Sind die Zinsforderungen der Bank in diesem Fall erlaubt (Insolvenz?

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4 Antworten

Anspruch auf eine Vorfälligkeitsentschädigung oder einen Schadensersatz in irgendeiner Form hat die Bank nicht, wenn das Darlehen durch Ersatzkreditnehmer gleicher Bonität zu gleichen Konditionen übernommen wird:

http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LG%20M%FCnchen%20I&Datum=24.07.2008&Aktenzeichen=16%20HKO%2022814/05

Das Risiko der Bank dürfte durch die Privathaftung der Gesellschafter sogar verringert worden sein, denn hier ist nun der Durchgriff auf das Privatvermögen möglich.

Da das Darlehen von der Bank gekündigt wurde, kann die Bank maximal Verzugszinsen geltend machen, jedoch keine Vorfälligkeitsentschädigung, sofern nicht ein höherer Schaden nachgewiesen werden kann. Das dürfte angesichts der Darlehensübernahme durch die Privatpersonen schwer nachzuweisen sein. Link siehe unten.

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Sehr geehrte/r Kobfrage,

wenn eine Bank ein Darlehen kündigt, so ändert sich die Abrechnung des Darlehens schon grundsätzlich. Statt des Vertragszinssatzes darf die Darlehensgeberin nunmehr einen Verzugszinssatz fordern, sofern die gekündigte Schuld nicht innerhalb der gesetzten Frist beglichen wird.

Der Verzugszinssatz beträgt bei Nichtverbraucherdarlehen Basiszinssatz zzgl. 5 Prozentpunkte, zurzeit 4,87% (§ 288 BGB) . Allerdings darf die Darlehensgeberin bei Nichtverbraucherdarlehen auch den Vertragszinssatz als Verzugszinssatz fordern. Eine Vorfälligkeitsentschädigung darf nicht kumulativ zum Verzugsschaden geltend gemacht werden. Sie würde nur dann geschuldet, wenn die bankliche Forderung zu einem späteren Zeitpunkt zurückgezahlt wird und die Zinsbindungsfrist des ursprünglichen Immobiliardarlehens zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgelaufen ist bzw. noch keine 10,5 Jahre seit der Darlehensauszahlung vergangen sind (§ 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB). Dann wird für den noch verbleibenden Zeitraum bis zur nächsten Kündigungsmöglichkeit die Vorfälligkeitsentschädigung geschuldet.

Die Überlegungen zu einem Ersatzdarlehensnehmer, der statt der Gesellschaft in den Gesellschaftern besteht, greifen nicht, denn das Darlehen ist gekündigt worden und nicht von den Gesellschaftern übernommen worden.

Ich hoffe, die Informationen helfen weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. rer. pol. habil. Klaus Wehrt

Diplom-Volkswirt

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Bevor man in eine Glaskugel schauen muss, würde ich zunächst den Darlehensvertrag nebst der mitgeltenden Geschäftsbedingungen der Bank lesen. Eines kann man schon pauschal vorweg beantworten: Wenn einer Bank ein Darlehen anders als ursprünglich vereinbart vor der eigentlichen Fälligkeit zurück bezahlt wird, (und aus welchem Grund auch immer ist zunächst zweitrangig) kann sie eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Ob das Darlehen dann durch einen anderen Darlehensnehmer sozusagen nahtlos weiter bedient wird ist nicht relevant.

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selbstschuldnerische Haftung der Gesellschafter

Das ist das Stichwort: Die Gesellschafter haften genau so wie die GmbH auch. Dazu gehören sämtliche Nebenforderungen. Die Forderungen der Bank gehen also in Ordnung. Allerdings muß man natürlich sagen, dass eine abschließende Beurteilung erst bei Kenntnis des vollen Wortlauts der abgeschlossenen Vereinbarung möglich ist.

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