Selbstständig und Midijob oder Minijob?

3 Antworten

Bei einem Midijob in dieser Höhe (500,- Euro brutto = ca. 355,- Euro netto) dürfte ein 450,- Euro Job je nach Stundenlohn bzw. Anzahl der Arbeitsstunden sinnvoller sein.

Bei der Selbständigkeit solltes du einen monatlichen Gewinn von 400,- Euro im Auge behalten. Bei diesem Gewinn kannst du weiterhin in der Familienversicherung bleiben. Ein dauerhafter monatlicher Gewinn von z.B. 600,- Euro macht wenig Sinn, denn dann wird der Mindesbeitrag zur KV + PV fällig.

Danke schön für die schnelle Antwort! Woran liegt das, dass ich bei einem Gewinn von ca. 400 Euro monatlich mit meinem Gewerbe plus 450 Euro Job weiterhin in der Familienversicherung bleiben könnte? Ich hatte das so verstanden, dass Gewinn aus Gewerbe und Lohn addiert werden und zusammen 450 Euro nicht überschreiten dürfen.

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@Aliane

Das ist auch so. Insofern wäre ein Midijob besser.

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@Aliane

Stimmt. Mein Fehler. Die Familienversicherung ist in diesem Fall nicht möglich. Als meine Frau in ähnlicher Situation war, lief das Gewerbe auf meinen Namen. Damit konnte sie in der Familienversicherung bleiben.

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@Aliane

Kannst Du nicht. Beides zusammen darf 450 EUR nicht übersteigen.

Für die KV bist Du mit dem Midijob auf der besseren Seite, solange die Selbstständigkeit nicht überwiegt. Wenn die das aber tut, ist sowohl die Familienversicherung als auch die Pflichtversicherung aus dem Midijob weg.

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Gewinn von 400,- Euro

Ist nicht mehr das Maß der Dinge. Ist die Selbständigkeit dein Hauotjob zahlst du KV selber. Dabei zählen Nachhaltigkeit, Gewinn und Zeiteinsatz. Also den ganzen Tag in der Pommesbude sind eine Hauptselbständigkeit

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Wenn die KV über den Midijob abgedeckt bleiben soll, wäre es wichtig, dass der Bruttolohn über dem Gewinn liegt und der Midijob auch zeitlich überwiegt. Dann wäre es jedenfalls sicher, auch wenn es Ausnahmen gibt.

Genauer nachzulesen im Rundschreiben des GKV-Spitzenverbandes.

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=http://www.inside-partner.de/wp-content/uploads/2019/05/200319-Hauptberuflich-Selbstst%25C3%25A4ndig.pdf&ved=2ahUKEwj9uqzgrunjAhVS3aQKHZ3YCcQQFjAAegQIAhAB&usg=AOvVaw1SCruRXSkgOF6uV8Cgtp2T

Genau genommen wäre die Berechnung natürlich viel komplexer, da Du ja auch nach der steuerlichen Beurteilung fragtest.

Das hängt natürlich auch vom Einkommen des Ehemannes und Eurem Grenzsteuersatz ab.

Ein Minijob würde sich in der ESt. gar nicht auswirken, selbständige Tätigkeit und Midijob aber schon. Da kann sich der zunächst gefühlte Vorteil (Ich zahle nur 50,-€ monatlich für die KV über den Midijob statt 190,-€ Mindestbeitrag als Selbständige) auch durch Steuerlast umkehren oder zumindest relativieren..

Im Midijob hast Du noch weitere Sozialversicherungsabgaben (ca. 50,-€ ) die aber auch wieder Vorteile wie Rentenpunkte und Arbeitslosenversicherung beinhalten.

Ich wüßte gar nicht, wie man das berechnen sollte.

Zumindest für die Anfangszeit (mit eher keinem Gewinn) würde ich es aber bei dem Midijob belassen.

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Sobald du Hauptberuflich selbständig bist muss du dich selber Krankenversichern. Deine Rechneritis funktioniert so nicht

500 Job = Steuerpflichtig und Krankeversicherungspflichtig = HAUPTJOB
Dann kostet die KV 70 Euro und zahlt 50/50 der Chef + Rente

450 Job = NICHT Steuerpflichtig und Krankeversicherungspflichtig = NebenJOB
Dann könnte man sagen dein Hauptjob ist die Familie bei der du versichert bist

Selbstständig ohne Hauptjob = Hauptjob Selbstständig
Dann zahlst du 280 Euro Krankenversicherungsbeiträge. Auch wenn du nur 50 Euro Gewinn macht

Die Kombi die du hast ist Ideal. Ich würde eher nicht einen 450 Euro Job dazunehmen.

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