Sind Leute die sparen die Dummen?

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14 Antworten

Das ist eine Frage der individuellen Strategie.

Niemand kann die (gesundheitliche) Zukunft voraussehen.

Wer vorgesorgt hat und früh pflegebedürftig wird, hat aber trotzdem wesentlich bessere Gestaltungsmöglichkeiten in der Organisation der Pflege.

Wer vorgesorgt hat und nicht pflegebedürftig wird, der hat natürlich etwas von der Vorsorge.

Wer jung stirbt, der versorgt evtl. seine Hinterbliebenen.

Suche nach Ungerechtigkeiten und man wird überall welche finden, besonders wenn man sich "passende" Beispiele konstruiert. Du wirst genauso viele Beispiele finden, bei denen die die "Dummen" sein können, die sparen, wie auch umgekehrt.

Es ist unmöglich, Regelungen zu finden, die es allen recht machen.

Das sind m.E. extreme, aber realistische Beispiele.Es gibt im Leben keine absolut geplante Sicherheit.Wenn der Sparsame aus Deinem Beispiel nur ambulante Pflege benötigt hätte, wäre er besser dran als der Lebemann in gleicher Situation.Ich finde ,es ist beruhigend und angenehm, etwas auf der hohen Kante zu haben.Man sollte deshalb aber nicht  zum Geizkragen werden, sondern versuchen, wenn die Mittel gegeben sind, sein Leben zu leben.

Überlege mal so: die einen wollen und kriegen Kinder, die anderen nicht. Der eine fährt ein Auto, der andere Fahrrad. Der eine baut sich ein Haus, der andere wohnt zur Miete.

Wer ist der Dumme?

Deine Fragen stellen sich nur für wenige. Fast alle wollen Leben und Sparen ein wenig und die können das auch. Für das Sparen kasteien sich wenige und es macht auch keinen Sinn! Det einen sin Fünf-Stern-Hotel oder Gourmetrestaurant is det andern sin Campinglplatz oder Aldi und das ist gut so.

Ob dann, wenn man alt und vielleicht auch pflegebedürftig wird, zum Sozialfall wird, hat viel mit Vorfahren/Erbe und Ausbildung/Einkommen zu tun. Also die Faktoren, die auch dafür nicht ganz unwichtig sind, ob man gleichzeitig Leben und Sparen kann.

Wenn man nie etwas erben wird und maximal durchschnittlich verdient, wird man (was Leben oder sparen anbelangt) wie seine Eltern. Ob man dann, wenn man eher sparsam aufgezogen wurde, auf Dauer Spaß daran findet, keine oder kaum Reserven zu haben, wage ich zu bezweifeln. 

Geändert hat sich gerade, dass Riester-Altersvorsorge merklich (wie hoch genau: nachschauen) nicht auf die Grundsicherung im Alter angerechnet wird. Änderungen bei deinem Thema (also höheres Schonvermögen bei Pflegebedürftigkeit) können kommen, nur ist das vollkommen offen. Ein goldenes Kalb ist geringes Schonvermögen bei unverschuldeter Einkommenslosigkeit politisch jedenfalls nicht.

Ob ich anspare? Aktuell mehr im Gegenteil (neue Heizung und einiges mehr)  aber ich lasse ziemlich viele Menschen Geld investieren. "Sparen" finde ich auch wenn sich die vernünftige Variante Fonds"Spar"plan nennt, generell nur eine gute Idee, wenn die Rendite stimmt.

Derjenige der sein Geld verlebt, dem droht im schlimmsten Fall nur, dass er ins soziale Netz fällt. Dann kommen nach den fetten Jahren halt die mageren. Derjenige der spart oder Vorsorge trifft, ist somit meist der Dumme, denn er schränkt sich in Zeiten des Überflusses ein, um danach von seinem Ersparten zu leben und zusätzlich noch das soziale Netz mitzutragen. Nur wenn er es schafft soviel Geld anzusparen, dass ihm alle Widrigkeiten des Lebens nichts anhaben können, für den geht die Rechnung mit dem Sparen auf.

Wenn man im Alter womöglich ein Pflegefall wird und nicht ins Heim abgeschoben werden will, dann schrumpft das Vermögen nach eigener Erfahrung schnell mal um 3000,-€ je Monat.

Hallo, 

es gibt doch so unendlich viele Möglichkeiten Geld zu scheffeln. Die Angebote Geld auszugeben sind auch da. Geld, Verdienen wie gewonnen so zeronnen quält die ruhelose Psyche. 

Was geht? Was geht da noch an Konsum ab mit dem Geld?

Sparen, etwas zurücklegen, weniger ausgeben als einnehmen, Einnahmen steigern. Zurücklegen der Euros gibt Sicherheit für Notzeiten.

Oder kein Sparen und eine Erkenntnis, dass bei Notzeiten keiner gerüstet ist und monetär bei null wieder anfängt.

Alles hat heute hier schon in die Runde an Fragen geführt.

Jungs die Geld verdienen wollen. Der Autohandel.

Viel Streß zuhause wegen teurer Bußgelder für schnelles Fahren per Post nach Hause. Das Bedürfnis ohne Post das Geld am Streifenwagen los zu werden. Ausgaben.

Samstag die Frage mit Geldmitteln als Freiberufler ein Projekt zu fördern. Also Fragen nach Verdienen von Euro und den Ideen wo lasse ich sie denn die Münzen?

Eben gerade hatte ich mit Jemandem aus dem Ruhrpott geschrieben, garantiert nichts Materielles übrig. Aber mehrmals mit Fragen in der Finanzfragen Beratung. Es muss dann eben von Tag zu Tag in der Beratung weiter gehen.

Mit meinen Recherchen und einem Gespräch geht es auch. Die Sucht nach Geld tritt dann zurück.

JA, ich habe die Zeit und Konzentration für das, genau das Gespräch ohne daran zu glauben, dass Geld schützt oder Ängste nimmt.

 UND

NEIN, alle Vermutungen sind unrichtig, dass ich am Samstag das Geld für das Projekt genommen habe und längst über alle Berge bin...

Auf welcher der zwei Seiten mein Herz schlägt weiß ich bei aller Ausgewogenheit zwischen Kapital und Mangel.

JA, dass weiß ich.

JA, ihr konntet es wohl schon öfter sehen. Nicht nur jetzt...

Herzliche Grüße


sobald sein Vermögen für die Pflege verbraucht wurde

Das stimmt nicht. Meine Mutter ist Pflegefall, bisher allerdings in der ambulanten Pflege. Die Leistungen der Pflegeversicherung decken die entstehenden Ausgaben für den Pflegedienst in etwa ab.

Natürlich gibt es darüber hinaus Mehrbedarf. Was alles, darüber könnte man einen Roman schreiben. Diesbezüglich kann meine Mutter gelassen reagieren und zwar gerade wegen vorhandener Ersparnisse. Die nämlich ersparen ihr die entwürdigende Lage, zum Bittsteller beim Grundsicherungsamt oder Sozialamt zu werden.

Ganz nebenbei: Was ist daran schlecht, wenn der Sparer seine Ersparnisse zum Ende seines Lebens in eigener Sache aufbraucht? Einzig und allein der Erbe zetert dann, weil er sich mehr erhofft hatte. Dem Betroffenen aber ist das dann doch egal.

Im übrigen gibt es auch jede Menge nicht pflegebedürftiger Senioren die ihr Geld zum Ende ihres Lebens auf den Kopf hauen. Stellst Du die Gerechtigkeitsfrage auch in diesem Fall?

Ein Argument für das Sparen.
Ein früherer Nachbar von mir hat in seinem Leben nicht viel gearbeitet.
Mit 58, er war allein, wurde er erwerbsunfähig und bekam Grundsicherung,
wieviel das ist kann jeder googeln.

Mit 60 wurde er so krebskrank, daß er nicht mehr allein leben konnte.
Die Sozialbehörde hat für ihn dann das billigste Heim ausgesucht, sie mußten das ja bezahlen.

Er hat in diesem Heim noch 6 Jahre gelebt, konnte noch jeden Tag aufstehen und mit dem Rollator noch kleine Spaziergänge machen, aber viel mehr konnte er sich nicht leisten(ab und zu mal eine billige Flasche Wein und Körperpflegemittel).

Er bekam nur ein kleines Taschengeld (ca 90 €/mon).

Das wird sicher allgemein für gerecht gehalten.
Ich habe ihn ab zu mal besucht, das Heim war 30 km von seinem früheren Wohnort, sonst hatte er keinen Kontakt mehr zu seinen früheren Bekannten.

Wer möchte so im Alter leben ?

Grundsätzlich, ist gerade auch bei Versicherungen davon auszugehen das nichts passiert, d.h. kein Unglück, kein Unfall, keine Krankheit oder sonstiges. Wenn dem nicht so wäre hätten z. Bsp. alle existierenden Fahrzeugversicherungen eine Vollkaskoabdeckung. Mit einem Schicksal wie oben beschrieben wird niemand wirklich rechnen bzw. kalkulieren ausser die Versicherer selbst. 

Guten Tag,

das hohe Risiko als Sparer einer großen Geldsumme, eines großen und wertvollen Wohnhaus im Fall eines Falles, auch bei bestehenden Sozialversicherungen bis zur völligen Erschöpfung des Vermögen zur Zahlung herangezogen zu werden sollte Sparern bewußt sein. 

Bestes Beispiel für solch einen Totalverlust des Vermögen ist die Heimpflege.

Liebe Grüße

Zappzappzapp 28.08.2017, 02:54

1. Wer in der Lage ist, ein "großes und wertvolles Wohnhaus" oder "eine große Geldsumme" zu besitzen, sollte auch die Möglichkeit (gehabt) haben, eine passende Pflegetagegeldversicherung zu bezahlen, die ihn dagegen absichert, sein Haus verkaufen bzw. sein Vermögen verbrauchen zu müssen.

2. Solange man im eigenen Hause gepflegt wird oder zumindest der Ehepartner noch im Haus wohnt, muss man ein angemessenes eigenes Wohnhaus nicht für die Pflegeversicherung einsetzen.

3. Sollte es keinen Ehepartner geben und man das Haus selbst nicht mehr nutzen können, was spräche dagegen, dass ein entsprechende Verkaufserlös oder ein größeres Vermögen dem Pflegebedürftigen zugute kommt, falls dieser nicht entsprechend anderweitig vorgesorgt hat.

4. Es ließe sich durchaus über ein höheres Schonvermögen diskutieren, aber der Erhalt des Vermögens eines Betroffenen ist nicht Aufgabe der Sozialhilfe. Man sollte froh sein, im Notfall genügend Geld zur Verfügung zu haben, um nicht auf Verwandte oder die Sozialhilfe zurückgreifen zu müssen. Auch dafür hätte sich dann das "Sparen" gelohnt.

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 diese Frage zu erörtern hat das Potenzial der Unendlichkeit ! 

....." Einer lebt über Jahre mit einer hohen Sparquote, der andere gönnt sich dafür mehr. " ..... 

Es ist eine Lebensphilosophie 

D u m m  sind m.M. beide Varanten.....

denn, der eine hatte nicht gelebt und der andere nicht gespart. Man lebt nur 1 x  !    :-( 

Fazit: die Kunst ist, immer das Angenehme mit dem Nützlichen in Waage halten, dann muss man sich zur gg. Zeit nicht mit solchen Fragen beschäftigen. 

Zappzappzapp 03.08.2017, 10:37

Deine Antwort ist völlig richtig, bis auf einen Punkt:

D u m m  sind m.M. beide Varianten ...

Da es erstens eine Frage der Lebensphilosophie ist, wie Du richtig schreibst und man zweitens nicht in die Zukunft sehen kann, kann keine Entscheidung "dumm" sein, da man das Ergebnis seiner Entscheidung nicht vorher kennt.

Eine Entscheidung kann nur "dumm" sein, wenn man genau weiss, dass am Ende ein Ergebnis herauskommt, was man nicht will und trotzdem diese Entscheidung trifft.

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hildefeuer 03.08.2017, 10:51
@Zappzappzapp

"Man lebt nur 1 x  !" Den Spruch kann ich nicht mehr hören. Muss man deshalb all sein Geld auf den Kopf hauen, weil es morgen vorbei sein könnte? Sicherlich nicht. Ja man kennt das ja von den Sogenannten "Lebe-Männern". Aus Sicht der Frauen kommen die ja gut an. Je größer das Auto, desto mehr Eindruck wird gewonnen.


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Gaenseliesel 03.08.2017, 14:39
@Zappzappzapp

an euch Zwei Kommentatoren:

für mich sind nun mal beide Varianten dumm...... jede für sich genommen !

Was sollte daran falsch sein ? 

Mit Einnahmen und Ausgaben natürlich ausgewogen wirtschaften ! D.h. Angenehmes (Reisen+ Leben) und Nützliches ( Sparen) miteinander verbinden, dann muss man sich zur gg. Zeit nicht mit solchen Fragen beschäftigen. 

......oder hab ich etwas von " alles auf den Kopf hauen " geschrieben ? 

Blödsinn ! 

Ich würde und werde jedenfalls meinen Fokus nicht ausschließlich auf das Sparen für's Pflegeheim richten und deshalb die abgedroschene Floskel: 

" man lebt nur 1x " ! 

(gestern Abend " Stern TV " gesehen?)

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Zappzappzapp 03.08.2017, 17:00
@hildefeuer

Du hast mich kommentiert, wolltest aber wohl @Gänseliesel kommentieren, denke ich.

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Zappzappzapp 03.08.2017, 17:19
@Gaenseliesel

Ich antworte jetzt mal für meinen Kommentar, der von @hildefeuer geht ja in eine andere Richtung.

Meine Antwort war: "Deine Antwort ist völlig richtig ...". Warum also so empfindlich??

Ich wollte lediglich sagen, dass man nicht irgendeine Variante per se als "dumm" bezeichnen sollte, weil sich immer erst später herausstellt, was wirklich "richtig" oder "falsch" gewesen ist. Das ist eben das normale Lebensrisiko.

Ich habe mich vor längerer Zeit für die Waage mit Schwerpunkt auf "sparen" entschieden, gegen alle "man lebt nur einmal"-Fetischisten und würde es heute wieder tun. Es hätte aber ebenso gut anders laufen können, so dass ich heute sagen würde "dumm gelaufen", würde ich nicht noch einmal so entscheiden.

Dann wäre meine damalige Entscheidung aber nicht "dumm" gewesen, sondern eher "Pech gehabt, für mich falsch entschieden"

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Gaenseliesel 03.08.2017, 18:09
@Zappzappzapp

Nö....nicht empfindlich, alles gut ! 

Jeder ist eben seines Glückes Schmied ! 

 Gruß ! ;-) 

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Warum diejenigen, die alles verleben gerades deshalb vom Sozialwesen unterstützt werden ist doch klar. Wer spart zahlt ja keine Verbrachs- und Konsum-Steuern. Wer also Fahrrad fährt anstatt eines SUV im Werte von 100.000€, der spart ja auch die MWST auf die 100.000, also konkret 16.000€. Der Staat will Steuern einnehmen, je mehr je besser. Sparer werden vom Staat als Geiseln genommen über die Währung und die Zinsen, die ja staatlich festgelegt werden. Wenn das Sparguthaben dann vererbt wird, hält der Staat dann auch noch einmal die Hand auf. Da folgen unsere Politker den Verhältnissen in den USA. Dort war die Wirtschaft schon immer stark Konsum geprägt, weniger Export geprägt. Durch starken Konsum unterliegt man ja persönlich ja einem höheren Druck, Einkommen zu generieren. Wenn man den SUV bar bezahlt hat, ist das für unsere Wirtschaft negativ. Wenn er finanziert ist positiv, weil weitere Steuern und Umsatz generiert werden.

LittleArrow 03.08.2017, 11:27

Diese Allgemeinaussagen sind je nach genauerem Sachverhalt teils wahr und teils unwahr, aber ganz bestimmt ist Vieles zu hinterfragen.

Insb. fiel mir der letzte Satz auf. Daher die Frage "Welche Steuern  werden bei einem kreditfinanzierten SUV gegenüber einem bar bezahlten zusätzlich generiert?".

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hildefeuer 03.08.2017, 11:37
@LittleArrow

Bei Krediten werden immer Versicherungen abgeschlossen. Also Versicherungssteuer.

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Und was ist, wenn die beiden nicht von jetzt auf gleich pflegebedürftig werden, sondern zwischen Eintritt in den Ruhestand und dem Beginn der Pflegebedürftigkeit noch zwanzig Jahre liegen?

Willst Du die Zeit mit Deiner kümmerlichen gesetzlichen Rente fristen???

Zappzappzapp 03.08.2017, 10:42

Das ist doch klar, dann sagt der, der nicht gespart hat, wenn der andere so viel Geld hat, kann er mich ja ein wenig unterstützen, er hat ja genug ...

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Leider ja. Ich finde diese gesetzlichen Regelungen auch extrem ungerecht.

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