Sichere Anlage über 12 Jahre

...komplette Frage anzeigen

14 Antworten

Hey, da hat sich ja eine lebhafte Diskussion aufgetan :-)

ad Kinder: ja, ich habe auch für meine Kinder Konten seit 2009 eingerichtet. Mit einem Sparplan von dem ein kleiner Teil in ein Tagesgeldkonto geht und einem größeren Teil, der in einen Fonds investiert. Das Verhältnis mag sich ändern, wenn die Zinsen steigen. Bisher passt die Rendite. Wie sich Kinder entwickeln, ist doch immer ein Risiko, aber erstens ist man daran als Eltern nicht ganz unschuldig, und zweitens kann ich auf diese Weise eine Rücklage zu bilden, die die Kinder irgendwann benötigen.

ad Sicherheit: auf den Horizont von 12 Jahren sehe ich deutlich höhere Zinsen, d.h. es kommen eigentlich nur garantierte Erträge ohne Verlustrisiko in Frage. Das wären Lebensversicherungen und verzinste Anlagen. Fondssparpläne haben immer Risiken und würde ich daher in diesem Fall nicht empfehlen - auch wenn ich persönlich dieses Instrument durchaus nutze.

ad Lebensversicherung: es gibt Mindestalter von Kindern, für die man eine Lebensversicherung abschließen kann. Das ist u.U. also überhaupt nicht möglich. Weiterhin ist zwar die heutige Lebensversicherung nicht mehr per se steuerfrei in der Auszahlung, wohl aber kann es sein, daß durch Fehlen anderer Einkünfte die Lebensversicherung des Kindes ausbezahlt wird und es fallen keine Steuern an. Bei einer Verzinsung von 3,5-5% ist das durchaus ok. Abgezogen davon werden jedoch die z.T. hohen Gebühren für den Abschluß und die Verwaltung der Lebensversicherung, weshalb dieses Instrument dann wieder ggf. nicht so interessant ist. Das wäre durchzurechnen, wobei Überschußbeteiligungen in der Zukunft unklar sind, d.h. mit einem etwas erhöhten Garantiezins zu rechnen wäre.

ad Sparplan: ein Sparbrief oder Festgeld erforden einen Einmalbetrag, nicht einen monatlichen Betrag. Also haben wir per def. einen Sparplan, der von monatlichen Einzahlungen gespeist wird. Der Betrag kann in eine variabele verzinsliche Form laufen und sich ansammeln. Wenn die Zinsen nun steigen, kann man sich diese zumindest mit Inflation und Leitzinsen etwas mitlaufenden Zinsen für eine kurzfristige Anlage hernehmen, um dann nach 3-4 Jahren z.B. die Umschichtung in einen höherverzinslichen Sparbrief oder Festgeld zu prüfen. Wenn man kein Emittentenrisiko scheut, dann kann das auch in eine höherverzinsliche Obligation, ein Stufenzinsmodell etc. gehen. Mit den verbleibenden 8-10 Jahren kann man noch viel anfangen.

ad Steuern: damit der Steuervorteil des Kindes genutzt werden kann, muss das Konto auf das Kind laufen.

Früher gabs mal Steuervorteile für Kapitallebensversicherungen mit 12 Jahren Laufzeit. Da was das für Hochverdiener eine interessante Anlage - seit 2005 aber nicht mehr. Ein Bausparvertrag - nicht wirklich. Da verzichtet man auf Zinsen um einen Darlehensanspruch zu bekommen. Rechnet sich für den reiner Sparer nicht. Tja, es bleibt aus meiner Sicht nur ein reines Sparkonto übrig. Bei der Postbank derzeit mit 2% Zinsen. Wenn dann so 2.000 Euro zusammen sind. Also nach 2 Jahren kann man dann diese Summe nehmen und eine Anleihe für die restlichen 10 Jahre kaufen. Und dann wieder 2 Jahre sparen und eine Anleihe von 8 Jahren Laufzeit kaufen usw.

Danke für die ausführlichen Schilderungen. Es ist allerdings so, dass nicht ich persönlich das Geld einzahlen werde, sondern die Großeltern der Kleinen. Es soll also irgendwas symbolisches sein, für das jeden Monat per Dauerauftrag etwas eingezahlt wird. Ich kann leider schlecht sagen: Überweist mir das Geld und ich schau dann alle 2 Jahre mal, wo ich es anlege.

Am einfachsten wäre es natürlich, wenn es eine Anlageform wäre, die ich über die Hausbank oder den Versicherer abschließen kann. Aber von derartigen Produkten kann man nicht viel erwarten, oder?

Eine der besten Möglichkeiten, für sein Kind zu sparen ist einen Fondssparplan mit Investmentfonds einzurichten. Vorzugsweise Aktienfonds. Bei der voraussichtlich langen Laufzeit von dürfen es ruhig Aktienfonds sein. Fondssparpläne gibt es bereits für eine Mindesteinzahlung von 25 € pro Monat nach oben keine Grenze. Jederzeit erhöhbar, reduzierbar und kündbar. Über das Kapital kann jederzeit verfügt werden. Keine feste Laufzeit, keine Stornokosten. Aktienfonds haben nachweislich alle anderen Anlageformen in Bezug auf Rendite und Sicherheit weit übertroffen. Aktienfonds sind sehr gut diversifiziert, weil sie viele Aktien im Portfolio haben. Die Anlage ist inflationsgeschützt, da Aktien Sachwerte sind und auch insolvenzgeschützt, weil Aktienfonds Sondervermögen sind. Aktienfonds schwanken, weil die Märkte volatil sind, aber das hat nichts mit Sicherheit zu tun.


Man kann Sparpläne mit Investmentfonds auch mit einem dynamischen Trailinglimit absichern. Trailinglimit bedeutet in diesem Fall, dass das Limit immer dem Kurs folgt. Wenn die Märkte fallen geht es raus aus den Aktien und bei steigenden Märkten wieder rein in die Aktien. Durch die intelligente Kombination von der Stopp-Loss-Order und der Start-Buy-Order ist es möglich mehr Rendite aus dem Aktienfonds-Depots zu erwirtschaften. Geht der Fonds nach der Kursumkehr um einen bestimmten Prozentsatz nach unten, wird der komplette Bestand in einen Geldmarktfonds geswitcht. Es wird nur das bereits angesparte Kapital geswitcht. Mit dem Sparbeitrag werden weiterhin Aktienfondsanteile gekauft. Steigt der Kurs des Fonds wieder um einen bestimmten Prozentsatz, wird das Kapital wieder vom Geldmarktfonds in den ursprünglichen Fonds geswitcht. Durch den Einsatz eines Trailinglimits kommt der Cost-Average-Effekt erst richtig zur Geltung.

Kapitallebensversicherungen und Bausparverträge werden oft genannt, aber diese wären von den Kosten insgesamt wahrscheinlich zu teuer. Die Verzinsung ist nicht sehr attraktiv.

Mit einem Sparbrief hast Du zwar die Möglichkeit, den Zins über eine längere Zeit (z.B. 10 Jahre) zu sichern, aber das wäre momentan eher ungünstig, da die Zinsen steigen.

Es gäbe also die Variante eines Banksparplans mit variablem Zins nach Marktlage (Tagesgeldkonto) bzw. nach einiger Zeit, wenn die Zinsen interessant sind, kann man ja irgendwann in den 12 Jahren den angesammelten Betrag auch umschichten und in einen Sparbrief oder Festgeld stecken.

Wichtig ist, daß das Konto wirklich auf die Tochter läuft und daß der Freistellungsauftrag erteilt wird. Idealerweise wäre das Konto, über das die Abwicklung erfolgt, kostenfrei, d.h. würde keine laufenden Kosten verursachen.

Nur mal ein kleiner Hinweis. Aktuell - man glaubt es kaum - ist die Verzinsung bei einer LV auf Hybridbasis bei garantierten 4,8 Prozent. Damit will ich sagen, dass es durchaus zumindest einen Blick wert ist sich eine LV anzusehen.

0
@alfalfa

Die 4,8% beziehen sich auf den Sparanteil. Die tatsächliche Rendite liegt bei etwas über 3%.

0

gandalf, ich würde nie empfehlen, einen Banksparplan oder andere Anlagen auf ein Kind abzuschließen. Weißt du wie sich das Kind entwickelt? Ich spreche aus vielen Jahren Bankerfahrung. Bei manchen Kinderentwicklungen wird es einem schlecht.

0

Interessante Diskussion...

Habe gerade einmal nach verschiedenen Fonds geschaut, weil ich kürzlich gelesen habe, dass Fonds meistens nicht über ihre Benchmark hinauskommen. Stimmt - nur wenige Ausnahmen.

Also: Warum dann bei Fonds eine Management Gebühr zahlen, wenn das Management nicht einmal besser ist, als die allgemeine Marktentwicklung.

Grundsätzlich:

(1) Eine Versicherung hat ihre Berechtigung zur finanziellen Absicherung eines Risikos.

(2) Eine Geld-/ Kapitalanlage hat ihre Berechtigung zum Aufbau eines Vermögens (wie hoch auch immer das sein soll; auch 1000 Euro sind ein Vermögen).

Beides ist gut und wichtig. Aber beides in einem, also die "Eier legende Wollmilchsau", das ist Murks.

Nehmen wir also Punkt (2), die Geld- oder Kapitalanlage. Das Ziel einer solchen Maßnahme ist die Vermehrung des eingezahlten Kapitals. Sonst kann man sich die Maßnahme gleich sparen ( also: Sparbuch).

Die Vermehrung des eingezahlten Kapitals funktioniert nur mit einer guten Rendite, die auf jeden Fall höher sein muss, als die (persönliche) Inflationsrate. Die Geldanlage sollte also inflationsgeschützt sein, d.h. muss zwangsläufig auf Sachwerten beruhen. Außerdem muss sie flexibel sein, um jederzeit auf veränderte Bedingungen reagieren zu können.

Eine Geldanlage kostet Geld, und zwar umso mehr, je mehr Garantien man haben möchte. Die hohen Kosten einer Lebensversicherung sind es auch, die diese Anlageform, neben vielen anderen Negativmerkmalen, für eine Geldanlage uninteressant machen. Andere Anlageformen bedeuten für den Anleger auch Kosten. Bei jeder Geldanlage sollte man diesen Posten also immer vor Augen haben.

Diese Kosten müssen also auch noch von der Rendite überkompensiert werden.

Das wären also die "Essentials", wie wir heute auf Neudeutsch sagen. Am besten lässt sich jeder, der Geld anlegen möchte, unabhängig (gegen Honorar) beraten. Die individuellen Umstände sind ja doch zu unterschiedlich, um im Einzelfall allgemeinverbindliche Aussagen treffen zu können.

Warum soll denn in diesem Einzelfall die Laufzeit 12 Jahre betragen - das hört sich für mich so an, als wäre da schon einmal ein Vertreter für Lebensversicherungen aufgekreuzt und hätte versucht, so ein Fossil zu verkaufen...

Ein Sparplan, der jederzeit ausgesetzt, oder verändert werden kann, wäre m. E. viel besser, als eine feste Laufzeit.

Und noch etwas:

Eine Geld- oder Kapitalanlage beinhaltet immer ein Risiko; ohne Risiko gibt es keine Anlage. Die Frage ist nur, wie hoch ist das Risiko, oder was beinhaltet das Risiko? Wenn es zu einem Totalverlust kommen kann, sollte diese Anlage nur als "Spielerei" mit "Spielgeld" betrieben werden; vielleicht geht es gut, mit hohem Gewinn - wenn nicht, ist es auch nicht schlimm.

Wenn bei der gewählten Anlageform lediglich die Kurse hin und wieder schwanken, ist es durchaus eine Überlegung wert. Vor allem dann, wenn man das Geld nicht unter allen Umständen zu einem fixen Zeitpunkt braucht.

Zumindest würde ich Dir einen Vergleich der verschiedenen Anlagemöglichkeiten empfehlen und Deine Entscheidungen auf Basis von Fakten stellen. Das objektiviert die Entscheidung. Als Kriterium sollte das garantierte Kapital am Ende der Laufzeit dienen, denn das Kapital vor Steuer ist noch etwas anderes als das Kapital nach Steuer. Denn während beispielsweise ein Banksparplan anhand der Zinsen zunächst vorteilhaft sein kann, kann sich dieses je nach der individuellen Steuersituation im Vergleich zu einer Lebensversicherung die steuerfrei ausgezahlt wird durchaus ändern. Das kann sich unter Umständen dann doch wiederum rechnen. Fazit: Durchaus die Alternativen vergleichen und das Kriterium maximales Kapital nach Steuern heranziehen.

Was wird denn heutzutage für ein Zins bei Lebensversicherungen garantiert? Jedes Garantieprodukt kostet einiges an Geld und bei lächerlichen 2,25% derzeit wird die effektive Rendite selbst ohne Steuern niedriger ausfallen alleine schon durch die Kostenquote. Selbst LV mit dem damalig garantierten Zins von 4% haben sehr oft eine effektive Verzinsung von gerade mal 1,5% gehabt. Spitzenreiter war ein Versicherungsunternehmen mit effektiv gerade mal 0,5% und das nach 12 Jahren. Eine spitzen Anlageempfehlung, natürlich für den Vertreter und das Unternehmen. ^^ Eine schlechte für den Verbraucher. Ein Vergleich kostet natürlich nichts.

0
@Helge001

Interessant, das die Tonalität zunimmt. Das grade aus der Berufsgruppe der Banker, die sich auch im Retail Banking nicht grade mit Ruhm bekleckert haben und deren Provisionsgeschäft noch eine Spur grotesker ist als im Assekuranzbereich. Rendite in Prozent ist als betriebswirtschaftlicher Indikator ein Bleodsinn. Gemessen wird in Euro, real und nach Steuern. Wird in jedem BWL Grundstudium gelhert. Fakt.Nachlesbar.Die Tatsache das in Deiner Antwort Garantiezins mit Gesamtperformance verwechselt wird zeigt mir, dass Du das Konstrukt nicht kennst obwohl grade Banker 30 Prozent der Produkte als Versicherung anbieten. Pardon, das was du hier schreibst ist Marketing aus dem Produktmanagement und die Beispiele die du nennst sind faktisch falsch. Und als Fachinformationen..hmm..was wird Garantieverzinst? Richtig, der Sparanteil und der ist geringer als die monatliche Rate...Reale Zahl aus der Praxis..Eine Einmalanlage von 100.000 Euro bringen als Einmalanlage ohne Kapitalverzehr garantiert monatlich 433 Euro auf das Girokonto nach Steuern. Den Vertrag gibt es und ist vertraglich garantiert. Und nun?

0
@alfalfa

Der Fragesteller hat ein Kind mit 801 €/Jahr Steuerfreien Zinsen und mit 100 €/Monat Rate über Steuersparmodelle zu sprechen ... ich weiß nicht.

Und wie will ein Versicherer derzeit 5,2 % Rendite nach Kosten und Steuern erzielen bei einer sicheren Anlage, wenn 30-Jährige Bundesanleihen gerade mal 3,7 % bringen.

Und nun?

0
@AntwortNO1

Versicherer investieren auch in Sachanlagen wie Gebäude und erzielen Mieteinnahmen. Da liegt bei dem einen oder anderem Objekt die Rendite im zweistelligen Bereich. In der Mischkalkulationen ergibt das durchaus Renditen von 5,2 Prozent für den Kunden. Auch wenn es hinkt. Aktuell habe ich einen Kunden, der 100.000 Euro als Einmalanlage getätigt hat und monatlich lebenslang 433 Euro ausgezahlt bekommt ohne das das Kapital verzehrt wird. Auch besteht die Möglichkeit Einmalzuzahlungen und auch Entnahmen zu tätigen. Auch wenn ich konzeptionell bei den Vorrednern bin, so zeigt sich, dass sich auch die Branche Versicherungen weiterentwickelt und nicht alles nur teuer und ertragsarm ist. Das kommt jedoch auf die Einzelfallbetrachtung an.

0

Ich würde das Geld splitten (50/50). Einen konservativen Bank- und einen spekulativen Fondssparplan. Da gibt es wirklich gute Sachen auf dem Markt. Bei einem guten Banksparplan kann man 3-3,5% erzielen. Um die Rendite etwas nach oben zu schrauben, wäre ein guter Fondssparplan eine Ergänzung. Eine Lebensversicherung halte ich für nicht sinnvoll. Durch die kommende Zinsabsenkung werden auch die Überschüsse schrumpfen. Jemand schrieb hier etwas von LV steuerfrei und so. Das ist genau die Werbung gewisser Unternehmen, die mir auf den Senkel gehen.

Hallo Helge, das ist keine Werbung sondern das Einkommensteuergesetz und nachlesbare Gesetzeslage. Offensichtlich kennst Du Dich mit LV nicht besonders gut aus, denn sonst wäre die Aussage das eine sinkende Garantieverzinsung automatisch zu sinkenden Überschüssen führen nicht aus deiner Feder geflossen. Dieses Unwissen ist das was mir auf den Senkel geht.

0
@alfalfa

Ich gehe aber davon aus, dass sich auch die Überschüsse nach unten bewegen werden. Es war auch früher schon so. Wir waren mal bei fast 5-6% mit Überschüssen. Nach der Absenkung auf 2,25% sehe ich keine LV auf dem Level von 5%. Vielleicht hast du ein anderes Vergleichsprogramm. Ich empfehle dir ITA Select mal anzuschauen. Denkst du das es bei 1,75% bessere oder gleiche Überschüsse geben wird wie heutzutage? Ich glaube daran nicht und das hat die Vergangenheit auch gezeigt. Wir werden uns so um die 3- unter 4% wohl einpegeln. Sicherlich sind das nur Mutmaßungen aber damit stehe ich nicht alleine da.

0

Gehst du an andere Themen auch so ran. Ich meine, wenn du einen warmen Sommerurlaub machen willst, muss es dann ausgerechnet Island sein? Oder wenn du etwas passendes für deine Familie zu Mieten suchst. Darf es dann nur eine Wohnung mit maximal einem Zimmer sein???

Es gibt gute und sehr gute Anlagen für 12 Jahre. Durch die Art von Sicherheit, die du wünschst, kommen nur uninteressante Möglichkeiten in Frage.

Überlege mal, ob es wichtiger ist, dass das Kind in 12 Jahren mindestens 14.400 € hat oder ob es nicht vielleicht viel wichtiger ist, dass der Wert dessen, was angespart wurde, dem von heute 14.400 € entspricht.

Deine Lösung, wenn es wirklich sicher sein muss, ist dann ein netter Fonds von Ethna, Carmignac, Veritas, oder anderen Vermögensverwaltern, die darauf spezialisiert sind, möglichst wenig zu verlieren aber längerfristig auch ordentliche Renditen zu erwirtschaften. In solchen Fonds ist das Geld nicht nur wesentlich rentabler sondern auch deutlich sicherer vor Inflation angelegt als in irgendwelchen Geld-anlagen.

Vorsicht bei Carmignac. Dieser Fonds war nur in den 6 Monaten von Okt. 2007 bis März 2008 richtig gut. Da hat der Fondsmanager gefährlich gezockt und Glück gehabt. Danach war die Performance nur noch mittelmäßig. Mit einem Volumen von über 20 Milliarden Euro ist der Fonds jetzt auch viel zu groß und leider auch viel zu teuer um noch richtig gute Renditen erzielen zu können.

0
@Tritur

Vorsicht bei Carmignac ?????????????????

0
@Tritur

@ Tritur

Richtig gut war er von 1989 bis 2010 mit im Schnitt mehr als 9 % Rendite im Jahr. Das gilt nebenbei auch für die letzten 10 Jahre. Seither hat er vom Höchststand gut 8 % verloren, was aber (Carmignac bezieht Stellung!!!) schon öfter der Fall war. Die Frage ist, ob man beim Verkauf darauf hingewiesen hat, dass das auch so kommen kann.

Ich verkaufe ihn kaum mehr, seit es so viele andere Möglichkeiten gibt. Vor allem, seit er auch mit den Sparkassen zusammenarbeitet. Ernsthafte Zweifel an der Zukunft sind aber mit einem Blick auf die Details bei der Entwicklung der Vergangenheit unbegrüdet. Man kann als Berater abwarten, dass sich die Sparkassen wieder verabschieden und der Fonds wieder seine gewohnte Stärke zeigt.

In den letzen Monaten geht viel in Gané, FvS und andere "Exoten", die sehr gut liegen aber nur auf eine Historie als Vermögensverwalter zurückblicken können. Ich denke, die Mischung macht es aber zur Mischung gehört auch Carmignac und Ethna (der nebenbei wesentlich besser läuft).

0

Dann jedoch bitte auch der Hinweis, das auch die Möglichkeit des Totalverlustes besteht - ein leichter Widerspruch zu dem allgemeinen Verständnis des Wortes sicher.

0
@alfalfa

Ich empfehle dir, dich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen! Bei Zertifikaten besteht ein Totalverlustrisiko. Bei geschlossenen Fonds, Genusscheinen, Genussrechten, Unternehmensanleihen oder schlicht Schuldverschreibungen aller Art ist es sogar mehr oder weniger wahrscheinlich.

Fondsvermögen ist Sondervermögen der Anleger. Einzelne Werte, die in ihnen drin stecken können an Wert verlieren oder wertlos werden.

Fonds, die wie die vorgeschlagenen in verschiedenen Anlagekategorien anlegen und reagieren können, wenn es gefährlich wird, haben weniger Risiko als Tagesgeld oder irgendwas, das in einer Analgekategorie bleiben muss, auch wenn bei der Totalverlust droht.

0
@Rat2010

@Rat2010: Ich kann deinen Kommentaren voll zustimmen.

0
@Rat2010

In der Tat, mit dem Bereich habe ich mich nicht intensiv beschäftigt, und bin etwas erstaunt über die Aussage das Fonds mit Streuung weniger Risiko haben als Tagesgeld.Widerspricht all den Aussagen die seinerzeit am der Uni getroffen wurden, doch das ist ja auch schon ein paar Tage her. Hast du da vielleicht eine Literaturempfehlung, denn das hat mich wirklich sehr neugierig gemacht.

0
@alfalfa

Jedenfalls dann, wenn du wie ich als Berater eine Art Multiplikator bist, solltest du dich wirklich intensiv mit dem Thema beschäftigen. Dass du wie ich einschlägig studiert hast, verleiht deinen Worten noch mehr Gewicht und erhöht die Verantwortung den Kunden gegenüber.

Ich glaube allerdings nicht, dass jemals an der Uni gelehrt wurde, dass Geld als Konservator von Werten sicher ist. Jedenfalls dann, wenn du in Deutschland studiert hast, wo Geld im letzten Jahrhundert zwei mal wertlos wurde.

Wenn du es noch nicht hast, empfehle ich dir die tägliche Lektüre des Handelsblatts! Sicher Hilfreich wären auch SZ, Frankfurter Allgemeine, Welt oder NZZ.

Über Versicherungen brauche ich dir ncihts zu erzählen. Du solltest wissen, dass die eine gesetzliche Pflicht haben, zum Teil in Geldwerten zu investieren und dass die sinkende Rendite durch Ereignisse in der Vergangenheit sinken wird, also sicher ist, solltest du auch wissen.

0
@Rat2010

D Accord, die Literatur gehört zum Standardrepertoire. Jedoch, zumindest im Bereich PKV ist die Sachinformation im Handelsblatt einfach katastrophal, da faktisch und nachweisbar falsch. Na ich war eher nach der Suche nach aktueller Fachliteratur. Während das CAPM Modell noch lange Zeit aktuell war, ist dieses ja widerlegt. In die Richtung ging mein Bedürfnis. Das Geld, Set Bretton Woods komplett entkoppelt von Sachwerten ist, ist bekannt, und auch Fonds basieren zum Teil in dieser Funktion, auch wenn als Sonderbetriebsvermögen ausgewiesen und gesichert. Was diese Sachsicherungen wert sind, hat die Suprime Krise ja par excellence bewiesen.

0

Das kommt darauf an, was Sie bevorzugen. Möchten Sie eine möglichst große Rendite, dann müssen Sie auch ein größeres Risiko eingehen – das ist aber nicht jedermanns Fall!

Schauen Sie doch mal auf den Vergleichsportalen vorbei: Dort finden Sie bspw. auch Tagesgeldkonten über 4%, aber darum ging es mir nicht. Lebensversicherungen sind vor allem aufgrund der hohen Kosten und der Langfristigkeit nachteilig für die meisten Kunden. Heutzutage ist es für keinen Normalbürger möglich, sein Leben bereits 30 Jahre im Voraus planen zu können, die o.g. Konten können schnell aufgelöst werden ohne große Verluste, Lebensversicherungen nicht! Auch bringen diese Konten keine Kosten von 30% und mehr mit sich!

Wir versuchen hier bestmögliche Finanztipps zu geben, nicht mehr, nicht weniger. Die obige Antwort kann schon deshalb keine Werbung sein, da die proConcept AG keine Tages- bzw. Festgeldkonten verkauft bzw. vermittelt.

Die Sicherung die solche Sparanlagen bzw. kapitalbildene Vorsorgen "fürs Kind" beinhalten wie zum Bsp :

  • Übernahme der Beiträge des Versorgers bei Tod, Arbeitslosigkeit, EMR

  • (begrenzte)Möglichkeit des Einschluß eine B.U.des Kindes z.Bsp. bei Berufsausbildungs Anfang ohne erneute Gesundheitsprüfung

  • Flexible Zuzahlung, Ablaufmangement zwischenzeitliche Entnahme..

  • Sicherung der Beiträge im Deckungstock

..finde ich bestimmt leider nicht in Banksparplänen oder auf dem berühmten Sparbuch..lassen sie sich von einem Makler beraten ,was für Alternativen es gibt !

HG DerMakler

In normale Sparverträge am besten mit variablen Zinsen anlegen. Versicherungen sind m.E. zu teuer.

Möglichkeiten gibt es viele, aber eine Kapitallebensversicherung bzw. eine fondsgebundene Lebensversicherung ist keine gute Wahl, wenn Sie eine rentable Anlageform möchten.Risikolebensversicherungen sind sinnvoll für die Absicherung der Familie im Falle eines plötzlichen Todes des Familienernährers. Alle anderen Lebensversicherungen sind nicht zu empfehlen, aus folgenden Gründen:

-hohe Kosten (bis zu 30% gehen dadurch verloren)

-kaum Rendite (sinkt stetig, Garantiezins ab 2012 nur noch bei 1,75%)

-lange Laufzeiten (nicht überschaubar, ob Vertrag so lange durchgehalten werden kann)

-nicht flexibel (lässt sich nicht den Lebensumständen anpassen)

-hohe Verluste (bei vorzeitiger Kündigung des Vertrages)

-Mischprodukt (Kombination aus Versichern und Sparen nicht sinnvoll)

-undurchsichtig (Klauseln, die kaum ein Verbraucher versteht)

-Steuern fallen an (Steuervorteil ist 2005 weggefallen)

Und natürlich gibt es zahlreiche bessere Alternativen wie bspw. Tagesgeld- oder auch Festgeldkonten. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht in Sachwerte zu investieren?

@proConcept: Ich zitiere Und natürlich gibt es zahlreiche bessere Alternativen wie bspw. Tagesgeld- oder auch Festgeldkonten

Soll das eine Empfehlung sein??? Ich bin wirklich kein Fan von Kapitallebensversicherungen aber mehr als 2,5-3,5 % bringen selbst die schlechtesten Versicherungen.

Außerdem antworten Sie hier mit ihrem Firmennamen. Was ich persönlich für einen Verstoß gegen die Forumsrichtlinen sehe.

0

Was möchtest Du wissen?