Sind Immobilien die beste Art reich zu werden?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Fraglich ist ja schon mal, was die "beste Art" sein könnte. Wenn ich mal unterstelle, es soll die wahrscheinlichste Art sein, so lautet die Antwort: Nein.

Bei vermieteten Immobilien (und auch bei sonstigen Anlagen) ist der Einstandspreis ganz entscheidend sowie die verbundenen Risiken bzgl. Instandhaltung, Mietausfallrisiko, Finanzierung. Nur wer nicht zu teuer einsteigt (max. das 17-20-fache einer Jahresnettomiete) und bei guter Lage, kann mit akzeptabler Rendite rechnen.

Mehr als 3-4% p.a. an Mietrendite sind aber nach Kosten kaum zu erzielen. Angesichts des hohen Beschäftigungsgrades mit einer vermieteten Immobilie kein toller Wert.

Nach den historischen Daten der letzten 100 Jahre sind Aktien die profitabelste Anlageklasse, mit dem - für viele leider abschreckenden - Begleitumstand, dass deren Kurse stark schwanken. Das braucht aber niemanden abzuschrecken, der ebenso lange investiert ist wie überlicherweise mit einer Immobilie, also mehr als 10 Jahre, denn langfristig wird man entschädigt mit einer hohen Risikoprämie von 6-9% p.a. Damit kann man also viel wahrscheinlicher sein Vermögen ausbauen.

Von dem geringen Teil von ca. 5% der Bevölkerung abgesehen, die eine große Karriere machen oder eine erfolgreiche Selbständigkeit erreichen, gilt wohl eher:

"Wer nichts erheirat oder erbt, bleibt ein armer Teufel, bis er sterbt."

http://www.finanzfrage.net/tipp/sinnvoll-anlegen-im-niedrigzinsumfeld

Fraglich ist ja schon mal, was die "beste Art" sein könnte.

Daran habe ich auch eine Weile herumgerätselt, wollte schon einen Lottogewinn vorschlagen ;-).

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Nein. Immobilien sind ein beständiger Sachwert, der auch Krisen überdauert. Eine signifikante Wertsteigerung bei Immobilien ist eher die Ausnahme, denn das geht meist auch mit erforderlichen Investitionen einher.

Wer schnell reich werden will, muß eine gute Geschäftsidee haben und diese gut vermarkten. Der Weg über ein eigenes Unternehmen ist immer noch der einfachste und schnellste Weg zu Wohlstand.

"Reich" werden bedeutet nämlich, daß man nicht beliebige Risiken in Kauf nimmt, um das Ziel zu erreichen. Sonst wären der Banküberfall mit deutlicher Beute im achtstelligen Bereich oder das Zocken mit hoch gehebelten Derivaten nämlich das Mittel der Wahl - allerdings bestehen bei beiden Varianten gewisse vehemente Risiken.

PS: Es ist Betongold, nicht Betongeld.

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nichts für mich

Schuldenerledigung durch Hypothekausweitung und Versicherungsabtretung trotz Schufa

Ich schreibe für meine Lebensgefährtin, die krank ist. Wir haben ein finanzielles Problem aus zwei Gründen:

  1. Eine Partnerfirma ihrer Firma - gemeinsames Projekt endete 2013 - schuldet ihr ca 70.000. Dieser Betrag floss mehrere Jahr aufgrund eines Vertrages. Dieser wird nun von der Partnerfirma nach Geschäftsführerwechsel anders gedeutet. Es muss geklagt werden. Damit in Zusammenhang besteht eine Schuld bei der Sparkasse i.H.v. 56.000. Krankheitsbedingt hat sie auf Mahnschreiben etc. nicht reagiert. Daraufhin kündigte die Sparkasse die Kundenbeziehung. Die Folge: Schufa-Eintrag und keine finanzielle Beweglichkeit mehr.

  2. Sie hat ein Wohnhaus. Wir haben dieses in den letzten 2 Jahren nicht genutzt, sondern vermietet. Der letzte Mieter war eine Art Mietnomade, er ist jetzt raus, vermutlich mittellos, hat uns mit Anwalt 8000,- gekostet.

Es besteht Aussicht, dass die Sparkasse die Klage unterstützt - also stillhält -, aber sie verlangt ein notarielles Schuldeingeständnis, dass der Sparkasse sofortige Vollstreckung ermöglich. Die Sparkasse hatte dies empfohlen, weil man damit gegenüber Mahnbescheid Kosten spare.

Meine Lebensgefährting möchte nun das Haus weiter beleihen, um das Mietloch teilweise zu stopfen und auch der Sparkasse für die Firmenverbindlichkeit (GmbH, aber sie haftet privat) einen ersten Teil zahlen. Dies wäre vom Beleihungswert möglich - es wären über 50.000 vertretbar, aber die Allianz (Finanzierer mit 1. Rang) schließt dies wegen der Schufa aus.

Es bliebe die Möglichkeit, eine Rentenversicherung zu opfern (ca. 16.000) und eine weitere, die als Teil der Finanzierung abgetreten ist (ca. 17.000) freizubekommen.

Frage: welche Möglichkeiten gibt es, aus der tatsächlichen Beleihungsreserve etwas herauszuholen, ohne die Versicherungen aufzugeben - angesichts des Schufa-Problems?

Und: welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, wieder in größere Sicherheit zu kommen. Meine Lebensgefährtin, Ex-Ossi, hat in 25 Jahren aus dem Nichts eine Firma mit bis zu 20 MA aufgebaut und nie ein Schuldenproblem gehabt. Nun, wo Vertragsuntreue, Krankheit und ein Mitnomade zusammenkommen, ist auf einmal das Wohneigentum bedroht?

Das Schönste: der Banker erwähnte zum Thema Zwangsversteigerung: "Ich bekomme meine Immobilien meistens über dem Verkehrswert weg" :-)

Die Baufinanzierung setzt sich wie folgt zusammen:

54.400 Allianz Darlehen xxx 29.600 Allianz Darlehen yyy 46.000 KfW (Rest nach 15 Jahren 34.878 - dafür existiert Bausparvertrag) ges. 130.000 Kaufpreis

Beim Darlehen xxx bleibt 2020 ein Rest von 17.400

Dieser ist abgesichert durch Abtretung von 2 Rentenversicherungen rrrr/1 (Juli 2013 25.000), Rückkaufswert 2014 17.940 rrrr/2 (Juli 2013 37.000), Rückkaufswert 2014 16.675

Das Haus wurde 2009 stark renovierungsbedürftig gekauft und mit einem Aufwand von mehr als 40.000 + Eigenleistung renoviert. Außerdem sind die Immobilienpreise der Region stark gestiegen. Die Wertsteigerung kann bei bis zu 100.000 liegen.

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