Sich gegenseitig risikoversichern?

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Man solle sich gegenseitig als Versicherungsnehmer benennen und jeweils den Partner als versicherte Person. Welchen Vorteil hat das?

Ich entnehme der Fragestellung, dass zwei Versicherungen über beide Leben geplant sind und nach den Unterschieden gefragt wird, wenn der jeweilige Versicherungsnehmer selbst versicherte Person wäre oder sein Gatte.

Dann gilt: Es macht einen erbrechtlichen Unterschied: Wenn ein Versicherungsnehmer zugunsten des Gatten als Versicherten eine LV abschliesst, bekommt er die Versicherungsleistung unabhängig erbrechtlicher Auseinadersetzungen sofort gegen Eireichung der Police mit Totenschein ausbezahlt. Und zwar außerhalb des erbten Nachlasses der Erblasserin erbschaftssteuerfrei, sofen das bei einem Freibetrag von 500.000 EUR überhaupt relevant würde.

Nachteil: Wollte man den Vertrag nach Trennung oder Scheidung kündigen, wäre das nur sehr verlustreich möglich.

Bei der klassischen Variante versichert der Versicherungsnehmer sein eigenes Leben und setzt den Gatten als Begünstigten ein.

Erster Nachteil: Die gesetzlichen Erben (Kinder) könnten diese Zahlungsanspruch des Bezugsberechtigen aus Vertrag zu Gunsten Dritter auf den Todesfall der Versicherung gegenüber verhindern, da es einer wirksamen Schenkungsabrede mangelt.

Die Versicherungsleistung fiele dann dem Nachlass zu und der Begünstigte käme nur quotal seiner Erbquote zu einem Anspruch daraus. Die Kinder würden also anteiligt begünstigt, obwohl das nicht Zweck der Absicherung war :-)

Das könnte man nur bedingt verhindern, indem man Stillschweigen über diese Absicherungen bewahrt, Vertragsunterlagen und Kontoauszüge fremdem Zugriff entzöge und dem Längstlebenden einschärft, seinen Anspruch der Versicherung gegenüber geltend zu machen, bevor die Miterben davon erführen.

Zweiter Nachteil: Der vermeindlich Begünstigte erführe nicht, wenn das Bezugsrecht klammheimlich geändert würde.

Insofern macht diese eingangs erwähnte Überkreuzabsicherung, bei der jeder eine Lebensversicherung über den Gatten als versicherte Person abschließt, Sinn, wenn man vom Bestand der Ausgangslage der beiden Parteien und einer Vertragserfüllung (Prämienzahlung) des jeweiligen Versicherungsnehmers getrost ausgehen darf.

G imager761

Weil die Versicherungssumme im Todesfall des Erstversterbenden (auch beim Tod beider Eltern) nur einmal ausgezahlt wird, ist die Prämie etwas geringer. Etwas sarkastisch könnte man dagegen bei zwei eigenständigen RLVs den Tod beider Eltern als Lottogewinn für die Kinder betrachten.

Aber man muss sich fragen, ob die Versicherung eines Todesfalles als einziges Risiko das Risikoumfeld (z. B. Unfall, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität) angemessen abdeckt. Ferner muss die Höhe der Versicherungssumme anhand der konkreten Lebenssituation des Ehepartner (Immobilienschulden, Versorgungsgedanke) und der Kinder (Alter, Vormund) hinterfragt werden.

rückkauf Direktversicherung - wer ist bezugsberechtigt?

Es geht um eine 1993 abgeschlossene Direktversicherung im Rahmen der betrieblichen Alterversorgung für einen Ehegatten (Ehegatten-Direktversicherung). Das Beschäftigungsverhältniss endete am 31.12.2001 und damit auch die Zahlungen für den Vetrag. Seitdem läuft der Vertrag beitragsfrei weiter. Jetzt soll dieser Vertrag gekündigt und der Wert der Rückvergütung (Rückkaufswert) ausgezahlt werden.

Wem steht dieser Rückkaufswert zu? Arbeitgeber (Versicherungsnehmer) oder Arbeitnehmer (versicherte Person)? Es wurde im Vertrag unwiderruflich vereinbart, dass während der Dauer des Dienstverhältnisses eine Übertragung der Versicherungsnehmereigenschaften und eine Abtretung von rechten aus dem Vertrag auf den versicherten Arbeitnehmer bis zum 60. Geburtstag, insoweit ausgeschlossen ist, als die beiträge vom Arbeitgeber entrichte worden sind.

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Berliner Testament - eheliche / nichteheliche Kinder - verstorbene Erben

Folgende Konstellation:

Die Eheleute haben A+B haben sich gegenseitig als Alleinerben eingesetzt. Sie haben 2 gemeinsame Söhne C + D. B hat eine Tochter E aus erster Ehe. Im Erbvertrag wird außerdem festgelegt, dass "die Erben des Überlebenden die Tochter E des Ehemanns B aus erster Ehe zu 1/6 Anteil sowie die gemeinsamen Söhne C + D zu gleichen Anteilen sein sollen". Zunächst verstirbt A (Mutter der gemeinsamen Söhne). Es werden keine Pflichtteilansprüche geltend gemacht. Dann verstirbt C (einer der beiden gemeinsamen Söhne). Welcher Pflichtanteil steht nun jeweils den übrig gebliebenen Kindern zu, falls B stirbt? D + E sind ja leibliche Kinder von B, jedoch nicht von der verstorbenen A.Ist die Klausel mit dem 1/6 Anteil noch gültig?

Hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und bedanke mich schon mal im Voraus.

LG

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Mietvertrag mit Partner untschrieben, der nun ausgezogen ist ohne zu kündigen.

Hallo ich habe mal folgende Frage und zwar haben mein Ex Freund damals als wir die Wohnung gemietet haben waren wir ein Paar. Haben uns nach ein paar Monaten getrennt, wir haben beide den Mietvertrag unterschrieben, er hat bei seinem Auszug aber nicht gekündigt. Auf Grund Beruflicher Gründe wollte ich evtl in eine andere Stadt ziehen. Habe mit meinen Vermietern gesprochen, wegen eines Nachmieters. Diese sagten mir ich solle Fristgemäß kündigen (dies habe ich nicht getan, da ich hier erstmal wohnen bleiben möchte). Eine Woche später kamen diese aus dem Urlaub zurück und haben sich jemanden gesucht der sich die Wohnung anschauen wollte( Die Person nimmt die Wohnung auch ). Ich sagte darauf ich habe garnicht gekündigt. Ihre Antwort darauf war das ich keinen gültigen Mietvertrag hätte da mein Ex Freund ausgezogen sei. Stimmt das so? Ich hätte die Wohnung innerhalb von 2 Monaten zu räumen. Wie kann das sein das die Wohnung einfach vermietet wird obwohl ich nicht gekündigt habe? Denn meine Vermieter haben mir nicht gekündigt, sie haben es mir gesagt aber ich habe nichts schriftliches.

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Berufsunfähigkeits-Versicherung wird angerechnet obwohl ich dieses Geld nicht erhalte

Hallo,

es geht um die Anrechnung einer privaten Berufsunfähigkeits-Versicherung (BU) an meine SGB II Leistung.

Ich bin seit 5 Jahren berufsunfähig und erhalte eine BU-Rente von einem großen Versicherungsunternehmen. Da diese Rente nicht ganz zum Leben reicht erhalte ich außerdem Leistungen nach SGB II (HarzIV).

In meiner Situation gibt es folgendes Problem: Als ich 14 Jahre alt war hat mein Vater bei der All..-Versicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen und monatlich ~um die 40eur eingezahlt.

MEIN VATER IST DER VERSICHERUNGSNEHMER UND ER HAT DAS BEZUGSRECHT, d. h. ER KANN MIT DEM GELD MACHEN WAS ER WILL - WEIL ER DIE ZAHLUNGEN DIREKT ERHÄLT. (Im Briefen von der All.-Versicherung wird mein Vater im Briefkopf genannt - ich bin die versicherte Person).

Trotzdem wird mir diese BU-Rente als Einkommen angerechnet; Dieser Fall ist deutschlandweit einzigartig. Mein Vater würde mir vielleicht das Geld zukommen lassen, aber ich sehe in dieser Situation eine Verbesserung meines Lebensstandard.

Ich versuche jetzt meinen Anspruch auf volle Leistungen bei der Arge durchzusetzen, weil ich rein rechtlich gesehen diese BU-Rente nicht erhalte.

Der Richter am Sozialgericht findet meinen Fall "unglaubwürdig".

> Kann ich das Geld bei der Agentur für Arbeit einfordern? > Können Sie meinen Vater zwingen das Geld auszuzahlen?

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Was passiert mit einem Immobilienkredit, der von einem Ehepaar aufgenommen wurde, die sich nun trennen wollen?

Nur mal angenommen: Ein Ehepaar nimmt bei einer Bank einen Immobilienkredit für ein selbst zu bewohnendes und neu zu errichtendes Einfamilienhaus auf. Dieser teilt sich auf ein einen Hauptkredit über 250.000 EUR mit 1,9% Zins und einen KfW-Kredit über 100.000 EUR mit 1,3% Zins, Sollzinsbindung jeweils über 20 Jahre. Das Haus ist gerade gebaut, die Tilgung hat noch nicht begonnen. Das Gesamtobjekt hat einen Gegenwert von 550.000 EUR (ohne Abzug der Spekulationssteuer). Ein weiteres vermietetes Objekt mit einem Gegenwert von 250.000 EUR ist seit drei Jahren im Familienbesitz. Das Haushaltseinkommen liegt bei 3200 + 2700 EUR netto im Monat.

Annahme: Es kommt wie es niemals kommen sollte und einer der Partner will sich trennen, bevor das neue Haus bezogen wird.

Idee könnte sein, das vermietete Objekt abzgl. Spekulationssteuer zu verkaufen. Wäre ein Rest von ca. 190.000 EUR, mit dem man den einen Partner und einen Teil des Kredits bedienen könnte.

Wie würde das für die Kreditverträge ablaufen? Besteht a) die Möglichkeit, dass die Bank und die KfW einen der Schuldner aus dem Vertrag lässt und den Vertrag mit einem Schuldner einfach zu gleichen Konditionen weiterführt? Weiterhin müsste das Grundbuch von zwei auf eine Person umgeschrieben werden.

Oder kann man b) davon ausgehen, dass die Bank und die KfW das komplette Umschulden verlangen und dies dann zu aktuell gültigen Konditionen?

Danke in die Runde für eine Info. Der Hobbyfinanzer

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Risikolebensversicherung > durch Wechsel des Versicherungsnehmers über Kreuz versichern

Liebe Community,

meine Partnerin (nicht verheiratet mit mir) hat eine RLV bei der Hannoverschen abgeschlossen. Sie ist in diesem Vertrag die Versicherungsnehmerin und die Versicherte.

Nun möchten wir uns gerne "über Kreuz" versichern. Also sie schließt eine RLV ab, bei der ich der Versicherte bin und ich schließe eine RLV ab, bei der sie die Versicherte ist. Wer das Modell nicht kennt: wenn sie stirbt, dann bekomme ich quasi mein eigenen Vertrag ausgezahlt, in dem ich eingezahlt habe. Dadurch fällt dann keine Erbschaftssteuer an. Andersherum natürlich genauso.

Bei der Hannoverschen ist es möglich, dass wir bei dem laufenden Vertrag eine "Übertragung der Versicherungsnehmer-Eigenschaft" durchführen. Dadurch bleiben also der Vertrag und die guten Konditionen (vor Unisex-Tarifen) erhalten, nur zahle ich dann die Gebühren statt vorher sie. Also genau das, was wir wollten.

Nun zu meiner Frage: sollte es zum Versicherungsfall kommen, wie behandelt das Finanzamt so einen "Fall". Die erste Zeit hat ja meine Freundin in den Vertrag eingezahlt und nicht ich. Wird dann die Erbschaftssteuern doch anteilig für diese Zeit erhoben? Oder gilt einfach der aktuelle Stand, d.h. da ich einzahle und die RLV ausgezahlt bekomme, fallen keine Steuern darauf an.

Ich hoffe das war einigermaßen verständlich? Wer kann mir helfen? Danke!

Grüße guibav

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