Sind Werte im Testament für das Erbe relevant?

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2 Antworten

Die Angabe stellt lediglich eine Schätzung aus der Zeit der Abfassung des Testaments dar. Der tatsächliche Wert mag sich in der Zwischenzeit stark geändert haben.

DIe Angabe mag (man möge mich korrigieren), wenn sie vorsätzlich viel zu niedrig war, zu einem Anspruch auf Ergänzung der Notargebühren führen.

FrauFanta 23.07.2017, 14:33

Nein das war nicht vorsätzlich. Das Testament ist 20 Jahre alt und der Erblasser die letzten Jahre tüchtig Geld verjubelt. Also eher Zuviel Notargebür bezahlt. Es ist nur dass sich die Pflichtteilsberechtigten jetzt auf diese Summe berufen 

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Mikkey 23.07.2017, 14:42
@FrauFanta

Es sei ihm gegönnt...

Aber der Pflichtteil richtet sich nach dem tatsächlichen Nachlass abzüglich der Kosten (Beerdigung, Wohnungsräumung, Gebühren etc.)

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Relevant ist der Wert zum Todestag. Daran ist schon mal die Steuerbehörde für das Berechnen der Erbschaftssteuer interessiert!

Einfaches Beispiel zum Nachvollziehen: im Testament wird ein Grundstück in München-Schwabing vermacht. Das Testament ist ca. 30 jahre alt und als Wert ist der Grundstückswert von vor 30 Jahren angegeben. Bekanntlicherweise sind die Grundstückspreise in München-Schwabing, nun ja, doch etwas angestiegen.

Wenn jetzt ein Miterbe von Dir dieses Grundstück bekommt, welchen Wertansatz für das Grundstück würdest Du für einen eventuellen Wertausgleich zu Deinen Gunsten bevorzugen?

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