Sind Leute die sparen die Dummen?

14 Antworten


sobald sein Vermögen für die Pflege verbraucht wurde

Das stimmt nicht. Meine Mutter ist Pflegefall, bisher allerdings in der ambulanten Pflege. Die Leistungen der Pflegeversicherung decken die entstehenden Ausgaben für den Pflegedienst in etwa ab.

Natürlich gibt es darüber hinaus Mehrbedarf. Was alles, darüber könnte man einen Roman schreiben. Diesbezüglich kann meine Mutter gelassen reagieren und zwar gerade wegen vorhandener Ersparnisse. Die nämlich ersparen ihr die entwürdigende Lage, zum Bittsteller beim Grundsicherungsamt oder Sozialamt zu werden.

Ganz nebenbei: Was ist daran schlecht, wenn der Sparer seine Ersparnisse zum Ende seines Lebens in eigener Sache aufbraucht? Einzig und allein der Erbe zetert dann, weil er sich mehr erhofft hatte. Dem Betroffenen aber ist das dann doch egal.

Im übrigen gibt es auch jede Menge nicht pflegebedürftiger Senioren die ihr Geld zum Ende ihres Lebens auf den Kopf hauen. Stellst Du die Gerechtigkeitsfrage auch in diesem Fall?

Das sind m.E. extreme, aber realistische Beispiele.Es gibt im Leben keine absolut geplante Sicherheit.Wenn der Sparsame aus Deinem Beispiel nur ambulante Pflege benötigt hätte, wäre er besser dran als der Lebemann in gleicher Situation.Ich finde ,es ist beruhigend und angenehm, etwas auf der hohen Kante zu haben.Man sollte deshalb aber nicht  zum Geizkragen werden, sondern versuchen, wenn die Mittel gegeben sind, sein Leben zu leben.

Das ist eine Frage der individuellen Strategie.

Niemand kann die (gesundheitliche) Zukunft voraussehen.

Wer vorgesorgt hat und früh pflegebedürftig wird, hat aber trotzdem wesentlich bessere Gestaltungsmöglichkeiten in der Organisation der Pflege.

Wer vorgesorgt hat und nicht pflegebedürftig wird, der hat natürlich etwas von der Vorsorge.

Wer jung stirbt, der versorgt evtl. seine Hinterbliebenen.

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