Sepa-basis-lastschriftverfahren?

2 Antworten

Sie können dem Finanzamt ein SEPA-Lastschriftmandat erteilen für

  • Betriebssteuern (Umsatzsteuer (nur Vorauszahlungen oder mit der Abschlusszahlung), Lohnsteuer, weitere dürften nicht relevant sein)
  • private Steuern (Einkommensteuer - nur Vorauszahlungen oder mit der Abschlusszahlung)
  • alle Steuern.

Vorteile: Es kommt nicht zu verspäteten Zahlungen, die Abbuchung erfolgt in der Regel ein paar Tage nach der Zahlungsfrist.

Nachteile: Sie können nicht kurzfristig steuern, von welchem Konto die Abbuchung erfolgt (da Sie die Umsatz- und Lohnsteuer aber selbst berechnen und zur Einkommensteuer einen Bescheid mit allen Zahlungsdaten erhalten, haben Sie die Möglichkeit, das Konto entsprechend zu füllen oder das SEPA-LAstschriftmandat aufzuheben).

Vielfach wird befürchtet, dass das Finanzamt munter drauf los unberechtigt irgendwelche Summen abbucht. Erlebt habe ich das in > 25 Berufsjahren noch nie, da viele Berufskollegen aber vor dem Lastschriftmandat warnen, wird es vermutlich ab und an mal vorkommen. Ich (!) empfehle meist, mindestens die Betriebssteuern abbuchen zu lassen - die Entscheidung liegt natürlich beim Steuerpflichtigen.

Der Steuerberater kann diese Entscheidung weder für Sie treffen noch das Formular unterschreiben, es geht ja schließlich um Ihr Konto.

Ich habe mit der EE auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht in den letzten 25 Jahren als Einzelperson. Im Gegenteil finde ich es sehr bequem.

Insbesondere bei der Umsatzsteuer kann man ja recht schnell in Zahlungsverzug kommen, wenn der Zahlbetrag auch bis zum 10. eingegangen sein muss bei Überweisung. Bei Sepamandat kann das nicht passieren.

Für die quartalsmässigen Abbuchungen der Einkommensteuer muss man sich ggf. Termine in den Kalender eintragen, wenn man vorher für Deckung sorgen muss. Ohne Sepamandat muss man sich die Überweisungstermine aber auch eintragen, da man keine Zahlungsaufforderung erhält.

Das Mandat ist ja auch jederzeit widerrufbar.

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