsarbeiten an Deinem Körper anfangen, die nicht mehr bezahlt werden. Bist Du dazu bereit?

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Wer sagt, daß die Aktien überbewertet sind. Es gibt noch genügend Aktien mit einer Dividendenrendite über 3,5%. Weit mehr als eine Bundesanleihe bringt. 

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Tu was Du nicht lassen kannst und solltest Du es alleine nicht schaffen, das Geld unter die Leute bringen, lass es mich wissen. Ich bin gern behilflich. ;-))

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Du zeichnest Dir selbst eine düstere Zukunft, tu was Du nicht lassen kannst, kann Dich offensichtlich eh niemand von ab bringen. 

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