Selbstständige Tätigkeit neben Festanstellung: Kleingewerbe/Kleinunternehmen anmelden?

3 Antworten

Kleinunternehmerregelung ..... Beispielrechnung

Annahme:
Das Honorar beträgt 1.000. Es entstehen Ausgaben in Höhe von 600 (nämlich 500+ USt = 595, die 5 Euro Differenz sollen aus Gründen der Verständlichkeit vernachlässigt werden).

Kleinunternehmer:
Stellt 1.000 in Rechnung, Vorleistung ist 600, es verbleiben 400 im Portemonnaie.

Regelunternehmer - Variante "es war eine Nettovereinbarung". Die trifft man mit anderen Unternehmern):
Stellt 1.190 in Rechnung, hat Vorleistungen in Höhe von 600, jedoch sind 100 USt enthalten.

Führt 190-100=90 USt an das FA ab. Im Portemonnaie sind nun noch 1190-600-90= 500.

Regelunternehmer - Variante "es war eine Bruttovereinbarung". Die trifft man mit Priatkunden):
Stellt 1.000 in Rechnung, hat Vorleistungen in Höhe von 600, jedoch sind 100 USt enthalten.

Führt 160-100=60 USt an das FA ab. Im Portemonnaie sind nun noch 1000-600-60= 340.

Da sind (zum tausendsten Mal) wieder einige Irrtümer und/oder Falschinformationen zu berichtigen.

Es ist davon auszugehen, dass die journalistischen Tätigkeit eine selbständige sein wird - also kein Gewerbe.

Du wirst nichts hinzuverdienen - Du wirst Gewinn/Verlust aus dieser Tätigkeit haben.

Die Kleinunternehmer-Regelung hat damit nichts zu tun - dies ist ein Begriff aus dem Umsatzsteuerrecht.

Es ist also Dein Ziel, möglichst wenig an Einkommensteuer zu zahlen. Dann musst Du eben den Gewinn möglichst gering halten.

Du kannst es aber auch gleich bleiben lassen - dann zahlst Du eben nichts.

Die meisten Leute hätten wahrscheinlich lieber einen hohen Gewinn - die Steuer wäre denen egal.

Es ist also Dein Ziel, möglichst wenig an Einkommensteuer zu zahlen. 

Das steht da nicht. Sondern da steht

In welcher Konstellation muss ich von diesem Zusatzverdienst möglichst wenig abführen?

Das schließt die Einkommensteuer mit ein, endet aber nicht mit ihr. Auch die Umsatzsteuer muss abgeführt werden - entweder als eigene Umsatzsteuer oder in Form der nicht abzugsfähigen Vorsteuer. Die zweite Variante ist die Kleinunternehmerregelung und die ist regelmäßig teurer.

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