Sind meine hohen Studiengebühren rückwirkend als Verlustvortrag noch möglich und bleibt mir nur noch eine Woche?

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3 Antworten

1. Wenn der Bescheid 2014, bis auf einen eventuellen Verlustabzug in Ordnung ist, brauchst Du nichts zu machen. Die Verluste werden ggf. abgezogen, wenn vom Verlustvortrag nach Abzug in 2012 und 2013 noch etwas verbleibt.

2. Wenn die Jahre wie erwartet Verluste ergeben, werden die vorrangig in den Jahren 2012, 2013 usw. abgezogen. Die Bescheide werden dann vom Finanzamt neu erstellt.

3. Wenn nach dem Abzug der Verlustvorträge aus 2009 - 2011 in den Jahren 2012 und 2013 noch etwas verbleibt, wird das automatisch durch das Finanzamt in 2014 angesetzt und abgezogen.

4. Man gibt die Verluste aus den Vorjahren nicht an, die werden von Amts wegen bei der Veranlagung abgezogen.

5. Wichtig ist, dass die die Verlustjahre 2009 - 2011 bis ende Dezember (Eingegangen beim Finanzamt) abgegeben hast. Das Kreuzchen machst Du nicht bei Einkommensteuererklärung, sondern bei "Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags.

Da du Verluste 7 Jahre rückwirkend feststellen lassen kannst, mache noch dieses Jahr eine Steuererklärung für dein Erststudium 2009 - 2010 und dann für dein Zweitstudium 2010 - 2011.

Gib beides als Werbungskosten an. Bei den Kosten für dein Zweitstudium ist das ja legitim. Bei den Kosten fürs Erststudium noch nicht. Daher wirst du für deine Steuererklärungen 2009 und 2010 auch erst einmal einen negativen Steuerbescheid bekommen. Lege gegen diesen Einspruch ein.

Sollte das Gerichtsurteil schließlich gut ausgehen, macht das Finanzamt alles automatisch. Der dir entstandene Verlust wird mit den Einnahmen der nächsten Jahre verrechnet.

Hast du während deines Studiums gearbeitet? Eventuell kann es sein, dass dann gar kein Verlust entstanden ist. Versuche dein Glück.

Es sollte möglich sein, die Kosten bis 7 Jahre zurück geltend zu machen, also ab 2009.

Nun, man könnte für die Jahre des Erststudiums einen Antrag auf Feststellung des Verlustvortrages stellen. Der wird nach geltender Rechtslage abgeschmettert und man muss Einspruch einlegen und nach der Einspruchsentscheidung dann eben klagen.

Mach das mal. Es kommt sicherlich zwar nichts bei raus, aber immerhin sind es nicht meine Kosten, die da entstehen.

Kann ich für die Steuererklärung 2014 innerhalb der verbleibenden Woche Einspruchsfrist noch den Verlust angeben, auch wenn die vorherigen Steuerklärungen mit dem Verlust noch nicht abgegeben sind?

Die Einspruchsfrist beträgt nicht vier Wochen, sondern einen Monat ab Bekanntgabe des Bescheides. Das sind je nach Monat und Wochenendlage  zwei bis elf Tage mehr.

Aber: Ja, kannst du.

In der einen abgegeben Steuererklärung von 2012 hat mein Steuerberater nicht angegeben, dass noch ein Verlust von den Vorjahren besteht 

Wenn der Verlust tatsächlich besteht und auch festgestellt wurde, ist die Angabe auch nicht notwendig.

Dritte Frage:

Keine Angst. Einkommensteuer ist eine Jahressteuer. Das eine Jahr hängt nicht vom anderen ab. Du kannst also auch bunt durcheinander abgeben.

Die vierte Frage, die eigentlich die fünfte ist, ist dieselbe Frage wie die davor.

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