Sind die Zinsforderungen der Bank in diesem Fall erlaubt (Insolvenz?

4 Antworten

selbstschuldnerische Haftung der Gesellschafter

Das ist das Stichwort: Die Gesellschafter haften genau so wie die GmbH auch. Dazu gehören sämtliche Nebenforderungen. Die Forderungen der Bank gehen also in Ordnung. Allerdings muß man natürlich sagen, dass eine abschließende Beurteilung erst bei Kenntnis des vollen Wortlauts der abgeschlossenen Vereinbarung möglich ist.

Anspruch auf eine Vorfälligkeitsentschädigung oder einen Schadensersatz in irgendeiner Form hat die Bank nicht, wenn das Darlehen durch Ersatzkreditnehmer gleicher Bonität zu gleichen Konditionen übernommen wird:

http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LG%20M%FCnchen%20I&Datum=24.07.2008&Aktenzeichen=16%20HKO%2022814/05

Das Risiko der Bank dürfte durch die Privathaftung der Gesellschafter sogar verringert worden sein, denn hier ist nun der Durchgriff auf das Privatvermögen möglich.

Da das Darlehen von der Bank gekündigt wurde, kann die Bank maximal Verzugszinsen geltend machen, jedoch keine Vorfälligkeitsentschädigung, sofern nicht ein höherer Schaden nachgewiesen werden kann. Das dürfte angesichts der Darlehensübernahme durch die Privatpersonen schwer nachzuweisen sein. Link siehe unten.

Bevor man in eine Glaskugel schauen muss, würde ich zunächst den Darlehensvertrag nebst der mitgeltenden Geschäftsbedingungen der Bank lesen. Eines kann man schon pauschal vorweg beantworten: Wenn einer Bank ein Darlehen anders als ursprünglich vereinbart vor der eigentlichen Fälligkeit zurück bezahlt wird, (und aus welchem Grund auch immer ist zunächst zweitrangig) kann sie eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Ob das Darlehen dann durch einen anderen Darlehensnehmer sozusagen nahtlos weiter bedient wird ist nicht relevant.

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