Selbstbeteiligung bei Anwalt?

2 Antworten

Sie haben in Arbeitsrecht in der ersten Instanz keinen Anspruch (gegen den AG) auf Erstattung Ihrer Auslagen. D.h. ohne Ihre Rechtschutzversicherung wären Sie auf den RA-Kosten zur Gänze sitzengeblieben.

Das deutsche Recht privilegiert die Arbeitgeber. Egal ob das Verfahren gewonnen wird oder verloren geht oder ein Vergleich stattfindet, der Arbeitnehmer ist immer der Dumme und kann Anwaltskosten bezahlen bzw. die Selbstbeteiligung, wenn er versichert ist. Aber Du kannst die Kosten bei der EST-Erklärung absetzen.

Juristisch begründet wird es damit, das man ja nicht verpflichtet ist einen Anwalt für eine Klage zu haben. Man kann auch über die IG-Metall klagen oder andere Gewerkschaften, wenn man Mitglied ist.

Ich sehe dies nicht so, das das deutsche Recht die Arbeitgeber privilegiert. Denn unterliegt ein AN vor dem Arbeitsgericht, braucht er dennoch die Kosten des AG nicht zu zahlen.

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@senior1

Kannst ja mal darüber nachdenken, wie jeweils beide Kosten steuerlich wirken. Der Arbeitgeber bekommst sofort 19% Umsatzsteuer als Vorsteuer aufgerechnet für Rechnung des Anwalts am nächsten 10. des Folgemonats. Der Rest mindert als Kosten den Gewinn direkt 1:1. Der Arbeitnehmer kann die Kosten auch steuerlich bei EST absetzen und vermindert so seine Steuerlast. Bekommt dann etwas heraus ca. 6-18Monate später. Zahlt er keine Steuern bekommt er nix erstattet.

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