Sinn der Aktieninvestition?

8 Antworten

Wieso Aktien? Man beteiligt sich an Unternehmen, macht also genau das was die Idee eines jeden sehr reich gewordenen Menschen war. Es funktioniert ja auch durch alle Krisen und zu alle Zeiten ganz ausgezeichnet.

Dagegen ist noch kaum wer reich aber sehr viele arm geworden, die es eine gute Idee fanden, überschuldeten Staaten oder Unternehmen Geld zu leihen. Es der Bank zu leihen und auf Zinsen über der Inflation zu hoffen, machte auch noch keinen reich aber (historisch betrachtet) viele arm.

Du hast das Thema also ganz, ganz falsch verstanden.

Wer damit spekulieren will, also keine Zeit mitbringt, kann sich auch eine Wohnung kaufen. Beides ist nichts anderes als eine Wette, die man schon deshalb als Anfänger verliert, weil man weniger Ahnung als die anderen hat.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
Wieso investieren Leute in Aktien?
  • Weil sie sich davon passives Einkommen in Form ausgeschütteter Dividende versprechen. Meine Dividende aus meinen Aktieninvestments ist deutlich 5-stellig und liegt auf dem Niveau des Bruttoeinkommens eines leitenden Angestellten.
  • Weil sie über ihr Stimmrecht die Unternehmenspolitik und den Vorstand mitgestalten wollen, setzt natürlich eine gewisse Anzahl an Anteilen voraus. Ab 25% hab ich eine Sperrminorität ab 50%+1 bin ich Mehrheitseigner und kann ganz maßgeblich die Firmenpolitik bestimmen.
  • Weil es auf den Hautpversammlung meistens gutes Essen und freie Getränke gibt (Naturaldividende). Was hatte ich schon gute Buffets und Essen à la carte, für das man sonst hoche 2-stellige Beträge zahlen müsste.
  • Weil man auf Wertsteigerung hofft durch Kursgewinne. I.d.R. outperformen Aktien jede andere Anlageform. Durchschnittsrenditen von 8% p.a. und mehr eines entsprechend aufgestellten Depots sind nicht unrealistisch
Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Aktien werden ausgegeben, damit Unternehmen Geld zufließen kann, aber danach hat das Unternehmen scheinbar nichts mehr davon, d.h. wozu in Aktien investieren?

Ich nehme an, dass Dir schon klar ist, dass man Dividenden erhält, wenn diese ausgeschüttet werden. Die vordergründigen Argumente erfordern daher keiner weiteren Erläuterung.

Der wesentliche Punkt ist nämlich ein anderer. Dadurch dass Aktien einen Anteil an einem Unternehmen verbriefen, bedingen Sie die Möglichkeit einer Einflussnahme auf das Unternehmen. Dieses Einflussrecht besitzt einen Wert. Interessant wird dieser Wert beispielsweise bei Übernahmen - insbesondere bei feindlichen Übernahmen.

Damit ist eine Aktie ein Sachwert, der mit einem (variablen) Geldwert bewertet werden kann. Welcher dies ist, wird durch Angebot und Nachfrage an den Börsen bestimmt. Der Handel erlaubt die Weitergabe der erworbenen Rechte im Primärmarkt an andere (Sekundärmarkt). Kleinaktionäre spielen zwar bei Entscheidungen auf Unternehmensebene selten eine signifikante Rolle, aber sie profitieren natürlich auch von der Entwicklung dieses Unternehmenswerts, der von primär institutionellen Investoren geprägt bzw. getrieben wird.

Wenn man nun noch betrachtet, dass der Wert einer Aktie aufgrund der Geschäftsentwicklung und der Fähigkeit eines Unternehmens, höhere Preise an Kunden weiterzugeben, typischerweise mit der Inflation schwimmt (mal mehr, mal weniger), wird auch klar, warum Aktienpreise sich grob mit der Inflation nach oben entwickeln. Gute Unternehmen schlagen die Inflation.

Will man also auf eine Partizipation an der Entwicklung eines bestimmten Unternehmens setzen, kann man dessen Aktien kaufen. Möchte man auf einen Sektor oder ein Land setzen, gibt es ETFs und Fonds, die in mehrere Aktien diversifizieren und damit das Risiko von Rückschlagen reduzieren. Das Grundprinzip der Entwicklung mit der Inflation ist in jedem Fall jedoch das gleiche.

Die Kunst besteht darin, diejenigen Aktien zu identifizieren, die eine überdurchschnittliche Entwicklung des Geschäfts oder Robustheit gegen Turbulenzen zeigen, so daß man tatsächlich ein gut inflationsgesichertes Investmentvehikel mit einem zusätzlichen Gewinnpotential bekommt.

Günstige Hypothekenzinsen für Aktienkauf nutzen und so fürs Alter vorsorgen?

Hallo, ich habe eine Wohnung in München und die ist abgezahlt und ca. 500000 wert. Ich habe diese geerbt und bewohne diese selber. Leider habe ich sonst kein Vermögen.

Allerdings heißt es, dass man jetzt wieder Aktien kaufen soll und als halber Franzose gefallen wir insbesondere die Aktien von GDF Suez sehr gut. Diese kosten etwas über 16 Euro und zahlen 1,50 Euro. Die Rückforderung der Quellensteuer ist für mich weniger das Problem, also hätte ich fast 7% Nettodividende. Ich würde daher die günstigen Zinsen nutzen und eine Hypothek in Höhe von 30000 Euro aufnehmen um 2000 GDF-Aktien zu kaufen. Mein Plan ist es diese Hypotheken durch die Dividende zu tilgen und am Ende als Altersvorsorge Aktien zu haben, deren Dividenden ich dann später zum Kauf anderer Dividendenwerte nutzen könnte.

Eigentlich kann ja nicht viel schief gehen, denn selbst wenn GDF die Dividende um 2/3 auf 50 Cent kürzt, wäre das ausreichend für die Hypothekenzinsen und ich kann ja auch den Teil, den ich vom Einkommen (monatlich 1000 Euro) spare zur Tilgung verwenden.

Was haltet ihr von dieser Anlagestrategie? Sollte ich es besser lassen oder sollte ich neben 1000 GDF auch 1000 Statoil oder 600 Shell kaufen, welche auch recht hohe und todsichere Dividenden bezahlen, mit denen ich die Hypothek abzahlen könnte? France Telecom zahlt auch fast 10% Dividende, allerdings ist die Gefahr einer Streichung hier zu hoch.

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