Sich gegenseitig risikoversichern?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Man solle sich gegenseitig als Versicherungsnehmer benennen und jeweils den Partner als versicherte Person. Welchen Vorteil hat das?

Ich entnehme der Fragestellung, dass zwei Versicherungen über beide Leben geplant sind und nach den Unterschieden gefragt wird, wenn der jeweilige Versicherungsnehmer selbst versicherte Person wäre oder sein Gatte.

Dann gilt: Es macht einen erbrechtlichen Unterschied: Wenn ein Versicherungsnehmer zugunsten des Gatten als Versicherten eine LV abschliesst, bekommt er die Versicherungsleistung unabhängig erbrechtlicher Auseinadersetzungen sofort gegen Eireichung der Police mit Totenschein ausbezahlt. Und zwar außerhalb des erbten Nachlasses der Erblasserin erbschaftssteuerfrei, sofen das bei einem Freibetrag von 500.000 EUR überhaupt relevant würde.

Nachteil: Wollte man den Vertrag nach Trennung oder Scheidung kündigen, wäre das nur sehr verlustreich möglich.

Bei der klassischen Variante versichert der Versicherungsnehmer sein eigenes Leben und setzt den Gatten als Begünstigten ein.

Erster Nachteil: Die gesetzlichen Erben (Kinder) könnten diese Zahlungsanspruch des Bezugsberechtigen aus Vertrag zu Gunsten Dritter auf den Todesfall der Versicherung gegenüber verhindern, da es einer wirksamen Schenkungsabrede mangelt.

Die Versicherungsleistung fiele dann dem Nachlass zu und der Begünstigte käme nur quotal seiner Erbquote zu einem Anspruch daraus. Die Kinder würden also anteiligt begünstigt, obwohl das nicht Zweck der Absicherung war :-)

Das könnte man nur bedingt verhindern, indem man Stillschweigen über diese Absicherungen bewahrt, Vertragsunterlagen und Kontoauszüge fremdem Zugriff entzöge und dem Längstlebenden einschärft, seinen Anspruch der Versicherung gegenüber geltend zu machen, bevor die Miterben davon erführen.

Zweiter Nachteil: Der vermeindlich Begünstigte erführe nicht, wenn das Bezugsrecht klammheimlich geändert würde.

Insofern macht diese eingangs erwähnte Überkreuzabsicherung, bei der jeder eine Lebensversicherung über den Gatten als versicherte Person abschließt, Sinn, wenn man vom Bestand der Ausgangslage der beiden Parteien und einer Vertragserfüllung (Prämienzahlung) des jeweiligen Versicherungsnehmers getrost ausgehen darf.

G imager761

Weil die Versicherungssumme im Todesfall des Erstversterbenden (auch beim Tod beider Eltern) nur einmal ausgezahlt wird, ist die Prämie etwas geringer. Etwas sarkastisch könnte man dagegen bei zwei eigenständigen RLVs den Tod beider Eltern als Lottogewinn für die Kinder betrachten.

Aber man muss sich fragen, ob die Versicherung eines Todesfalles als einziges Risiko das Risikoumfeld (z. B. Unfall, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität) angemessen abdeckt. Ferner muss die Höhe der Versicherungssumme anhand der konkreten Lebenssituation des Ehepartner (Immobilienschulden, Versorgungsgedanke) und der Kinder (Alter, Vormund) hinterfragt werden.

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Danke

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