Situation hat sich verändert macht erneuter BAfög-Antrag Sinn?

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3 Antworten

Sinnvoll ist es auf jeden Fall, den Auszug des Geschwisterkindes sofort dem Amt mitzuteilen. Möglicherweise kommt es dann zu einer (Teil-)Förderung.

Ein komplett neuer Förderungsantrag - mit allen erforderlichen Formularen - ist nur notwendig und sinnvoll, wenn der alte Bewilligungszeitraum (der ist dem Ablehnungsbescheid zu entnehmen) bereits abgelaufen ist oder bald ablaufen wird.

Wenn der alte Bewilligungszeitraum bereits abgelaufen sein sollte, sollte der neue Antrag noch in diesem Monat schriftl. gestellt werden, sonst geht die Förderung für Juli womöglich flöten. Vollständig muss er noch nicht sein, um den Förderungsanspruch für Juli zu wahren.

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Also versuchen kann man es, aber sehr viel Hoffnung solltet ihr euch nicht machen. Und zwar aus folgendem Grund:

Als Grundlage der Berechnung zählen die Elternverdienste nach dem Steuerbescheid des vorletzten Jahres (auf Antrag ggf. auch ein neuerer). Von diesen Verdiensten wird ein Freibetrag der Eltern abgezogen. Einen zusätzlichen Freibetrag gibt es auch für unterhaltsberechtigte Kinder (neben dem für den der BaföG-Antrag gestellt wird). Sollte dieses Kind jedoch über eine bestimmte Grenze hinaus während der Ausbildung verdienen, entfällt für dieses Kind der Freibetrag.

In eurem Fall würde sich also nichts verändern. Der Wohnungswechsel des Geschwisterkindes wirkt sich nicht auf den Freibetrag aus. Demnach sollte der BaföG-Bescheid nichts anderes ausweisen (es sei denn wir sind schon ein Jahr weiter und die Einkünfte haben sich verändert)

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Kommentar von Steeler
17.07.2013, 10:01

Bei den Freibeträgen nach § 11 Abs. 4 und § 25 BAföG sind immer die aktuellen Verhältnisse maßgebend.

Für Geschwister in betrieblicher Ausbildung, die bei den Eltern leben, gibt's den absoluten, aber einkommensabhängigen Freibetrag nach § 25 Abs. 3 BAföG. Der bei hoher Ausbildungsvergütung also auf Null fällt.

Für Geschwister in betrieblicher Ausbildung, die nicht bei den Eltern leben, gibt's dagegen den relativen und einkommensunabhängigen Freibetrag nach § 11 Abs. 4 BAföG. Und ein relativer Freibetrag bringt gerade bei hohem Einkommen einiges.

Ob am Ende was rauskommt, hängt natürlich von den konkreten Einkommenswerten ab. Aber einen Versuch ist es allemal wert.

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Einen Antrag kann man immer noch stellen, wenn die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind, nur rückwirkend ist es natürlich nicht möglich.

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