Sind staatliche Förderung und Zuschüsse ausreichend für den Einbau eines Blockheizkraftwerks?

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3 Antworten

Meine Mutter wohnte in einem Haus mit 126 Wohneinheiten. Das ist ein Gebäude, in dem ein BHKW lohnenswerterweise eingesetzt werden kann.

Ein klassisches Einfamilienhaus (auch wenn da eine Großfamilie mit 10 Personen wohnt) dürfte ein MiniBHKW nicht wirtschaftlich einsetzen können. Das BHKW amortisiert sich über die Betriebsstunden, d.h. es sollte nicht zeitweise, sondern andauernd laufen und für die Wirtschaftlichkeit muß ein entsprechender Energie- und Wärmeverbrauch bestehen. Die Energieeinspeisung in das Stromnetz muss so lange und kontinuierlich wie möglich erfolgen.

Rechnet man für ein Einfamilienhaus an Strom- und Heizungskosten so um die 2-4 kEUR p.a. und eine Ersparnis von 30% bei Einsatz eines MiniBHKW/MicroBHKW, so wäre das Potential ca. 600-1.200 EUR p.a. Ein BHKW kostet jedoch als Investition um die 20-25 kEUR mehr als eine konventionelle Gasbrennwerttherme mit Solarthermie. Man hätte also eine Amortisation nach ca. 20 Jahren - vielleicht, denn es könnte auch Reparaturen und andere Ereignisse geben, die die Kosten für die BHKW-Lösung über diese Zeit weiter erhöhen.

Für kleinere Einheiten mit einem Verbrauch unter ca. 30 kWh lohnt sich das daher nicht wirklich - hier sind Wärmetauscherlösungen mit Solar- oder Geothermie interessanter.

Du kannst Dir das ja mal von einschlägigen Anbietern durchrechnen lassen.

Inwischen gibt es auch - nach meiner Kenntnis - Blockheizkraftwerke für kleinere Häuser. Es sollte aber mindestens ein Zwei-Familienhaus sein. ob die Förderung dafür taugt oder ausreicht? Dies kann Ihnen nur ein Profi beraten. Wir hatten dazu einen Energieberater.

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