Sind Schenkungen relevant für die Einkommensteuer?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Einkommensteuer und Schenkungsteuer haben keine Zusammenhang (ausser einem der praktisch nie vorkommt).

Das heißt, die Schenkungssteuer fällt weder für die Schenkungen des Vaters, noch für die das LAG an.

Allerdings, wenn der LAG in seiner Einkommensteuererklärung einen Abzug gemäß § 33 a EStG, Unterstützung einer bedürftigen Person, geltend machen wollte, könnte das anders aussehen. bie 7.000,- Euro eigenen Einkünften wäre da nach Abzug des Freibetrages von 624,- Euro und dem höchsten Abzugsbetrag von 8.130,- noch 1.754,- Euro für einen Abzug frei.

Da wäre praktisch zu überlegen, ob entweder der Vater, oder der LAG das geltend machen könnte, aber da dürfte dann nicht "Schenkung" auf den Belegen gestanden haben. Ausserdem könnte das Finanzamt natürlich auch sagen, das wegen der schenkung des jeweils anderen keine Bedürftigkeit vorhanden war.

(ausser einem der praktisch nie vorkommt).

Ich bin ganz Auge.

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@EnnoBecker

§ 35 b, bzw. § 35 a.F. EStG Ermäßigung innerhalb von 5 Jahren.

Ich weiß nur, dass es das gibt. Noch nie einen praktischen Fall gesehen.

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Schenkungen selbst sind nicht einkommensteuerpflichtig. Wenn Du aus übertragenen Depots dann Einkünfte hast, dann sind diese einkommensteuerpflichtig, da Einkünfte aus Kapitalvermögen.

Sparer-Pauschalbetrag, Schenkungen, Einkünfte aus Kapitalvermögen

Folgende Situation: Vater hat ein eigenes Depot. Mutter hat ein eigenes Depot. Vater und Mutter haben zusätzlich ein Gemeinschaftsdepot, was eigentlich für den gemeinsamen Sohn (aktuell 2 Jahre alt) gedacht war.

Die Einkünfte aus Kapitalvermögen überschreiten insgesamt nun 2x801 Euro, wodurch die Abgeltungssteuer zum Tragen kommt.

Da das Gemeinschaftsdepot sowieso für das Kind gedacht war, wurde nun für das Kind ein eigenes auf den Namen des Kindes Depot angelegt.

Fall/Frage 1: Nun kann doch der Inhalt des Gemeinschaftsdepot (Fonds und Tagesgeld) als Schenkung auf das Kind Depot übertragen werden. Da dieses mit 5000 Euro deutlich unterhalb des Freibetrages für beschenkte Kinder liegt (400.000 Euro) sollten hier keine Steuern anfallen? Ist das richtig?

Fall/Frage 2: Die Einkünfte aus Kapitalvermögen für das Kind liegen z.B. in 12 Jahren z.B. bei 5000 Euro auf dessen eigenen Depot. Also deutlich über den Sparer-Pauschalbetrag in Höhe von 801 Euro aber auch noch unterhalb von dem Grundfreibetrag in Höhe von 8004 Euro. Daher fallen hier keine Steuern an? Ist das richtig?

Fall/Frage 3: Die Eltern stellen nun in z.B. 3 Jahren fest, dass auf deren eigenen Depots die Einkünfte aus Kapitalvermögen 1602 Euro wohl überschreiten werden. Um die Abgeltungssteuer zu vermeiden, überweisen sie einfach z.B. 25.000 Euro auf das Depot vom Kind. Ist das dann eine Schenkung? Da nun innerhalb von 3 Jahren die Eltern dann dem Kind 5000 + 25.000 Euro überwiesen bzw. geschenkt haben, fallen hier keine Steuern an, da der Freibetrag für ein beschenktes Kind innerhalb von 10 Jahren 400.000 Euro nicht überschreiten darf? Wenn die Einkünfte aus Kapitalvermögen für das Kind dann noch unter den Grundfreibetrag in Höhe von 8004 Euro liegen, hat die Familie als ganzes hier mit keinerlei Abgaben zu rechnen?

Fall/Frage 4: Die Eltern stellen nun in z.B. 5 Jahren fest, sie brauchen 25000 Euro. Dieses Geld hatten sie ja bei dem Kind "geparkt" um die Abgeltungssteuer zu vermeiden. Nun, da das Kind 8 Jahre alt ist, und sie Vollmacht auf dessen Konto haben, überweisen sie sich das Geld zurück. Ist das dann eine Schenkung? Da diese nun den Freibetrag für beschenkte Eltern in Höhe von 20.000 Euro übersteigt, müssen hier 5000 Euro mit 15% versteuert werden? Ist das richtig? Strategisch besser wäre es also, sie überweisen sich 20.000 Euro zurück und ggf. in 10 Jahren die 5000 Euro?

Fall/Frage 5: In 20 Jahren möchte das Kind studieren. Auf seiem Depot befinden sich hauptsächlich Fonds. Nun ist es strategisch am besten, man verkauft die Fonds gerade so, dass durch den Verkauf der Grundfreibetrag in Höhe von 8004 Euro nicht überschritten wird? Beispiel: In einen Fond wurde 20.000 Euro auf das Depot vom Kind investiert. Nun liefert er nach dessen Verkauf 30.000 Euro. Damit liegen die Einkünfte aus Kapitalvermögen bei 10.000 Euro? Und damit 10.000-8004 = 1996 Euro über den Grundfreibetrag? Ist das so richtig gerechnet?

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