Seniorin :Hausverkauf und dann Miet-oder Eigentumswohnung?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dass "in diesen Zeiten" das Geld "nicht sicher auf der Bank liegt" habe ich als Pauschalargument für einen Immobilienkauf schon vor 30 Jahren gehört. Besonders oft hört man das von der Generation die WK II und Währungsreform noch miterlebt haben. Wer solche diffusen Ängste zur Entscheidungsgrundlage macht, kommt schnell zum falschen Ergebnis. Der Kauf einer ETW durch eine Person in so hohem Alter wäre eine solche Fehlentscheidung.

Du solltest Dir mal bewußt machen, dass der Kauf einer Immobilie mit Erwerbsnebenkosten von bis zu 15% des Kaufpreises verbunden ist. Dieses Geld ist endgültig verloren. Bei einem Wiederverkauf der ETW würde kein Käufer diese Erwerbsnebenkosten zusätzlich zum Marktwert zahlen und das schon deshalb nicht, weil er selber ja Erwerbsnebenkosten in dieser Höhe hat.

Auch wenn es Deiner Mutter heute noch so gut geht, dass sie nicht ins Altersheim will, so kann das in wenigen Jahren schon ganz anders aussehen.Was ist, wenn sie Geld braucht um eben jenes Altersheim bezahlen zu können? Eine Wohnungsvermietung würde dann nur relativ geringen Ertrag bringen und wäre zudem mit Arbeit verbunden die Deine Mutter nicht mehr leisten kann.

Ein Verkauf wiederum würde zur Realisierung der vorgenannten Verluste führen. Angesichts des hohen Preisniveaus das der Immobilienmarkt derzeit erreicht hat, sollte man sich diesbezüglich nicht der Illusion hingeben, es würden innerhalb kurzer Zeit Wertsteigerungen erzielt werden können die die Erwerbskosten kompensieren könnten. Das Gegenteil könnte der Fall sein. Wenn sich der Trend am Immobilienmarkt dreht und die Marktpreise fallen -wofür vieles spricht- könnte auch der beim Wiederverkauf erzielbare Kaufpreis unter dem Erwerbspreis liegen.

Willst Du Deiner Mutter zumuten, innerhalb weniger Jahre 20% ihres Vermögens und mehr durch den Erwerb einer ETW zu verlieren? Ich glaube kaum. Gib den Plan zur Erwerb einer ETW auf und leg das freiwerdende Geld anders an.

Wenn es leichter ist eine passende Mietwohnung statt einer Eigentumswohnung zu finden dann ist doch die Frage schon beantwortet. Das Geld aus dem Verkauf wird sie, wenn sie keinen eigenen Haushalt mehr führen kann, für eine Seniorenbetreuung-/ Unterbringung noch benötigen.

Das Geld aus dem Verkauf wird sie, wenn sie keinen eigenen Haushalt mehr führen kann, für eine Seniorenbetreuung-/ Unterbringung noch benötigen.

Kannst Du das aus der Frage herauslesen?

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Denkbar ist der Hausverkauf an einen Investoren, der selbst kein Eigeninteresse an dem Haus hat. Im Gegenzug wird ein lebenslanges Wohnrecht für Ihre Mutter ins Grundbuch eingetragen. Das hätte den Vorteil, dass sie in dem Haus lebenslang wohnen bleiben kann. Der Investor läßt sich das lebenslange Wohnrecht teuer bezahlen, so dass vom eigentlichen Wert des Objektes nicht sehr viel übrig bleibt.

Je älter Ihre Mutter ist, um so "billiger" wird das Wohnrecht allerdings, da anhand der offiziellen Sterbetafeln (= statistische, restliche Lebenszeit Ihrer Mutter) der Kaufpreis für den Investor errechnet wird. Das heißt, es wird die ortsübliche Vergleichsmiete für die restliche Lebenszeit errechnet und vom 'normalen' Immobilienwert abgezogen. .

Ihre Mutter bekäme also noch eine größere Summe vom Investor ausgezahlt, die sie selbst verbrauchen bzw. Ihnen vererben kann. Der Nachteil ist, dass das Grundstück weit unter Wert veräußert wird, sie nicht mehr Eigentümerin ist, es möglicherweise mit einem Investor zu tun hat, der sie irgendwann versucht, aus dem Haus zu mobben und/oder erforderliche Reparaturen während dieser Zeit vernachlässigt bzw. gar nicht vornimmt, um später nach dem Tod der Bewohnerin eine Komplettsanierung vorzunehmen.

Möglich ist auch, dass ein Kind oder - noch viel besser - alle Erben das Haus gemeinschaftlich kaufen. Dann bleibt alles in der Familie. Damit wäre gleich allen möglichen Erbstreitigkeiten vorgebeugt. Wichtig ist die Vertragsgestaltung über das lebenslange Wohnrecht. Was ist beispielsweise, wenn Ihre Mutter nach 1 Jahr doch pflegedürftig ist und ins Altersheim muss? Dem Investor stünde die Immobilie schon dann zur Verfügung, so dass er ein wahres Schnäppchen gemacht hätte.

Diese Alternative muss sehr gut durchdacht sein. Sie können sich beim Grundeigentümerverein, einem Notar und nur bedingt bei einem kompetenten Immobilienmakler beraten lassen. Letzterer wird nicht ganz objektiv beraten, da er eine Provision wittert. Es mag nicht ganz leicht sein, einen Investor zu finden, aber es gibt sie. Die Anzahl von potentiellen Investoren ist u.a. vom Standort der Immobilie abhängig.

Hausverkauf während Trennung Unverheirateter

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Monatliche Leistungen: von 2009 - April 2011 50-50, anschliessend sie 15% (wegen Teilzeitjob), er 85%. Die monatlichen Leistungen beinhalten alles, vom Darlehen über Nebenkosten, Ernährung, Putzmittel etc, nur Heizkosten werden geteilt ( 1*jährlich ca. 2400 EUR)

Fragen:

Wenn wir uns trennen, hat nach meiner Auffassung jeder das Anrecht, vom anderen ausbezahlt zu werden (50-50), wenn eine Partei das Haus behalten möchte. Ist das so richtig?

Wie werden bei Verkauf die Kosten aufgeteilt? Nach verfügbarem Einkommen oder auch 50-50? Wie sieht es mit ggf. Vorfälligkeitsentschädigungen aus und mit den Verlusten, wenn der damalige Kaufpreis beim Verkauf nicht erzielt werden kann?

Können die monatlichen Leistungen der letzten beiden Jahre gegen die oben genannten 60%-Investitionen aufgerechnet werden? ( schliesslich hatte sie ja in den letzten beiden Jahren quasi Kost und Logis frei)

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Ich hoffe, das ist nicht zu viel auf einmal und freue mich auf Eure Beiträge.

Er

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