Sind bei einer Inflation auch die Schulden weg ?

4 Antworten

immer wenn hier von Inflation die Rede ist, frage ich mich, was meint man eigentlich. Die 0,5 bis 3 % die wir immer haben, oder eine Rate von ca. 8 %, oder eine Hyperinflation?

Genauso wie sich Jahr für Jahr die Kaufkraft des Geldes etwas vermindert (was sich ja auch summiert), vermindert sich auch die Zahlungspflicht in äquivalenter Ware gemessen.

Wenn ich mir vor 15 Jahren eine ETW für 100.000,- Euro gekauft habe, dann würde ich bei endfälliger Tilgung noch immer 100.000 Euro Schulden haben. Aber seitdem sind die Preise und Löhne um einiges gestiegen. Nur das die 100.000 noch immer hundert tausend sind. Ich müßte also heute weniger Stunden für die Tilgung der Wohnung arbeiten, als vor 15 Jahren.

Also Schulden lösen sich nciht auf, aber im Verhältnis z. B. zum Stundenlohn, werden sie geringer.

  1. Bei einer Inflation gehen Erspartes und Geldwerte nicht einfach den Bach runter. Sie werden nur weniger Wert. Die Kaufkraft des Geldes nimmt bei einer Inflationsrate von 5% pro Jahr in 10 Jahrenn um 50% ab. Ebenso die Schulden. Der Kreditnehmer hat also im Inflationsfall den Vorteil. Mehr dazu, auch Beispiele habe ich auf http://www.kostenlos.com/inflationsrate/inflationsrate-2010.html gefunden

Warum sollte das denn sein. Nur wenn das Geld weniger wert wird, werden deine Schulden entsprechend weniger wert. Aber das hilft dir nichts, da dein Einkommen ebenso an Wert verliert.

Da du hier Schulden hast, nutzt dir das wenig. Ich habe einen Bekannten, der sich vor 30 Jahren ein Hotel mit Gaststätte im ehemaligen Jugoslawien gebaut hat. Als es dort den Bach runter ging mit der Wirtschaft, hat er riesig Profitiert. Er hatte das unten Verpachtet und hier sein Einkommen. Die hatten dort eine solche Inflation, das bedingt durch den Wechselkurs fast täglich seine Schulden abnahmen. Aber das funktionierte wie gesagt durch den Wechselkurs. Wenn du da lebst, wo die Inflation ist, nutzt dies nichts. Deine Schulden bleiben

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