Seltsame Doppel- Abhebungen vom Geldautomaten in Brasilien?


12.04.2020, 11:40

Danke für Eure Gedanken!

Die Hausbank ist deutsch, der Hauptwohnsitz ist in Deutschland.

Es handelt sich um ältere Herrschaften, von der Situation völlig überfordert.

Ich helfe ihnen immer mit Computer usw., war auch mit ihm bei der Bank.

Diese war unverschämt, wollten gar nicht begreifen, was das genau für Fälle sind, haben pauschal geurteilt, er habe seine Kreditkarte nebst Pin offen herum liegen- hat er nicht, er ist auch nicht dement, seine Pin hat er im Kopf, nirgends aufgeschrieben, und zudem wäre ja eine oder zwei Minuten später nach seiner Abhebung, wenn er ja seine Karte gerade erst benutzt hat, eine Fremdabhebung überhaupt nicht machbar, was die Bank nicht begreifen will.

Er hat jedes Jahr nach Rückkehr in Deutschland eine neue Karte plus Pin beantragt und bekommen und die seltsamen zweiten Abbuchungen bei der Bank gemeldet, er wurde immer abgewimmelt. Darum bin ich dieses Jahr mitgegangen. Keine Chance, die tun so, als wären wir alle nicht zurechnungsfähig, derweil ist ja alles auf den Kontoauszügen nachprüfbar!

Auch in Brasilien haben die Eheleute bei den Banken, die die Geldautomaten betreiben, Meldungen gemacht und um Aufklärung gebeten, diese haben ebenfalls kein Interesse an Aufklärung und haben sie von hier nach dort geschickt durch eine 4- Millionen- Stadt, bis sie aufgegeben haben.

Es wurde an verschiedenen Geldautomaten jedes Mal hinterher nach der Abhebung eine zweite Abbuchung vorgenommen, die nicht von dem Herrn getätigt wurde.

4 Antworten

Hat das Ehepaar immer nur ein- und denselben Automaten derselben Bank benutzt?

Wann ist der erste Vorfall der Bank gemeldet worden?

Hat das Ehepaar sich eine neue Kreditkarte geben lassen?

Wenn man den Warnhinweisen im Internet Glauben schenken darf, dann ist Kreditkartenbetrug in verschiedensten Varianten in Südamerika nicht unüblich. Es soll dort auch manipulierte Geldautomaten geben. Das würde hier die Doppelauszahlung erklären können.

Hat das Ehepaar deswegen in Brasilien Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet?

Bei betrügerischer Nutzung von Kreditkarten wird der Karteninhaber üblicherweise entlastet. Es gibt allerdings auch Sorgfaltspflichten des Kreditkarteninhabers und es ist wegen fehlender Sachverhaltsangaben nicht abschätzbar, ob hier dagegen verstoßen worden ist.

Wo hat denn das Ehepaar rechtliche Hilfe nachgesucht? In Deutschland oder Brasilien?

Wie ist das Ehepaar gerade an diesen Rechtsanwalt gekommen? Anwälte gibt es wie Sand am Meer. Das wird in Brasilien nicht anders sein als in Deutschland. Wenn man allerdings zu einem Anwalt geht der mit besonderen Fähigkeiten prahlt, dann muss man sich nicht wundern, wenn der sich diese Fähigkeiten auch bezahlen lassen will.

Wenn das besagte Ehepaar hier in Deutschland lebt, dann wäre der Gang zur Verbraucherzentrale die billigste Lösung.

Lebt das Ehepaar denn überhaupt in Deutschland? Ansonsten nämlich sehe ich ganz schwarz bei der Suche nach einer neuen Bank. Bei Wohndomizil Brasilien winken alle deutschen Banken ab.

PS: Es gibt 700.000 Rechtsanwälte in Brasilien und 165.000 Rechtsanwälte in Deutschland. Da würde sich sicher jemand finden lassen, der es für weniger Geld macht.

Schwierig wird es allerdings, wenn man sich erhofft, dass ein- und derselbe Rechtsanwalt einen in beiden Ländern vertreten kann. Solche Multitalente sind extrem selten. Vermutlich ist sich der angefragte Rechtsanwalt dessen bewusst gewesen und hat deswegen diesen hohen Stundenlohn gefordert.

Meiner Einschätzung nach ist die rechtliche Lösung des Falles aber in Deutschland zu suchen. Auf so ein Multitalent kann man gut verzichten.

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De 500,00 € pro Stunde für den Anwalt halte ich für Abzocke.

Die Eheleute brauchen einen Fachanwalt für Forderungsmanagement bzw. Insolvenzrecht, also einen auf das Bankwesen spezialisierten Juristen, der sich bestenfalls im brasilianischen Recht auskennt. Es gibt viele zehntausende Anwälte, da muss man halt hartnäckig suchen, um einen seriösen Berater zu finden.

Dennoch ist die Investition in einen Anwalrt bei einem Verlust von 15.000 € ratsam und vernünftig angelegtes Geld. Das Ehepaar kann froh sein, kein Konto mehr bei der Bank zu haben! Warum wurde von Deinen Freunden dem Schauspiel über drei Jahre hinweg überhaupt zugeschaut? Was nützen denn fruchtlose Nachforschungsversuche und Beschwerden, wenn sich am desolaten Sachverhalt selbst nichts ändert? Es gibt doch zich verschiedene andere Banken .... .

In Deutschland gibt es AGBs. Jede Bank hat ihre eigenen AGBs. Dort werden auch Kündigungsregularieren von Banken zu Kundenbeziehungen aufgeführt. Vorstellbar ist, dass es in Brasilien ähnliche Verordnungen gibt, die man zur Rate ziehen kann. Vielleicht gibt es in Brasilien Verbraucherschutzorganisationen, die solche Fälle schon kennen und wissen, was man jetzt noch machen kann.

Es ist auf jeden Fall auch Eile in der Sache geboten, weil Verjährungsfristen angelaufen sind, um gegen die Verluste bei der Bank anzugehen. Viel Erfolg!

In Deutschland findet man nicht zehntausende Rechtsanwälte die sich im brasilianischen Recht auskennen, sondern nur eine Hand voll.

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@Privatier59

Hey, das Paar lebt wohl in Brasilien. Es geht um Abhebungen am bras. Bankomaten. In Brasilien leben ca. 200 Mio. Bürger. Das Problem muss in Brasilien gelöst werden.

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@Maerz2019

Es geht doch wohl um Abbuchung vom Konto einer in Deutschland ansässigen Bank! Da gilt einzig und allein deutsches Recht und auch der Gerichtsstand ist Deutschland.

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So die seltsamen Abbuchungen finden nur bei Bar-Abhebungen am Geldautomaten statt. Wenn mit der Kreditkarte bezahlt wird, offensichtlich nicht.

Also kann es nur an dem Geldautomaten liegen. Man würde also zuerst einen anderen Geldautomaten nutzen bei anderer Bank in fremder Stadt um das einzgrenzen. Es kann aber auch eine Person aus dem Umkreis des Ehepaars sein, das Zugriff auf die Kreditkarte hat, bzw. es wurde eine Dublette angefertigt, aber dann würden die Abbuchungen zu beliebigen Zeitpunkten stattfinden, nicht zeitnah zu tatsächlichen Abhebungen.

Um das abzustellen, würde man die Kreditkarte zurückgeben und neue beantragen.

Wenn dies nicht von der Bank geraten wurde, drängt sich ein anderer Verdacht auf:

Das die Hausbank jetzt gekündigt hat und sich geweigert hat, Nachforschungen anzustellen deutet eher in die Richtung das der Fehler von einem dortigen Angestellten begangen wurde. Solchen und ähnliche Betrügereien sind in D ja auch vorgekommen und dann war es der Filialleiter bzw. leitender Angestellter. Wird halt gern gemacht mit alten Leuten, die gehen eher kaum zur Polizei, wenn sowas passiert. Außerdem bestehen ja Chancen das der Kontoinhaber stirbt, bevor alles raus kommt.

Der Anwalt für 500€/Std. wollte die wohl los werden, weil er vermutlich mit der Bank verbunden ist.

Es waren wie gesagt verschiedene Geldautomaten.

Die Kreditkarte wurde jedes Jahr getauscht, beim nächsten Aufenthalt in Brasilien war es wieder das selbe.

Der Anwalt war ein beliebig in der Stadt ausgesuchter Anwalt für Bankenrecht, vielleicht war ihm die Schadenssumme zu niedrig und er möchte nur Grosskunden mit Millionen- Schäden, weil da mehr zu verdienen ist... :(

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@Automaten

Dann ist der Täter in der Bankfiliale zu suchen. Man würde also nachdem die Kreditkate getauscht wurde die Bank wechseln.

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@Automaten

die tun so, als wären wir alle nicht zurechnungsfähig, derweil ist ja alles auf den Kontoauszügen nachprüfbar!

Wer erinnert sich noch an Gustl Mollath?

https://de.wikipedia.org/wiki/Gustl_Mollath

Irgendwie hören sich Deine Beschreibungen mehr und mehr an, als wäre in der Bank selbst der Täter ....?! Als wäre das ein abgekartetes Spiel. So als hätte sich ein Mitarbeiter der Bank selbst am Konto bedient?

Auch Gustl Molltahs Erzählungen wurden jahrelang als Verschwörungtheorien eines Psychisch Labilen abgetan und man weiß ja, wie sich das aufgelöst hat.

Er sollte auf jeden Fall mal vorsorglich Anzeige erstattet werden! Warum wurde das nicht schon längst gemacht? Ältere Herrschaften hin oder her .... .

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@hildefeuer

Dann ist der Täter in der Bankfiliale zu suchen. Man würde also nachdem die Kreditkate getauscht wurde die Bank wechseln

Genau hildefeuer! Genau das ist mir im Verlaufe der Schilderungen von Automaten auch irgendwann bewusst geworden. Ein Ostern-Krimi!

Hatten wir denselben Gedanken ... :-)

Es kann eigentlich nur jemand aus der Bank sein, der Gelder veruntreut bzw. unterschlägt.

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Erst mal wird und kann die Bank nicht in Brasilien recherchieren. Wer hat schon Juristen im Haus, die das brasilianische portugisisch und das Recht beherrschen.

Die Antwort liegt nach deinen Angaben auch nicht in Brasilien sondern bei der Bank in D, bei der ein Mitarbeiter, vermutlich sehr weit oben, dee Chef oder der Revisor, in die eigene Kasse wirtschaftet.

Wenn deine Angaben alle stimmen, gibt es nur diesen Schluss.

Erläuterung bei der Antwort von hilde.

Also auf zur Polizei!

Bei der Polizei war der ältere Herr letztes Jahr auch schon.

Die haben die Bank angeschrieben, die Bank hat sinngemäß mitgeteilt, dass das alles nicht sein könnte und behauptet, der Kunde würde selber jedes Mal mehrfach hintereinander Geld abholen bzw. seine Kreditkarte nebst Pin weiterreichen an eine dritte Person- wie schon oben gesagt, ist das definitiv nicht der Fall!- und daraufhin wurde das Verfahren eingestellt.

Das ist ja das Vertrackte, dass man überhaupt nicht mehr weiss, was man noch tun könnte... :(

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@Automaten

Es gibt keine andere Lösung. Hat er Anzeige erstattet und einen konkreten Verdacht geäußert. Müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn das Spielchen nicht auch bei anderen Kunden gemacht worden wäre.

Einfach ist der Weg freilich nicht, nur gibt es keinem anderen!!!

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