Sind Erläuterung im Steuerbescheid immer gesetzteskonform?

3 Antworten

Warum stellst Du die Frage nochmal sein?

Es ist Dir doch schon gesagt worden:

Der Satz in den Erläuterungen Deines Bescheides:

"...Aufwendungen für Arbeitsmittel über 103.- Euro werden künftig nur noch berücksichtigt, wenn diese nachgewiesen werden."

Ist exakt das, was in Elster gesagt wurde:

"..Belege sind nur auf Aufforderung einzureichen..."

Es ist die Aufforderung die Belege einzureichen.

Warum stellst Du die Frage nochmal sein?

Du wirst zwar keine Antwort bekommen, aber die Frage am Montag, spätestens Dienstag nochmals ganz oben sehen.

Oder wettest du dagegen? Ich setze ein Guinnes am Meyerinckplatz.

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Immer an etwas denken.

  1. dem Gesetz ist jeder Verpflichtet.

  2. Die duchführungsverordnung (hier ggf. die EStDV) ist eine Durchführungsverordnung, ist eine Rechtsverordnung, aber kein vonm Bundestag verabschiedetes Gesetz. Schon sie verpflcihtet nur die Verwaltung.

  3. Die Richtlinien (hier Einkommensteuerrichtlinie EStR) ist eine reine Verwaltungsanweisung und richtet sich an die Finanzverwaltung. Klar, wenn ich damit arbeite, bekomme ich keinen Widerspruch. Aber ich kann auch anderer Meinung sein.

was da in Elster passiert ist zwar Computer, aber von Menschen programmiert udn von Menscheneingegeben.

Wenn da also in einem Bescheid steht: "Die Ausgaben wurden nciht als abzugsfähig anerkannt, weil die Nachweise fehlen," so ist es eine Meinungsäußerung des Finanzamtes.

Man könnte also auch entsprechend Widerspruch einlegen.

Es ist keine Meinungsäußerung, sondern eine Tatsachenfeststellung.

Und - das Ding heisst Einspruch.

Viel Spass vor dem Finanzgericht.

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@vulkanismus

@vulkanismus

bitte genau lesen:

Wenn ich (Stpfl) mit der Richtilinie arbeite (also mich der Auffassung der Finanzverwaltung anschließe) bekomme ich keinen Widerspruch (von der Finanzverwaltung), weil man gemäß meiner Steuererklärung veranlagen wird.

Seit wann legt denn die Finanzverwaltung Einsprüche ein?

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@wfwbinder

"Man könnte also auch entsprechend Widerspruch einlegen". So schreibst Du doch, oder?

Wer hat da nicht genau gelesen ?!

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@vulkanismus

@vulkanismus

Nein, das habe ich ausdrücklich nicht geschrieben. Wer sorgfältig liest, erfaßt es:

Die Richtlinien (hier Einkommensteuerrichtlinie EStR) ist eine reine Verwaltungsanweisung und richtet sich an die Finanzverwaltung. Klar, wenn ich damit arbeite, bekomme ich keinen Widerspruch. Aber ich kann auch anderer Meinung sein.

Es nichts anderes gesagt, als das was dort steht. Wenn ich mich nach den EStR richte wird mir Niemand in der Finanzverwaltung widersprechen.

Ich dem gesamten Text steht nicht ein Wort von Rechtsbehelf, welcher Art auch immer.

Wenn ich Jemandem widerspreche, ist es nicht immer ein Widerspruch im behördlichen Sinn. Ich kann auch der Ansicht eines meines Postboten widersprechen, das meine Unterschrift unleserlich wäre.

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@wfwbinder

"Wenn da also in einem Bescheid steht" hast Du geschrieben. Und ein solcher beinhaltet eine Rechtsbefehlfsbelehrung. Also lass Deine Erklärungsversuche zu Widerspruch.

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Die duchführungsverordnung....verpflcihtet nur die Verwaltung.

Nein. Eine DV hat Gesetzescharakter.

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was da in Elster passiert ist zwar Computer, aber von Menschen programmiert udn von Menscheneingegeben.

...;-)

... und die Gesetze und Verordnungen werden dann wohl von höhergestellten Wesen in dunklen, abgeschirmten Kämmerchen erdacht und gemacht?

Auch ein Ansatz die Elfenbeinturm-Theorie zu untermauern!

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@Juergen010

@Jürgen010

Wenn ich Dinge in Elter eingebe, werden die schon gesetzeskonform verarbeitet werden. Ich hatte jedenfalls noch keine Abweichungen. Aber in der Veranlagung sitzen Menschen. Die können auch (obwohl BEamte) Fehler machen.

Ich bin ja nur der Ansicht, dass man nicht blind darauf vertreuen sollte, das eine Veranlagung, die bei der Elstereingabe keine Probleme machte auch genau in das gleiche Ergebnis kommt.

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@wfwbinder

Na klar, weiss ich doch ...;-)

Meine Anmerkung war auch eher als ironisch-humorvolle Einlage gedacht.


Morgens um neun läuft bei mir immer (zugegeben: meistens) das "Lach dich in den Tag-Programm" - mit sarkastischen, ironisch oder sartirischen Gedankengängen startet man halt gleich besser in den Tag.

Nimm´s mir nicht übel.

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@Juergen010

Nehme ich natürlich nich tnur peinlich, dass um 9:00 Uhr mein Humorerkennungsgenerator noch nicht richtig auf Touren war.

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Aufwendungen für Arbeitsmittel über 103.- Euro werden künftig nur noch berücksichtigt, wenn diese nachgewiesen werden

und

Belege sind nur auf aufforderung einzureichen

Du hast soeben die Aufforderung für die Folgejahre erhalten :-) Kein Widerspruch.

In diversen Steuerprogrammen werden für die Arbeitsmittel ohne Nachweis Kulanzgrenzen von 100-110 EUR genannt. Das ist beleibe nicht Gesetz und im Prinzip könnte das FA bereits bei einem Radiergummi für 0,50 EUR ohne einereichten Kaufbeleg diesen einreichen, wenn vermutet wird, daß Du nur elektronisch arbeitest und gar keine Radiergummis benötigst. Sorry, da mußt Du entweder besser und glaubhafter argumentieren oder aber die Beleganforderung akzeptieren.

Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal Elster benutzt und dennoch gut fünf Zentimeter dick Belege eingereicht. Keine einzige Position wurde gestrichen. Alles anerkannt. Wie in den Vorjahren mit den Papierabrechnungen. Nur ging es diesmal deutlich schneller (ca. zwei Wochen bis zur Rücksendung der Belege).

FA-Beamte haben i.a. einen sehr guten Riecher für suspekte Begründungen oder Positionen. Daher sollte man sie auf keinen Fall für dumm verkaufen und lieber präzise und knapp plausible Begründungen schreiben, anstatt für 100 EUR den Fiskus zu beschummeln.

Gleiche Steuer-ID-Nr. mehrfach an verschiedene Steuerpflichtige vergeben ...

Gestern Abend hatten wir Besuch einer guten Bekannten meiner Frau. Eine absolut zuverlässige und grundehrliche Person, die Folgendes erzählte:

2011 gab sie ganz normal unter ihrer bekannten Steuer-ID ihre Einkommenssteuererklärung ab. Nach mehreren Monaten erhielt Sie ihren Steuerbescheid. Bis dahin ganz normal also.

Im Steuerbescheid waren jedoch Fahrtkostenersatz des Arbeitgebers in Anrechnung gebracht, die Sie nie erhalten hatte und auch auf ihrer elekronischen Lohnsteuerbescheinigung nicht ausgewiesen sind.

Sie ging von einem Versehen aus und ging in die FA-Sprechstunde um den Sachverhalt zu klären.

Nach einigem Hin und Her stellte der Sachbearbeiter fest, dass ihre Steuer-ID offensichtlich mehrfach auch an andere Steuerpflichtige vergeben wurde und dass es zu einer Vermischung der Datensatze von den verschiedenen Steuerpflichtigen gekommen sei. Unglaublich - ist aber so geschehen.

Im Nachgang korrigierte das FA den Steuerbescheid. Also - alles gut. Thema erledigt.

Nun kommt es ganz dicke.

2012 - neue Steuererklärung - gleiches Spiel. Identischer Fehler. Beschwerde beim FA. Korrektur. FA schreibt ihr, dass alle anderen Steuerpflichtigen nun ihre eigenen Steuer-ID hätten. Das Problem damit dauerhaft gelöst sei.

2013 - Steuerbescheid für 2012: Nun stimmt in ihrem Steuerbescheid bis auf die Kapitalerträge und die Fortbildungskosten nichts mehr überein. Das FA berechnet fast den dreifachen Lohn, selbstverständlich werden auch wieder ein Fahrkostenersatz, der nicht stattfand, in Anrechnung gebracht usw. Ergebnis: Sie soll nun knappe 12.000 € Einkommensteuer nachzahlen.

Selbstverständlich hat sie sofort schriftlich Einspruch eingelegt und Vollstreckungsschutz beantragt.

Ich vermute mal, dass das FA den Steuerbescheid nun wieder korrigieren wird und sie mit dem Schrecken davon kommt.

Nun zu meiner eigentlichen Frage.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass das ein "tragischer" Einzelfall ist. Im Netz finde ich nur Handlungsanweisungen, wie vorzugehen ist, wenn ein und der selbe Steuerpflichtige mehrere Steuer-ID´s hat. Jedoch nicht einen Hinweis darauf, wie zu verfahren ist, wenn die gleiche Steuer-ID an mehrer Steuerpflichtige herausgegeben wurde?

In allen Dokumenten die ich lese, scheint diese Möglichkeit überhaupt nicht zu existieren.

Das eigentlich Erschreckende für mich ist jedoch die Erkenntnis, dass es zu Vermischungen von eigenen Datensätzen mit denen anderer Steuerpflichtiger überhaupt kommen kann.

Da, wie bei meiner Bekannten, dieser Fall ja nun schon drei Mal eingetreten ist und es dem FA nicht gelingt diesen Fehler zu bereinigen frage ich mich, an welche Stelle man sich wenden muss um eine dauerhafte Klärung des Problems zu erreichen?

Habt ihr schon von Ähnlichen Vorfällen gehört? Wie sind die Betroffenen oder deren Steuerberater mit dem Thema umgegangen? Steht zu befürchten, dass das Thema doch ein bischen gewaltiger ist? Oder hab ich Paranoia?

Hoffe auf viele Antworten.

Gruß aus Frankfurt/Main.

Jürgen

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Fehler in Einkommensteuerbescheid 2011

Hallo, ich habe ein großes Problem mit dem Finanzamt und bräuchte deswegen dringend Hilfe.

1) Erstens habe ich den Einkommensteuerbescheid per Post nicht erhalten, sondern nur die 1.Mahnung eine Nachzahlung zu leisten. Was muß ich jetzt am besten tun?

2) Die erhaltene Lohnsteuer-Nachzahlung für 2011 ist völlig außerhalb meiner Vorstellungskraft und kann nicht stimmen. Falls ich einen Fehler bei meiner Steuererkärung gemacht habe (oder das Finanzamt etwas falsch berechnet hat), wie kann ich das jetzt wieder korrigieren?

Ich habe im Kalenderjahr verdient:

29.209.- Euro Bruttoarbeitslohn

2.264.- Euro Einkünfte aus Vermietung u. Verpachtung

618.- Euro Lohnersatzleistung (Arbeitslosengeld)

Laut meiner Steuersoftware muss ich 220,60.- Euro nachzahlen. Das wohl vorallem wegen den Zusatzeinnahmen aus Vermietung u. Verpachtung. In der Nachzahlung ist aber noch nicht berücksichtigt, dass ich dafür vierteljährliche Vorauszahlungen geleistet habe, die höher sind als die 220.- Euro. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass ich überhaupt nichts nachzahlen muss.

Jetzt der Hammer: Das Finanzamt fordert von mir eine Lohnsteuer-Nachzahlung von 1813.- Euro!

Als ich persönlich zur Sprechstunde beim Finanzamt erschienen bin, hat der "Mitarbeiter" dort mir irgendwelche Schlagworte an den Kopf geworfen, z.B. "Progressionsvorbehalt" oder "Gewinn aus Vermietung und Verpachtung". Im Nachhinein ist mir natürlich klar, dass er mich nur abwimmeln wollte und verhindern wollte, dass das Finanzamt den Fehler zu ihren Gunsten korrigiert.

Der Progressionsvorbehalt, der sich durch die 618.- Euro Arbeitslosengeld ergibt ist natürlich da, aber er beträgt für das ganze Jahr nur 77.- Euro, nicht 1813.- Euro! Wie gesagt sind auch die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung nicht die Ursache, da diese ja insgesamt nur knapp über 2000.- Euro liegen und dafür außerdem schon einige hundert Euro Vorauszahlungen geleistet wurden.

Was kann ich tun, damit ich diese irrsinige Nachzahlung nicht zahlen muss? Sei es, weil ich einen fehlerhafte Angabe gemacht habe bei meiner Einkommenerklärung oder weil das Finanzamt etwas nicht richtig berechnet hat. Außerdem habe ich den Steuerbescheid nicht auf dem die Nachzahlung ausgewiesen ist, sondern nur die 1.Mahung mit Überweisungsträger.

Ich habe jetzt einen Brief ans Finanzamt geschickt in der ich erkläre den Bescheid nicht erhalten zu habe und (vorsichtshalber) Widerspruch gegen den Steuerbescheid einlege (leider ohne Rückschein)

Ich sehe keinen Sinn darin nochmal aufs Finanzamt zu gehen, da die Mitarbeiter dort darauf trainiert zu sein scheinen einen zu hinters Licht zu führen. Der Mitarbeiter dort braucht ja nur auf seinen PC-Bildschirm schauen und kann dann kontrollieren, was die Ursache der horrenden Nachzahlung ist, damit man den Fehler beheben kann. Stattdessen schiebt er irgendwelche offensichtlichen Falschaussagen vor, damit ich die Nachzahlung nicht korrigieren kann. Danke für Hilfe und Infos!

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Gewerbe, Werkstudent - später Teilzeit-fest, und freier Mitarbeiter. Muss ich zuviel nachzahlen und Tipps für den Besuch eines Steuerberaters?

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe mich bisher schlecht wie recht durch meine Steuererklärungen geboxt. Doch ich merke immer mehr, dass mir alles über den Kopf wächst und deswegen habe ich bald auch einen Termin mit einer Steuerberaterin. Trotzdem wollte ich vorher mal hier fragen und vielleicht könnt ihr mir helfen bzw Tipps geben, wie ich mich auf den Termin mit meiner Steuerberaterin vorbereite. Denn das wäre das erste Mal bei einer.

Ich war von März bis September Werkstudent und wurde danach als teilzeit festangestellt übernommen. Dazu habe ich noch ein kleines Gewerbe als DJ und schreibe Rechnungen ohne MwSt, da ich höchstens 2500-3000 Euro im Jahr damit verdiene. Außerdem bin ich ein freier Mitarbeiter eines großen öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

2015 habe ich: - mit dem Gewerbe: 2.705 - mit dem Werkstudenten- und Teilzeitjob: 7.381 - mit der freien Mitarbeit: 7.118

verdient. Mich wundert es, dass Werkstudent und Teilzeitjob am Ende des Jahres auf einer Jahresabrechnung standen.

Ich habe meine Steuererklärung gemacht und gestern meinen Steuerbescheid zurück bekommen. Ich soll 1200 Euro nachzahlen. Das verwirrt mich, da ich „frei“ quasi knapp 10.000 Euro verdient habe. Habe ICH mich bei der Steuererklärung vertan? Oder ist es richtig, dass der Werkstudent-Teilzeit-Job ebenfalls zu versteuern sind, obwohl ich da doch Steuern schon für bezahlt habe? Oder nicht?!

Hier mal ein Überblick: Einkünfte aus Gewerbebetrieb: 2.705 Einkünfte aus selbstständiger Arbeit: 7.118 Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit: 7.381 Arbeitnehmer-Pauschbetrag: -1.000 Einkünfte: 6.381 Summe der Einkünfte insgesamt: 16.204

Summe der abziehbaren Vorsorgeaufwendungen: - 2.052 (War als Student freiwillig selbst versichert) Sonderausgaben-Pauschbetrag: - 36

Berechnung der Einkommenssteuer: 14.116 versteuern nach dem Grundtarif: 1.104 Kirchensteuer: 99.36 Solidaritätszuschlag: 26,40

Einkommenssteuerbelastung in Prozent: 7,82 %

Sind die knapp 1.200 Euro Nachzahlung zufiel? Falsch errechnet? Hab ich beim Ausfüllen (mit Elster) einen Fehler gemacht? Denke ich war auch ein wenig naiv, aber wie gesagt habe ich in zwei Wochen einen Termin mit der Steuerberaterin. Was soll ich da alles mitbringen bzw worauf muss ich achten wenn ich hingehe?

Ich danke jetzt schonmal für konstruktive Kritik und Antworten. Viele Grüße Chewie

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