Frage von Riesin, 44

Sind die Beerdigungskosten meiner Mutter außergewöhnliche Belastungen, obwohl ich 1/2 meines Elternhauses geerbt habe?

Meine Mutter ist verstorben ohne ein Testament zu hinterlassen. Kraft Gesetzes bin ich nun zusammen mit meinem Vater Erbin zu 1/2. Es gab kein Barvermögen. Ich habe nun versucht, die Beerdigungskosten steuerlich geltend zu machen, was mir verwährt wird, da ich 1/2 Grundbesitz geerbt habe. Um meine Mutter "unter die Erde zu bringen" - was ich als einzige Tochter als sittliche Pflicht sehe -, habe ich mich an den Beerdigungskosten beteiligt, was für mich als Alleinerziehende mit laufenden Krediten eine große Belastung darstellt.

Nur auf dem Papier habe ich geerbt, weil man mir riet, das Erbe anzunehmen, um meinem Vater unnötigen Ärger und weitere Kosten zu ersparen. Es gibt sogar eine Abschichtungsvereinbarung, dass ich unentgeltlich aus der Erbengemeinschaft ausscheide.

Ich kann ihn doch jetzt nicht zwingen, sein Haus zu verkaufen, damit ich Die Beerdigungskosten zurück bekomme. Das ist sittlich gar nicht korrekt!

Im Falle des Todes meines Vaters ist mir klar, dass ich die Beerdigungskosten nicht geltend machen kann. Aber jetzt auch nicht?

Antwort
von blackleather, 26

Sind die Beerdigungskosten meiner Mutter außergewöhnliche Belastungen, obwohl ich 1/2 meines Elternhauses geerbt habe?

Nein, und zwar weil du das halbe Haus geerbt hast und das vermutlich mehr wert ist als die Bestattungskosten betrugen. Ich nehme an, das wird dir das Finanzamt auch bereits geschrieben haben.

Nur auf dem Papier habe ich geerbt

Rechtsnachfolgen finden nicht auf dem Papier oder sonstwo statt, sondern vollziehen sich tatsächlich.

Es gibt sogar eine Abschichtungsvereinbarung, dass ich unentgeltlich aus der Erbengemeinschaft ausscheide.

Na eben. Ausscheiden kannst du nur, weil du zunächst Miterbe geworden bist.

Ich kann ihn doch jetzt nicht zwingen, sein Haus zu verkaufen, damit ich
Die Beerdigungskosten zurück bekomme. Das ist sittlich gar nicht
korrekt!

Das wird ja auch nicht von dir erwartet.

Aber jetzt auch nicht?

Jetzt auch nicht.

Kommentar von Riesin ,

Danke für Deine Antwort. 

Dann habe ich halt Pech gehabt. Hätte sie mal das Testament mit meinem Vater geschrieben, bevor sie ins Koma gefallen ist.... Oder ich hätte doch das Erbe ausgeschlagen. (Was aber nicht infrage kam, da ich meinem Exmann zutraue, dass er nicht für unseren Sohn ausgeschlagen hätte...)

Kommentar von blackleather ,

Wenn du ausgeschlagen hättest, hätte eben dein Sohn dasselbe Problem gehabt. Oder es wäre für ihn völlig irrelevant gewesen, falls er noch keine Steuern zahlt.

Antwort
von HilfeHilfe, 8

Frag doch mal deinen Vater ob er die Kosten übernimmt. Immerhin hast du ihm das Haus komplett überschrieben

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