Sind 4 % Kosten vom Gesamtbeitrag bei einer Riesterrente in Ordnung?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

40 Promille war vor LVRG die Deckelung bei gezillmerten Verträgen.

Ist also das Maximum, das möglich ist. Dies ist die Vergütung für den Abschlussvermittler.

Es beinhaltet nicht die Verwaltungs- und Risikokosten.

Ohne jetzt auf die Riesterrente an sich einzugehen, möchte ich diese Frage lediglich aus der reinen Kostensicht beantworten.

4% von dem Gesamtbetrag sind eine Wucht!!!

Ganz einfaches Beispiel: 4% von 10.000 Euro sind sagenhafte 400 Euro, die Du der BV einfach mal so in den Poppes schiebst.

Ganz egal, woher das Geld kommt.
Ob aus deiner Tasche oder aus der Tasche des Staates - die 400 Euro sind weg.

Es gibt Finanzkonstrukte, die lediglich 0,5 Prozent pro Jahr oder sogar weniger Kosten versursachen.

Möglicherweise ist ein Wertpapiersparplan die bessere Alternative. Einfach mal bei Google "Wertpapiersparplan" eintippen.

Aber auch wenn nicht, ich persönlich würde vier Prozent von dem Gesamtbetrag nicht akzeptieren. Da spart man sich ja mehr arm als reich!

4% von dem Gesamtbetrag sind eine Wucht!!!

Nein, ist Standard.

Ganz einfaches Beispiel: 4% von 10.000 Euro sind sagenhafte 400 Euro, die Du der BV einfach mal so in den Poppes schiebst.

Das sind die Abschlusskosten, nicht die Verwaltungskosten. Wenn sie Beratung und weitere Dienstleistungen in Anspruch genommen hat, ist diese zu vergüten, entweder durch Provision/Courtage oder eben als Honorar.

Eine Altersvorsorgeberatung inkl. Bestandsaufnahme, Strategieerstellung, Anbieterwahl und intensiver Beratung erstelle ich nicht, wenn ich davon nicht einen Monat lang meinen Kühlschrank voll kriege.

Ganz egal, woher das Geld kommt.
Ob aus deiner Tasche oder aus der Tasche des Staates - die 400 Euro sind weg.

Bei einer Laufzeit von 45+ Jahren aber nicht all zu relevant.

Möglicherweise ist ein Wertpapiersparplan die bessere Alternative

Vielleicht.

Aber es bleibt die Frage, was der Sinn hinter dem Vertrag ist.

Riester schließt man nicht ab um Vermögensaufbau zu betreiben, sondern zur Alterssicherung. Ein Mensch dem Garantien wichtig sind fährt ggf. mit Riester nicht schlecht.

  • Ob ein Riestervertrag hier sinnvoll ist, vermag ich nicht zu sagen. Hier spielen auch Steuern eine Rolle.
  • Ob der Anbieter für die Fragestellerin die erste Wahl ist, kann ich hier auch nicht abschließend bewerten.
  • Ob es zwingend eine Versicherungslösung für den Riestervertrag sein muss, ist ebenfalls ein bisschen Geschmackssache.
0
@Kevin1905
"Das sind die Abschlusskosten, nicht die Verwaltungskosten."

Ach da kommt noch was dazu???

4% sind lediglich die einmaligen Kosten (Abschlusskosten)???

Bei einer Laufzeit von 45+ Jahren aber nicht all zu relevant.

Ganz im Gegenteil!
Die Abschlusskosten zaubern eine Rendite von 4% schon mal weg.
Die laufenden Kosten mindern die Rendite auch wiederrum (wahrscheinlich bei 2% jährlich).
Die Inflation erledigt den Rest.

Für wen hat sich das sinnfreie Sparen hier gelohnt?

Riester schließt man nicht ab um Vermögensaufbau zu betreiben, sondern zur Alterssicherung.

Ist Vermögen (Geld) nicht ein wesentlicher Teil der Alterssicherung.

Dem Geld ist es egal, wie es erwirtschaftet wird.

Ein Mensch dem Garantien wichtig sind fährt ggf. mit Riester nicht schlecht.

Ja, allerdings ist eine solche Garantie nicht umsonst. Man muss sie sich mit Rendite erkaufen.

0
@Weltschmerz2

Tipp: Kaufen sie lieber Aktien solcher Konzerne, die solche Produkte wiederum an andere verkaufen ;)

0

> 4% von dem Gesamtbetrag sind eine Wucht!!!

Das ist keine Wucht, das ist Standard. Wenn Du also eine Beitragssumme von 10.000 EUR über die Laufzeit von, sagen wir mal 30 Jahren hast, dann hast Du eine Prämie von ca. 28 EUR und hast die Kosten von 400 EUR. Die gelten dann für 30 Jahre a 12 Monate = 360 Monate = 1,11 pro Monat. Für Beratung und jederzeitige Betreuung des Vertrages während der Laufzeit. Gigantische Einnahmequelle !

> Ob aus deiner Tasche oder aus der Tasche des Staates - die 400 Euro sind weg.

Das ist richtig. Allerdings kostet JEDE Anlage außerhalb des Sparbuchs Geld, also auch diese. Und wenn sie aus der Tasche des Staates kommen, dann nicht aus deiner und damit sparst Du im Gegenzug zu ungeförderten Verträgen ;-)

> die lediglich 0,5 Prozent pro Jahr.Das wären ja bei 30 Jahren "nur" 15% Kosten. Sind das jetzt die alternativen Abschlußkosten oder die Gesamtkosten des Vertrags oder...

> Möglicherweise ist ein Wertpapiersparplan die bessere AlternativeWertpapiersparpläne gehen auch über Riester. Und da stehen dann noch Themen wie Kosten, Steuern, Auszahlplan, lebenslange Rente etc. aus. Eine intensive Beratungsleistung, der er über Google NICHT bekommt.

> Da spart man sich ja mehr arm als reich!Natürlich. Wer 30% Förderung auf gezahlte Beiträge erhält und noch einen guten Fondssparplan von 8% dahinter hat, der spart sich bei einmaligen 4% natürlich mehr arm als reich... ;-)

0

Ich würde mir eher die Frage stellen, ob eine Riesterrente überhaupt sinnvoll ist. http://www.meinegeldanlage.com/thema/riester-rente-nachteileile

Falscher Ansatz! In Zeiten wie diesen sind die wenigstens, 25 %, oft aber wie bei dem in der Frage angegebenen Fall über 50 %, die der Staat bei Riester drauflegt, eine Menge. Mit 60 € im Jahr kommt halt weniger raus als mit 204 €.

4

Was möchtest Du wissen?