Sind Zins-EFT´s eine Alternative zu den Anleihen-Direktanlagen ?

2 Antworten

Ja, natürlich stellen Zins-ETFs eine Alternative zu einer einzelnen Anleihe dar.

Bei der Anleihe hast Du unmittelbares Bonitätsrisiko des Anleiheschuldners, der eine Bank, ein Unternehmen, ein Staat oder eine supranationale Institution sein kann. Im Einzelfall kann es zu einem Konkurs des Anleiheschuldners kommen, z.B. bei einem Unternehmen oder einer Bank.

Ferner hast Du bei einer Anleihe entweder eine Endfälligkeit einer Anleihe oder die Rückzahlung erfolgt über einige Tilgungsjahre verteilt, wobei dann die zurückzuzahlende Anleihe ausgelost wird. Üblich sind endfällige Anleihen.

Hinsichtlich der Verzinslichkeit gibt es festverzinsliche oder variabel verzinsliche Anleihen, für letztete wird der Zinssatz meistens im 6-Monats-Rhythmus neu festgelegt. Damit orientiert er sich am 6-Monats-Interbankengeld plus/minus einer Marge und ähnelt der 6-Monatsgeldanlage.

Die festverzinslichen Anleihen werden bei Fälligkeit zu 100 % zurückgezahlt. Zwischendurch schwankt der Kurs regelmäßig in Abhängigkeit vom Kapitalmarktzins für die entsprechende Restlaufzeit (und die Bonität).

Dann sind hier noch die inflationsgeschützten Anleihen zu erwähnen.

Bei Renten-ETFs (= Zins-ETFs) erfolgt eine Gruppenbildung aus verschiedener Anleihen im Hinblick auf ein bestimmtes Merkmal, die die Grundidee des gewählten ETF-Merkmals am besten repräsentieren, z.B. Corporate Bonds (Unternehmensanleihen), Jumbo-Anleihen, 5-7-jährige Restlaufzeiten, German Government, Inflations-Indexierung usw.

Bei deutschen Staatsanleihen ist eher ein ETF mit spezieller Restlaufzeitorientierung sinnvoll, bei dem sich bei Zinsänderungen am Kapitalmarkt dämpfend auf die Kursentwicklung auswirken. Bei einem ETF mit 5-7-jähriger Restlaufzeit müssen die zu kurzen Restlaufzeiten durch längere Restlaufzeiten ersetzt werden, um den Restlaufzeitdurchschnitt bei 5-7 Jahren zu halten. Hierdurch verschiebt (permanent) sich das jeweilige Fondsmix.

Ein Renten-ETF kann sich auch auf einen Anleihenindex z.B. REX beziehen.

Während Anleihen oft Stückelungen ab € 1.000 aufwährts haben, manche erst ab € 100.000, kannst Du ETFs schon ab ca. € 50 erwerben, denn der ETF repräsentiert nur einen Anteil am großen Fondssondervermögen.

Ich nehme an, du meinst mit Zins-ETFs ETFs auf Anleihenindizes? Diese sind auf jeden Fall eine Alternative zu Anleihen-Direktanlagen - meiner Ansicht nach unter Anderem aus zwei Gründen:

1) In ETFs auf Anleihenindizes kann gegenüber der Direktanlage schon mit kleineren Summen angelegt werden.
2) Sie bieten gegenüber der Direktanlage "von Haus aus" Diversifikation.

Für eine Übersicht guck mal hier: http://www.etf-hq.de/etf-suche.aspx Dort bei den Filterkriterien die Assetklasse "Staatsanleihen" auswählen und dann Aktualisieren drücken. Damit bekommt man eine Übersicht über Anleihen-ETFs.

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