Sind diese Inkassokosten gerechtfertigt?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Kannst Du Dich noch bei paypal einloggen ?

Am Besten Du überweist 68 € direkt auf das paypalkonto (nicht ans Inkassobüro) Rechne in diesem fall jedoch mit weiteren BFS bzw KSP Schreiben

Eingeklagt werden diese Kosten jedoch nicht

Inkassogebühren sind in diesem Zusammenhang nicht durchsetzugsfähig

Lies mal hier :

Quelle

http://www.iff-hamburg.de

*Kritik an ClickandBuy aufgrund unzulässiger Inkassokosten

Kaufen im Internet wird immer einfacher. Damit werben neben den bekannten Online-Bezahlsystemen wie PayPal, Moneybookers, Giropay, und ClickandBuy zahlreiche weitere Anbieter.........

......Auf die Anfrage einer Verbraucherzentrale hin hat das iff die Gebührenregelungen in den AGB von ClickandBuy überprüft (infobrief 18 und 19/2012). Das iff ist zu dem Ergebnis gekommen, dass AGB-Klauseln, wonach ein pauschalisierter Schadensersatzanspruch über 10 € für Rücklastschriften oder eine Mahngebühr über 2,50 € verlangt werden kann, gemäß § 309 Nr. 5 BGB und § 307 BGB unwirksam sind. Inkassokosten können überhaupt nicht verlangt werden. Die Bemühungen bei der Forderungseinziehung gehören zum eigenen Pflichtenkreis des Gläubigers. Insbesondere dann, wenn der Anbieter eines Bezahlsystems eingeschaltet wird, der bereits das Inkasso für den Händler übernimmt, wird diese Tätigkeit bereits durch das vom Händler hierfür zu zahlende Entgelt abgegolten. Dieser grundsätzlich nicht ersatzfähige Eigenaufwand für die Einziehung der Rechnung kann zwar ausgelagert werden, der Anbieter des Bezahlsystems verstößt aber gegen seine Schadensminderungspflicht, wenn er die Kosten hierfür vom Verbraucher ersetzt verlangt. Schließlich kann das Inkassobüro auch nicht mehr tun, als der Anbieter des Bezahlsystems selbst. Ist der Verbraucher zahlungsunwillig, wäre seine Einschaltung sogar sinnlos und damit nicht erforderlich.........*

Brauchst Du Gerichtsurteile dann nochmal Bescheid sagen

Hallo,

danke für deine Antwort! Ich habe einfach mal 150€ auf mein PayPal Konto eingezahlt, damit sind die 63€ jetzt gedeckt. Also soll ich einfach der Inkassofirma einen Brief schreiben, dass ich den negativen Kontostand bereits ausgelichen habe und keine Zahlung an das Inkassounternehmen vornehmen werde?

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@MaxKeller

Danke für die Bewertung

Habe Dir einen Link bezügl der Vorgehensweise plus gerichtsurteile an dein Postfach geschickt

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BFS risk & collection ist auch so ein "Verbrecherverein", den man eigentlich wegen gewerbsmäßigen Betruges strafanzeigen sollte. *just my 2 cent*

Die Gebühren sind selbstverständlich allesamt unzulässig, da PayPal durch die Beauftragung eines Inkassobüros unnötige Kosten verursacht und damit gegen die Schadenminderungspflicht verstößt.

Vorgerichtliche Mahnauslagen sind in pauschalierter Höhe regelmäßig unwirksam, weil du nicht nachweisen kannst, dass die Kosten ggf. geringer sind. Allerdings werden seit ein paar Jahren Mahnpauschalen bis zu 2,50 EUR (vereinzelt 3,00 EUR) durchaus von immer mehr Gerichten als legitim angesehen.

Einzig zulässig sind demnach neben der Hauptforderung die Zinsen.

Anders sieht es bei den Kosten der in einer anderen Antwort erwähnten Rechtsanwaltskanzlei KSP aus. Hierbei handelt es sich m. W. um Rechtsanwälte, deren Beauftragung durch PayPal durchaus zulässig wäre.

Die zusätzliche oder hier bloße Einschaltung eines reinen Inkassobüros verursacht aber nur unnötige Kosten, da das Inkassobüro selber nichts machen kann/darf, was ein Rechtsanwalt machen kann/darf. Das Internet ist voll von entsprechenden Urteilen, die seit Jahren immer wieder erhehen. Einfach mal googlen nach "Inkasso kosten gebühren unzulässig"

Hier indes hilft eine direkte Überweisung an PayPal zum Ausgleich der Forderung und eine Aufforderung, dass man dir schriftlich (binnen z. B. 14 Tagen) bestätigt, dass keine weiteren Forderungen bestehen.

Ggü. dem Inkassobüro solltest du - schriftlich - klar machen, dass die Forderung unzulässig ist. Dies solle man dir kurz bestätigen; ansonsten sähest du dich ngf. veranlasst, unter Hinzuziehung einer Verbraucherschutzzentrale oder eines Rechtsanwaltes geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Hierzu können neben einer Abmahnung durch die Verbraucherschutzzentrale (leider eher viel zu selten bis unrealistisch), eine Abmahnung und Unterlassungsaufforderung durch den Anwalt bis hin zur Feststellungsklage gehören. Auch der dezente Hinweis, dass man erwägt, Strafanzeige wegen versuchten, gewerbsmäßigen Betruges - nichts anderes ist das nämlich - zu stellen, mag hilfreich sein. Letzteres will aber sorgsam überlegt sein, ob man auf so ein "Hickhack" Lust verspürt.

(M. M. n. gehört dieser ganzen Branche endlich mal das Handwerk gelegt!)

Sollten sich PayPal und/oder das Inkassobüro nachhaltig stur stellen, ist der Gang zu einem (Fach-)Rechtsanwalt (für Verbraucherrecht) dringend anzuraten, zumal die hier erteilten Hinweise einen derartigen Besuch in keinem Fall zu ersetzen vermögen!!

das ist ja mehr als die Hauptforderung?

Das soll vorkommen. Und was meinst Du, daraus schließen zu können. Dein Konto ist doch in den Miesen gewesen. Na also.

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