Sind ETF eine Gefahr für Anleger, die auf aktiv gemanagte Fonds setzen?

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3 Antworten

Der grundlegende Unterschied zwischen ETFs und aktiv verwalteten Fonds besteht darin, daß ein ETF immer einem definierten Index folgt (der ggf. auch nur speziell für diesen ETF hergestellt wurde [z.B. sog. Strategieindices]), während ein Fonds frei in den Anlageentscheidungen, Umschichtungen und Gewichtungen einzelner Positionen ist.

In Märkten, in denen nur ein Stockpicking zum Ziel einer guten Rendite führt, werden ETFs ein Problem haben, aktive Fonds zu schlagen. In etablierten, sehr liquiden Märkten, die mit ihrem Index schwimmen, haben ETFs eher die Nase vorn.

Man sollte sich daher überlegen, wo man auf einen ETF und wo auf einen klassischen Fonds setzt. Sofern es einen Fonds gibt, von dem man eine Outperformance relevanter Benchmarks, wird man auf Fonds setzen. Ansonsten sind ETFs das Mittel der Wahl.n Volatilität kann Absicherungen reduziert werden.

Wenn nun viele Anleger auf ETFs setzen und aktive Fonds vernachlässigen, dann werden die Aktien relevanter Indices sehr liquider ETFs immer stärkere Korrelationen aufweisen. Man muss dann also Fonds suchen, die in Märkte mit einer noch eher geringeren Korrelation ihrer Einzelwerte rechnen, investieren, da hier Stockpicking eher zum Ziel führen kann.

Ansonsten ist es das übliche Spielchen von Fondsneuauflagen, -verschmelzungen und -schließungen, das wir tagtäglich sehen.

Was passieren kann, wenn zu viele Kunden ihr Geld in ETFs stecken? Dann werden klassische Fonds ebengeschlossen oder zusammengelegt. Das ist ein alltäglicher Vorgang. Wo ist da das Problem?

wenn das Fondsvolumen zu klein wird, dann kann der Fonds ausbezahlt werden.

Direkte und generelle Probleme sehe ich dadurch nicht, das muss man im Einzelfall ansehen.

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