Sind Arbeitgeber verpflichtet ein Arbeitszeugnis auszustellen?

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10 Antworten

Ja!

Nach § 109 Gewerbeordnung besteht seit 2003 auch bei nur tage-/wochenweisen Arbeiten des Arbeitnehmers Anspruch auf ein einfaches Zeugnis nach Beendigung der Arbeit. Inhalt: Art und Dauer der Tätigkeit.

Dauerte die Arbeit nicht nur "kurze" Zeit, sondern konnte sich der Arbeitgeber dabei ein Bild über die Leistung und Verhalten machen, kann der Arbeitnehmer auch ein qualifiziertes Zeugnis verlangen.

Jeder Arbeitgeber ist in der Pflicht, Zeugnisse auszustellen, aber auch nur positive Beurteilungen, denn es dient dem beruflichem Fortkommen !!!

Klares Nein. Es gibt keine Verpflichtung des Arbeitgebers.

Das Arbeitszeugnis muss bei der Beendigung des Arbeitsverhältnis vom Arbeitnehmer verlangt werden. Man unterscheidet zwischen dem einfachen und dem qualifizierten Arbeitszeugnis. Der Arbeitgeber muß dann umgehend eine Arbeitszeugnis erstellen. Wenn er das nicht tut, dann kann man vor dem Arbeitsgericht auf Erteilung eines Arbeitszeugnis klagen.

Üblich ist, dass mit der Kündigung des Arbeitnehmers um die Ausstellung eines qualifzierten Arbeitszeugnis gebeten wird. In allen anderen Fällen, sollte man einen gesonderten Antrag stellen.

Grundsätzlich wurde hier schon richtiges geschrieben.

Allerdings sind ja heute viele Menschen als sogenannte Leihkräfte tätig und da ist der AG, bei dem sie eingesetzt sind, nicht ihr AG und deshalb ist dieser auch in keiner Weise zur Ausstellung eines Zeugnisses verpflichtet, sondern nur der "Leihunternehmer", mit dem sie einen Vertrag abgeschlossen haben.

Das ist etwas unglücklich, denn der Leihunternehmer kann Leistung und Fähigkeiten seines Mitarbeiters natürlich nicht wirklich beurteilen, weil er ihn ja normalerweise nie bei der Arbeit erlebt.

Ja. Es hat auch jeder ein Recht auf ein sogenanntes Zwischenzeugnis.Er muß es nur beim Arbeitgeber einfordern.

Arbeitszeugnis

Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf Erteilung eines Zeugnisses. Nach der einschlägigen Norm, § 630 BGB, kann der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber ein schriftliches Zeugnis über das Dienstverhältnis und dessen Dauer fordern. Das Zeugnis ist auf Verlangen auf die Leistung und Führung im Dienste zu erstrecken. Hiernach besteht somit der Anspruch auf Erteilung eines Zeugnisses erst nach Beendigung des Dienstverhältnisses. Anerkannt ist aber, dass "aus triftigen Gründen" auch während des Arbeitsverhältnisses ein sog. Zwischenzeugnis verlangt werden kann, so z.B. bei Versetzung innerhalb des eigenen Unternehmens, bei Ablauf der Probezeit, nach Ausspruch der Kündigung oder bei Einberufung zum Wehrdienst.

Grundsätzlich verjährt der Anspruch auf Zeugniserteilung gem. § 195 BGB erst in 3 Jahren.

http://www.arbeitsrecht.de/arbeitsrecht/RechtKompakt/RechtA-Z/al/arbeitszeugnis.php

ja - immer pflicht des arbeitgebers ...

ja

es ist eine HOLSCHULD - dh auf antrag

alles andere wurde schon hier aufgegührt

Aus meiner Sicht ja . !

ja

wurde schon richtig beantwortet...

noch dazu: ist eine holpflicht.....dh muss du beantragen......kommt nicht von selbst..

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