Sind Derivate generell schuld an der Finanzkrise? Sind doch nicht alle Derivate so schuld wie CDS!

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nicht die derivate sind schuld an der krise. der immobilienmarkt und die verbriefungen waren das hauptproblem - vor allem der subprime markt.

bei den derivaten haben wohl eher die privatanleger die krise, weil sie viel verloren haben.

derivate sind meist sehr undurchsichtig. und die wenigsten verstehen diese anlagen. oft sind sie auch so konstuiert oder verpackt, dass sie keiner verstehen soll.

auch die CDS sind sinnvoll. jedoch haben CDS für privatanleger eigentlich keine wirkung, weil sie durch institutionelle gehandelt werden.

die CDS haben sich jedoch als systemkritisch erwiesen, weil das volumen zu gross wurde und keiner mit dem schlimmsten gerechnet hatte. bei AIG sieht man das problem.

ich halte derivate an sich z.t. für berechtigt und auch sinnvoll. nur ist das volumen mittlerweile so gross, dass dadurch bei verwerfungen systemische risiken entstehen können bzw. entstanden sind.

Zumindest waren etliche, aber nicht alle Derivate Versprechnungen ohne substantiellen Hintergrund.

Vergleichbar mit Derivaten ist - zur Erinnerung - unser Buch- und Bargeld: wertvoll ohne Goldhinterlegung! Die wenigsten (ich höre schon jemand "Gold" und "Inflation" rufen) zweifeln am Geldwert. Anders derzeit in Simbabwe, wo das Geld keine Substanz verspricht.

Bei den CDS (Credit Defaul Swaps) hatte zwar die kaufende Partei (meist Unternehmen, Finanziers) wohl einen geschäftlichen Grund, Schutz gegen den Vermögensverfall/-rückgang einer direkten Vertragspartei zu suchen (was durchaus nachvollziehbar und solide ist), aber hatte das Pech, dass die CDS-Verkäufer (wie AIG) nur eine kleine Gruppe war und es von daher zu einer Risikokonzentration auf wenige Mitspieler kam. Diese Risikoträger konnten lange Zeit Risikoübernahme gegen Bargeld verkaufen, bis es zum ersten Zahlungsausfällen der versicherten Risiken (z.B. bei minderklassigen US-Hypothekenschuldnern) kam.

Das Problem mit den Derivaten ist, dass es kreative Anlageprodukte sind, die von Finanzingenieuren erdacht und im Markt eingeführt werden. Häufig ist es einfach so, dass die Händler selbst die Produkte nicht richtig verstehen und somit die Risiken nicht richtig einschätzen. Das ist dann jedoch weniger die Schuld der Derivate als vielmehr der vielleicht zu wenig ausgebildeten Händler und Strategen.

Mit 20 verschuldet, wie werde ich schuldenfrei?

Guten Tag, aufgrund dessen das ich Automatenspielsüchtig (Glücksspielsüchtig) war, hatte ich mich bereits pünktlich mit 18 Jahren verschuldet. Meine Schulden belaufen sich auf ungefähr 25.000€. Das Problem ist, es sind überwiegend Kleinbeträge. (100€-500€) von verschiedenen Gläubiger. Zwei Gläubiger haben Forderungen im vier Stelligen Bereich. Ich erhalte jeden Tag Inkasso Briefe und meine Schufa sieht auch dementsprechend aus. Ich habe durch die Spielsucht 2017 meine Ausbildung verloren, und beziehe seitdem ALG1. Meine neue Ausbildung beginnt erst am 01.08.2018 und dementsprechend ist auch nicht genug Geld vorhanden, um die Gläubiger zu bedienen. Ich würde nur die Ausbildungsvergütung, BAB und Kindergeld zur Verfügung haben. Da ich aber noch so jung bin, würde ich von einer Privatinsolvenz gerne absehen. Ich habe mich nun (endlich) dazu entschlossen, einen Termin bei einer Schuldnerberatung wahrzunehmen. Dieser ist jedoch erst in zwei Wochen. Daher habe ich mich hier angemeldet um evtl. Vorschläge, Lösungen und Tipps zu erhalten. Was ich bereits versucht habe: bei meiner Bank (Direktbank) einen Umschuldungskredit zu erhalten. (Leider ohne Erfolg), die Gläubiger angefragt ob ich die Schulden nach der Ausbildung abzahlen kann (da ich dann ein Einkommen habe, womit ich Schulden abzahlen kann). (Teilweise auch ohne Erfolg)

Vielleicht kann mir jemand aus der Community helfen. Und nein, ich habe keinen der mir das Geld leihen könnte, oder für mich bürgen könnte.

Vielen Dank für jegliche Hilfe, Tipps, Meinungen und Lösungen.

Liebe Grüße

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