Sind die Einkommen in D in vielen Bereichen zu gering?

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7 Antworten

Die Frage ist meines Erachtens klar mit "Ja" zu beantworten, die Ursachen sind jedoch vielschichtig. Darüber hinaus muss man alle Kosten der allgemeinen Lebenshaltung im Verhältnis zum Einkommen in Deutschland und in Relation mit anderen Ländern mit vergleichbaren Lebensstandard sehen um Vergleiche anstellen zu können. Um diese Aussage zu verdeutlichen kann man eindeutig feststellen das die Lebenshaltungskosten von Industrienationen wie Deutschland oder ein anderes Land der EU mit Entwicklungsländern wie z. Bsp. Nepal, Liberia, oder Kolumbien nicht vergleichbar sind. Die Menschen die in Deutschland wohnen und arbeiten sollten mit ihren Einkommen mindestens so viel verdienen, das sie oberhalb des Niveaus der Sozialtransfers wie dem ALG 2 erhalten. Denn wenn für die Menschen kein Anreiz besteht mit eigenem Einkommen sich mehr leisten zu können als durch ALG 2 - Bezug, wird der Anreiz sich in die " soziale Hängematte" zu legen und sich zwangsläufig aus dem gesellschaftlichen Leben zurück zu ziehen immer größer. Im Ergebnis ziehen sich Menschen in soziale und gesellschaftliche Randbereiche zurück die der Demokratie im Lande nicht recht sein kann. Festgestellt werden muss auch, dass der größte Sozialleistungsabbau in Deutschland seit ihrer Gründung, das in Gang setzen der Einkommensspirale nach unten, die Einführung prekärer Beschäftigungsverhältnisse sowie die Umverteilung der (Volks)- Einkommen von unten nach oben mit "Schröder's Agenda 2010" und seiner Basta- Politik eingeführt wurde. 

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microgeo 03.05.2015, 13:36

Da ist was dran...

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Das ist sehr unterschiedlich. Jemand mit 3.500 Brutto liegt deutlich über Hartz-IV-Niveau.

Generell sind Tätigkeiten, die geringe Qualifikationen erfordern oder für die es genügend Bewerber gibt, geringer dotiert als solche, bei denen Unternehmen und öffentliche Arbeitgeber händeringend nach Kandidaten suchen.

Ein Ingenieur mit 5 Jahren Berufserfahrung ist jemand, der von der Uni oder schlimmerenfalls FH kommt und gerade mal begonnen hat, sich einzuarbeiten. Die Qualifikation von Machinenbauingenieuren (Uni) in Unternehmen dauert normalerweise eher um die 5-10 Jahre und hängt ein gehöriges Maß von der Eigeninitiative der Person ab.

Man muß sich auch davon verabschieden, daß man ein Recht auf Gehaltserhöhungen nach einer gewissen Berufserfahrung oder Zeit in einem Betrieb hätte. Das ist Unsinn. Es geht um Leistung und Ergebnisse, nicht darum Zeit abzusitzen. Bezahlt werden Initiative und Innovation, nicht stures Befolgen von Arbeitsanweisungen und Warten auf den Feierabend.

Hach, und dann gibt es noch die Wahnwitzigen mit ihrer Forderung nach einem Grundgehalt. Das könnte man auch Lethargiegehalt nennen.

Im öffentlichen Dienst, im Gesundheitswesen, in Kitas und Schulen, im Gastronomiegewerbe und noch ein paar Branchen ist der Kostendruck sehr hoch und die Arbeitgeber geben dies weiter an ihre Beschäftigten. Daher gehen viele Hochqualifizierte und Kreative dauerhaft ins Ausland oder werden Grenzgänger. Diejenigen, die diese Option nicht haben, müssen mit einem Mini-Gehalt über die Runden kommen.

Das liegt jedoch nicht daran, daß diese Arbeitgeber generell schlecht oder überaus gierig sind. Es liegt daran, daß die Lohnnebenkosten hoch sind und die Bürokratie in Deutschland sehr komplex ist. Der Luxus eines staatsfinanzierten Defizitmodells für das Gesundheits- und Rentenwesen sorgt dafür, daß sehr viele Mittel mit Gießkannen verteilt werden und ihre Wirkung verfehlen, aber die wirklich Bedürftigen durch die Maschen fallen und mit einem Sozialnetz nur knapp über dem Boden aufgefangen werden.

Hier müsste man aus meiner Sicht mehr in private Krankenversicherungen und Vorsorgemodelle investieren, eine soziale Basisabsicherung schaffen und das Bildungssystem unternehmerischer trimmen.

Das werde ich jedoch nicht mehr erleben.

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Das mag sein, ich habe keinen kompletten Überblick.

Aber es gibt dazu zwei Punkte:

1. Wenn die Arbeit zu dem Kurs angenommen wird, scheint es ja marktgerecht zu sein, denn wenn man mehr bekommen würde, ginge man dorthin.

2. Die Abstimmung mit den Füßen, die ja auch schon passiert, denn in einigen Berufsgruppen (z. B. Ärzte) gehen einige ja z. B. nach Norwegen.

Dazu kommt natürlich auch, es muss bezahlt werden. Natürlich werden Pflegekräfte schlecht bezahlt, aber die Pflege ist ohnehin schon teuer.

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microgeo 03.05.2015, 13:39

Da es aus meiner Sicht keinen richtigen Fachkräftemangel in vielen Bereichen gibt, bleibt vielen nur übrig schlechter bezahlte Stellen zu nehmen.

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Meinungen?

  • Wer viel verdienen will muss weg von einer Bezahlung nach Zeit.
  • Ein Bruttoverdienst alleine sagt noch nicht viel aus. Wohnraum ist nicht überall gleich teuer und nicht jeder Mensch legt den gleichen Lebensstandard an. Ich z.B. habe zumeist 5-stellige Monatseinkommen allerdings Lebenshaltungskosten von unter 1.500,- € im Monat.
  • Wenn in einer Familie nur einer das Geld für x Personen verdient, ist das auch verständlich, dass es ggf. knapp werden kann.
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microgeo 03.05.2015, 13:38

Früher war es offensichtlich kein Problem als Alleinverdiener eine Familie zu ernähren und ein Haus zu bauen. Zwar sind die Ansprüche gestiegen, aber irgendwie ist das Geld heute weniger im Verhältnis....

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vulkanismus 04.05.2015, 08:18
@microgeo

Früher war mein Vater Alleinverdiener und hat an Hausbau nicht mal in seinen Träumen denken können.

Dasselbe trifft auf Millionen anderer zu.

Jetzt erkläre mal Deine Aussage.

Oder meinst Du mit "früher" etwa vor 100, 200 oder 500 Jahren?

Da war es auch nicht anders.

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microgeo 04.05.2015, 13:39
@vulkanismus

Ne, ich meine die letzten 50 Jahre. Hier kenne ich viele aus dem Verwandten- und Bekanntschaftskreis, welche das klassische Alleinverdienermodell haben/hatten. Meist "normale" Angestellte oder Arbeiter, alle mit Haus und regelmäßigem Urlaub. Heute vielfach undenkbar.

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vulkanismus 04.05.2015, 14:08
@microgeo

Solche Leute kenne ich auch. Die haben aber alle geerbt und/oder zumindest das Grundstück von den Eltern bekommen. Oder es sind Handwerker, bei denen sehr viel schwarz "gegangen" ist.

Nur vom Lohn/Gehalt baute keiner ein Haus.

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Da sollte sich jeder mal selber an die Nase fassen und sich fragen ob er bereit ist, für ein Kilo Spargel 30 Euro zu zahlen oder für einen schlichten Büro-PC 3000 Euro. Wenn Verbraucher nicht bereit sind Preise zu zahlen die angemessene Bezahlung ermöglichen und solange das Ausland Lohndumping macht sind keine höheren Löhne möglich.

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Werniman 03.05.2015, 22:26

Das ist ein einziger Kreislauf. Wer nicht viel verdient, MUSS zwangsläufig möglichst billig einkaufen. Und wo Artikel möglichst billig verkauft werden, müssen sie auch möglichst billig hergestellt werden, was in der Praxis leider durch relativ niedrige Löhne gegenfinanziert wird. Und da ist das Problem: da es dem Niedriglöhner kaum möglich ist, mehr Geld zu zahlen, um anderen Arbeitnehmern einen guten Lohn zu ermöglichen, sind da eher diejenigen gefragt, die dazu in der Lage sind.

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Ich schätze mal Angebot und Nachfrage... Also ich finde es besser, wenn alles außer Sozialhilfebereich frei sein sollte.. :) Dass z.B. Arbeitslohn wie alles andere per Auktion festgelegt wird. Es wird eine Stelle z.B. ausgeschrieben und jeder, der Voraussetzungen erfüllt darf dann über eine Jobbörse z.B. über Arbeitsagentur eigene gewünschte Lohnhöhe vorschlagen... Der Arbeitgeber kann dann aussuchen wen er nimmt, ähnlich wie MyHammer oder blauarbeit etc... :)


Es reicht ja auch wenn es z.B. ein Grundeinkommen gibt.. Mehr sollte nicht geregelt werden.. So meine Meinung..

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vulkanismus 02.05.2015, 23:14

Denk das mal von A - Z durch - ob Du dann Deine Meinung änderst?

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TOPWISSENinfo 03.05.2015, 00:03
@vulkanismus

Ich hatte bereits nachgedacht, sonst würde ich das nicht schreiben.. Also bitte um genauere Formulierung, was du meinst... Gedanken lesen kann ich leider nicht.. ;)

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vulkanismus 03.05.2015, 00:40
@TOPWISSENinfo

Dann hast Du nicht mal bis Flop gedacht, wenn überhaupt.

Was Du da von Dir gegeben hast ... unglaublich.

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TOPWISSENinfo 03.05.2015, 09:50
@vulkanismus

Das ist das Problem, es ist für dich unglaublich, nicht für mich.. Daher verstehe ich nicht, was du genau für dich unglaublich ist... Denn woran ich nicht glaube, schreibe ich hier auch nicht herein.. Weis nicht was das alles hier sein soll.. Schade, dass viele nicht zu Ende reden oder schreiben können..

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TOPWISSENinfo 03.05.2015, 11:39
@vulkanismus

Ist dir wirklich nichts bessere eingefallen? Naja, war von dir auch nicht zu erwarten... ^^ Nur weil ich deine Gedanken nicht lesen kann, hat es mit Unwissen nichts zu tun.. ;) Das solltest du lernen wenn du erwachsen wirst.. ;)

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vulkanismus 03.05.2015, 12:27
@TOPWISSENinfo

Ne, Deine Unwissenheit demonstrierst Du ja seit geraumer Zeit auf andere Weise - Söhnchen.

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TOPWISSENinfo 03.05.2015, 13:33
@vulkanismus

Naja, was soll ich noch dazu sagen... :D Du hast deine Welt, ich meine... Jeder Mensch hat so seine Welt... Denn jeder hat unterschiedliches erlebt und erfahren im Laufe seines Lebens... Auch du und ich haben unterschiedliche Erfahrungen und Kenntnisse sammeln können... Ich denke aber, da wir so viele auf der Erde sind, sollten wir auch Toleranz zu einander zeigen und nicht ständig andere kritisieren, nur weil jemand anderer Meinung ist :) Ich kenne deine Beiträge bestehend nur aus Kritik, Verachtung und Belustigung... Das ist einfach nur armselig, vor allem wenn du schon erwachsen bist. Kenne dein Alter ja nicht... Ich in meiner Welt komme ganz gut zurecht und konnte bisher noch zusätzlich anderen helfen in deren Welt zurecht zu kommen, ich denke das ist schon eine Gute Leistung. Unsere Welten sehe ich aber zu unterschiedlich als dass wir irgendwann auf einen Nenner kommen werden... Aber schlimm finde ich es nicht, es gibt sowohl genügend Menschen auf der Welt, deren Welt sich mit deiner ähnelt als auch genügend Menschen deren Welt sich mit meiner ähnelt..

Also antworte auf die Fragen der Fragesteller oder lass es. Ich denke das ist nur vernünftig. Du kannst mir gerne auch weiterhin Komplimente machen, habe nichts gegen! Bin da eher tolerant.. :)

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vulkanismus 03.05.2015, 14:13
@TOPWISSENinfo

In Deiner Welt zahlen sie mit Schendel-Dollar.

Und besuchen Deine merkwürdigen Seiten (und sind so dumm, dort auch noch zu zahlen für Ratschläge, die keinen Cent wert sind).

Ein vor dem Gesetz gerade mal erwachsen gewordener Andreas Schendel kann jemandem, der seit Grossvater sein könnte, keine Lebensratschläge geben.

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Ich frage mich, warum Du den Eindruck erst jetzt bekommst.

Das mit Hartz IV (das hiess damals anders) bei z.B. bei Beamten im mittleren Dienst in München gab es schon in den 80ern. Und das nicht nur scheinbar, sondern tatsächlich.

Die Einkommen richten sich solala nach dem Markt. Mir erscheint aber das Anspruchsdenken so manchen zu gross zu sein (siehe Spargel - Kartoffeln tun´s auch.)

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